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Bundesliga: Bayern München unter Guardiola einfach "unfassbar"

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Zweikämpfe Mangelware  

FC Bayern unter Guardiola einfach "unfassbar"

17.12.2014, 15:08 Uhr | Birger Hamann, Spiegel Online

Bundesliga: Bayern München unter Guardiola einfach "unfassbar". Arjen Robben wurde von den Freiburgern nicht ein einziges Mal gefoult. (Quelle: imago/Eibner)

Arjen Robben wurde von den Freiburgern nicht ein einziges Mal gefoult. (Quelle: Eibner/imago)

Das Spiel zwischen dem FC Bayern und dem SC Freiburg (2:0) lieferte bemerkenswerte Statistiken. 13:0 Torschüsse für die Münchner war so eine, 10:1 Ecken auch, und 1116:365 Ballkontakte dokumentieren den Ballbesitz-Fußball, für den die Bayern unter Trainer Josep Guardiola stehen. Die hervorstechendste Zahl war allerdings eine Acht. Denn genau so viele Fouls hatte es in den 90 Minuten insgesamt gegeben. Acht!

Seit zehn Jahren werden in der Bundesliga die Daten aller Spiele erfasst, und seitdem hat es keine Partie gegeben, in der so wenige Fouls gezählt wurden wie bei derjenigen am Dienstagabend in der Münchner Arena. Dort pfiff Schiedsrichter Jochen Drees im Schnitt nur alle 11,25 Minuten ein Foulspiel.

Fünf Bayern-Spiele in der Top-13

Wenige Fouls bei Spielen der Bayern: Ein Zufall? Mitnichten, wie eine Übersicht des Sportdatenanbieters Opta zeigt. Dort sind die Bundesligaspiele mit den wenigsten Fouls seit der Datenerfassung aufgelistet. Und in den Top-13 finden sich gleich fünf Spiele der Bayern aus dieser Saison.

UMFRAGE
Verlieren die Bayern in der aktuellen Bundesliga-Saison noch ein Spiel?

"Zu Pep und Bayern München muss ich sagen: Das ist unfassbar", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich nach der Partie, korrigierte sich aber umgehend: "Andererseits ist es für mich nicht unfassbar, weil ich viele Spiele von Barcelona gesehen habe und wusste, dass es eine Fortsetzung finden wird in München. Und ich bin bestätigt worden."

Vorm Tackling bereits vom Ball getrennt

Guardiola hat den Bayern diesen Dominanz-Fußball verpasst, der auf viel Ballbesitz und Hunderten Pässen beruht. Damit lassen die Münchner den Ball und ihre Gegner laufen. Beispiel Freiburg: Das Streich-Team lief insgesamt 116,8 Kilometer, die Bayern nur 113. Häufig ist es so: Will ein gegnerischer Spieler einen Bayern-Profi attackieren, hat sich dieser schon längst wieder vom Ball getrennt, ehe es überhaupt zum Tackling kommt.

Das erklärt auch, warum bei Spielen der Münchner vergleichsweise wenig Zweikämpfe bestritten werden. Im Spiel gegen Freiburg waren es insgesamt 190. Bei den anderen drei Partien am Dienstagabend waren es jeweils mehr als 200.

Robben und Götze von Freiburg nicht einmal gefoult

Eine weitere Erklärung, warum Bayern so selten gefoult werden: Spieler wie Arjen Robben, Franck Ribéry oder Mario Götze sind schnell und können die Gegner auch aufgrund ihrer überragenden technischen Möglichkeiten ausspielen. Robben etwa ist von Freiburg nicht ein einziges Mal gefoult worden, Götze auch nicht, Ribéry nur einmal.

Der Ballbesitz-Fußball ist auch der Grund, warum die Bayern selbst so wenig foulen (müssen). Insgesamt haben die Münchner in dieser Saison bislang erst 167 Fouls begangen, so wenig wie kein anderes Team. Die meisten hat der HSV mit 291 Fouls.

Guardiola fordert dennoch besseren Fußball

Die Bayern werden kaum gefoult, weil sie für den Gegner kaum fassbar sind. Und sie foulen selbst kaum, weil sie es aufgrund ihrer Dominanz nicht nötig haben. Das erklärt, warum in den Spielen der Münchner in dieser Saison insgesamt so wenig Fouls begangen werden.

Nach dem Freiburg-Spiel wurde Guardiola gefragt, was er sich für das neue Jahr wünsche. Die Antwort des Bayern-Trainers: "Besser spielen."

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