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Stefan Kießling mit triumphaler Rückkehr nach Phantomtor

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Matchwinner in Hoffenheim  

Kießling mit triumphaler Rückkehr nach Phantomtor

18.12.2014, 10:10 Uhr | dpa

Stefan Kießling mit triumphaler Rückkehr nach Phantomtor. Stefan Kießling war für Bayer Leverkusen der Mann des Tages.  (Quelle: imago/Jan Hübner)

Stefan Kießling war für Bayer Leverkusen der Mann des Tages. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Ausgerechnet Stefan Kießling hat 14 Monate nach seinem Phantomtor seiner Mannschaft beim Wiedersehen zwischen 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen zum Sieg verholfen. Der Stürmer erzielte in der Bundesliga in einer spielerisch sehenswerten Partie in der 79. Minute das Tor des Tages zum 1:0 (0:0)-Sieg. Für den Champions-League-Teilnehmer war es vor 24 731 Zuschauern in Sinsheim der Lohn für spielerische Überlegenheit. Roger Schmidt lobte den Siegtorschützen. "Ich freue mich für Stefan, besonders weil er damals einen monatelangen Spießrutenlauf durchgemacht hat", sagte der Bayer-Coach.

"Leverkusen hat in der zweiten Halbzeit das Spiel gemacht und wurde belohnt. Wir haben es versäumt, aus unseren guten Chancen ebenfalls ein Tor zu machen", sagte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol. "Dann wäre vielleicht auch ein Punkt für uns heute drin gewesen." Auch Ermin Bicakcic war zerknirscht. "Das ist auf jeden Fall eine Riesenenttäuschung. Der Kießling schiebt den Ball rein, schwer war das nicht", sagte TSG-Abwehrspieler.

Ein Fall für die Technik

Einen Aufreger und einen Fall für die Torlinientechnik gab es auch. Bei einem Kopfball von Adam Szalai kurz nach dem Wechsel hätte die Torlinientechnik geholfen: Ömer Toprak rettete in höchster Not auf der Linie, Schiedsrichter Daniel Siebert gab aber trotz der Proteste der Kraichgauer kein Tor. Ob der Ball hinter der Linie war, konnten auch die TV-Bilder nicht eindeutig klären.

Kießling, der beim 2:1-Sieg seines Teams am 18. Oktober 2013 durch ein Loch im Netz getroffen hatte, wurde von den TSG-Fans mit lautstarken Pfiffen empfangen. Der Torjäger hatte "sechs Punkte" aus den beiden letzten Spielen in diesem Jahr in Hoffenheim und am Samstag gegen Eintracht Frankfurt gefordert. Entsprechend engagiert gingen die Gäste zu Werk von Beginn an zu Werke.

Kießling zunächst ohne Fortune

Gisdol hatte ein "pressingorientiertes und wildes Spiel" vorhergesagt - anspruchsvoll und packend war es auf jeden Fall. Der 1899-Trainer brachte das Trio Tobias Strobl, Sebastian Rudy und Szalai für den verletzten Niklas Süle, Eugen Polanski und Anthony Modeste. Bei Leverkusen konnte Freistoßspezialist Hakan Calhanoglu trotz Erkältung auflaufen.

Mit blitzschnellem und direktem Kurzpassspiel setzten sich die Leverkusener von Beginn an in Szene - und wären fast ins offene Messer gelaufen. Nach einem verpatzten Querpass von Toprak ging Roberto Firmino auf und davon und Bernd Leno musste in höchster Not retten. Nur eine Minute später prüfte Kevin Volland den Bayer-Torwart mit einem gefährlichen Fernschuss.

Doch die Leverkusener waren in der ersten Halbzeit etwas flinker auf den Beinen und beschäftigten den Gegner fast pausenlos. Ein No-look-Zuspiel des auffälligen Karim Bellarabi hätte Kießling fast zum 1:0 genutzt (15.). Kurz darauf zischte sein Flachschuss nur um Zentimeter am Hoffenheimer Gehäuse vorbei.

Tempo bleibt nach dem Wechsel hoch

Auch nach der Pause hielten beide Teams das hohe Tempo - und Leverkusen drängte weiter auf die Führung. Gonzalo Castro scheiterte kurz nach Wiederanpfiff aus spitzem Winkel an Keeper Oliver Baumann, ehe die Szene mit Szalai für Aufregung sorgte. Ein Tor lag in der Luft in dieser rassigen Partie.

Kießling hätte Bayer schon früher zum Sieg schießen können: Er schoss in der 67. Minute aus vielversprechender Position über die Latte, ehe er doch noch traf. Am Ende blieb Leverkusen für die Hoffenheimer der undankbarste Gegner der Liga: In nun 13 Begegnungen landete die TSG erst einen Sieg. Das mögliche Remis vergab in der Schlussphase noch Szalai, der Leno anschoss.

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