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FC Bayern: Matchwinner Robben hat Mitleid mit Mainzern

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Müde Münchner  

Matchwinner Robben hat Mitleid mit Mainzern

20.12.2014, 12:22 Uhr | dpa, t-online.de, sid

FC Bayern: Matchwinner Robben hat Mitleid mit Mainzern. Unter Kollegen: Arjen Robben hatte nach dem Sieg des FC Bayern Mitgefühl mit den Mainzern (links Gonzalo Jara). (Quelle: imago/Sämmer)

Unter Kollegen: Arjen Robben hatte nach dem Sieg des FC Bayern Mitgefühl mit den Mainzern (links Gonzalo Jara). (Quelle: imago/Sämmer)

Der Matchwinner hatte Mitgefühl mit dem Verlierer. "Ich bin glücklich. Es tut mir aber auch leid für die Mainzer. Die haben 90 Minuten gekämpft. Wir hatten Schwierigkeiten", sagte Arjen Robben nach dem schwer erkämpften Sieg des FC Bayern München beim FSV Mainz 05. Der Niederländer hatte den Bundesliga-Spitzenreiter mit einem Last-Minute-Tor zum 2:1 (1:1)-Erfolg bei den wackeren Rheinhessen geschossen.

Mit dem Sieg schlossen die Bayern eine fast perfekte Hinrunde ab. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola geht mit dem größten Vorsprung in der Bundesliga-Historie nach 17 Spieltagen in die Winterpause: Mehr als zehn Punkte Vorsprung auf den Verfolger, wie die Bayern (45) auf den erst am Samstag spielenden VfL Wolfsburg (31) haben werden, hatte nach einer Hinrunde noch nie ein Bundesliga-Spitzenreiter. Nur vier Gegentreffer nach 17 Spieltagen sind ebenfalls ein neuer Ligarekord.

Für das außergewöhnliche Abschneiden des Rekordmeisters hatte Matthias Sammer indes eine außergewöhnliche Erklärung. "Fantastische Spieler, ein fantastischer Trainer, eine fantastische Mentalität der Mannschaft und kluge Entscheidungen der Vereinsführung", sagte der Sportvorstand.

"Wir waren auch müde"

Insgesamt waren die Bayern aber froh, dass jetzt erst einmal eine wohlverdiente Auszeit ansteht. "Die Spieler sollen jetzt machen, was sie wollen", sagte Sammer. Schließlich absolvierten sie 52 Pflichtspiele im Jahr 2014. "Jetzt können alle glücklich in den Urlaub fahren", sagte Robben. Guardiola fügte hinzu: "Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, in der zweiten dann mehr Kontrolle. Am Ende sind wir glücklich über den Sieg. Aber wir waren auch müde."

Vor 34.000 Zuschauern waren die Gastgeber durch Elkin Soto sogar in Führung gegangen (21.), der Nationaltorhüter Manuel Neuer tunnelte. Doch Weltmeister Bastian Schweinsteiger gelang nur 166 Sekunden später der Ausgleich per Freistoß ins linke obere Toreck - für den in dieser Saison lange verletzten Mittelfeldstar war es das erste Saisontor.

Und auch Schweinsteiger wirkte nach dem 14. Sieg im 17. Spiel beseelt. Barfuß stand der Weltmeister in den Katakomben, weil er seinen Badelatschen vergessen hatte. Warm ums Herz wurde ihm allerdings, als er über sein Traumtor (24.) sprach. "Ich habe seit der WM ehrlich gesagt keine Freistöße mehr trainiert. Franck (Ribery, Anm. d. Red) war ein Gentleman, hat mir den Freistoß überlassen und zu mir gesagt: 'Mach ein Tor!'', erzählte er von seinem Ausgleichstreffer. Kurz vor Schluss war dann eben Robben zur Stelle und sorgte damit für den erfolgreichen Jahresabschluss.

Mainz seit neun Spielen ohne Sieg

Doch die Bayern hatten im letzten Spiel 2014 mehr Mühe als erwartet. Der technischen Überlegenheit der Münchner setzten die Rheinhessen Einsatzwillen und eine hohe Laufbereitschaft entgegen.

Ein wenig personalgeschwächt waren die Münchner nach den kurzfristigen Ausfällen von Robert Lewandowski, Xabi Alonso (beide Prellungen), Medhi Benatia (Leistenverletzung) und Sebastian Rode (erkrankt) nach Mainz gekommen. Doch eine Startaufstellung mit Arjen Robben, Franck Ribéry oder den Weltmeistern Thomas Müller, Mario Götze, Schweinsteiger, Neuer und Jerome Boateng hatte immer noch internationales Top-Niveau. Von einem Klassen-Unterschied war aber nichts zu sehen.

Entsprechend war die Enttäuschung bei den Mainzern nach dem verpassten Achtungserfolg groß. "Wir haben alles versucht, eine Überraschung zu schaffen. Zwölf Torschüsse gegen Bayern sind sehr gut. Es tut weh, dass die Mannschaft für ihre tolle Leistung nicht belohnt wurde", erklärte FSV-Trainer Kasper Hjulmand. Die Mainzer, die seit neun Spielen ohne Sieg sind, bleiben bei 18 Zählern und müssen sich in der Tabelle weiter nach unten orientieren.

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