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Werder-Star Junuzovic: "Schönreden geht mir auf den Sack"

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Werder-Star rechnet ab  

Junuzovic: "Schönreden geht mir auf den Sack"

18.12.2014, 10:08 Uhr | t-online.de

Werder-Star Junuzovic: "Schönreden geht mir auf den Sack". Zlatko Junuzovic (re.) regt sich nach dem Spiel über seine Leistung und die seiner Kollegen auf. (Quelle: dpa)

Zlatko Junuzovic (re.) regt sich nach dem Spiel über seine Leistung und die seiner Kollegen auf. (Quelle: dpa)

Tiefpunkt für den SV Werder Bremen: Die Hanseaten zeigten bei der 1:4 (0:2)-Pleite bei Borussia Mönchengladbach eine erschreckend schwache Leistung und sind wieder Tabellenletzter der Bundesliga. Danach war der Frust bei den SVW-Profis groß. "Die erste halbe Stunde war ok, dann ist das Typische wieder zurückgekommen", schimpfte Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic. "Wir haben im Anschluss ein Scheiß-Spiel gemacht, zwei Tore kassiert und sind saudumm in Rückstand geraten. Jetzt stehst du da als Letzter."

Rote Laterne also für Werder - ein Zeichen dafür, so Junuzovic, dass sich einiges ändern müsse. "Das Schönreden geht mir langsam auf den Sack. Wenn wir nicht etwas ändern, wird es düster", so der Österreicher. "Es muss uns irgendwann einmal bewusst sein, dass das zu wenig ist. Irgendwann muss der Schalter einmal umgelegt werden. So kommen wir nicht weiter."

"Wir sind zu brav"

Ins gleiche Horn stieß sein Kollege Raphael Wolf. "Wieder nicht gepunktet, das ist eine Katastrophe", lautete der Kommentar des frustrierten Werder-Keepers, der in der Schießbude der Liga steht. 38 Gegentreffer in 16 Spielen sind mit Abstand der Höchstwert der Liga, Frankfurt, dass die zweitmeisten Tore kassiert hat, weist 33 Gegentreffer auf.

Wolf attestierte nach der Partie seinen Vorderleuten sogar, die Zweikämpfe nicht richtig angenommen zu haben. "Der Gegner tut uns jedes Mal weh und wir sind zu brav", sagte er. "Wir müssen uns wehren, der Gegner muss Angst vor uns haben. Es wird Zeit."

Ausgerechnet Kruse trifft

Dabei hatten die Bremer in Mönchengladbach gut begonnen. Nach einer guten halben Stunde wurde Werder aber eiskalt erwischt. Nach einem Kontakt zwischen Bremens Philipp Bargfrede und Ibrahima Traore entschied Schiedsrichter Robert Hartmann auf Strafstoß, den ausgerechnet der frühere Bremer Max Kruse sicher verwandelte (32. Minute). Für die Borussia war es das 2700. Tor ihrer Bundesligageschichte.

Kruse, der sich einst bei den Hanseaten nicht durchsetzen konnte und 2009 nach nur einem Bundesligaspiel zum Zweitligisten St. Pauli weiterzog, leitete auch das 2:0 gegen sichtlich angeknockte Bremer ein. Oscar Wendts noch von Luca Caldirola abgefälschter Heber landete unhaltbar für Wolf im Tor (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel begann Werder zunächst mutig, zeigte aber viele Nachlässigkeiten und technische Mängel im Spiel nach vorne. Gefährlich waren die Gäste wie schon zuletzt fast ausschließlich über Standards. So auch beim 1:2, als Junuzovic einen Freistoß aus gut 20 Metern in den Winkel zirkelte (51.). Für Bremen war es Bundesligator Nummer 2900.

"Es macht so keinen Spaß"

Christoph Kramer stellte nach Flanke von Kruse aber den alten Abstand wieder her (63.). Ein Tor, was Junuzovic nach dem Spiel immer noch in Rage brachte. "Du läufst nur hinterher, machst das Anschlusstor, bist gut im Spiel, kriegst wieder ein Tor, wo du nicht in Überzahl bist, was nie und nimmer fallen darf. Es ist immer die gleiche Leier. Es macht so keinen Spaß", schimpfte der Werder-Regisseur. Für den Endstand sorgte schließlich eine Minute vor Schluss Branimir Hrgota nach einem Konter.

Werder droht nun ein ungemütliches Weihnachtsfest. Am Samstag ist zum Hinrundenausklang mit Borussia Dortmund der Tabellen-16. zu Gast. Verliert Bremen auch dieses Spiel, überwintert der Klub als Letzter. Geschäftsführer Thomas Eichin forderte deshalb, man müsse "unbedingt punkten", um eine halbwegs "stabile Lage" anzupeilen und um in der Rückrunde "Dinge weiterbringen zu können".

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