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Jahreswechsel: Das Sportjahr 2015 im Überblick

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Jahreswechsel  

Das Sportjahr 2015 im Überblick

31.12.2014, 15:58 Uhr | dpa

Jahreswechsel: Das Sportjahr 2015 im Überblick. Das Finale der Champions League wird 2015 am 6.

Das Finale der Champions League wird 2015 am 6. Juni im Olympiastadion in Berlin ausgetragen. Foto: Britta Pedersen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Das Jahr 2015 soll für Joachim Löws Weltmeister Zwischenstation auf dem Weg zum nächsten großen Titel werden.

Nach dem holprigen Start in die Qualifikation zur Euro 2016 will das Team des Deutschen Fußball-Bundes das Ticket für das Turnier in Frankreich buchen. "Im nächsten Jahr schlagen wir wieder zurück", kündigte Löw angesichts der Niederlage gegen Polen und des Unentschiedens gegen Irland an.

Im Kampf um Titel und Goldmedaillen stehen hingegen im kommenden Jahr vor allem die Sportarten abseits des Fußballs im Vordergrund. Weltmeisterschaften in Leichtathletik, Ski alpin und Handball prägen den Sport-Kalender ebenso wie der erhoffte Auftritt von Basketball-Superstar Dirk Nowitzki bei der EM-Vorrunde in Berlin.

Sieben Jahre nach dem Olympia-Debakel wollen es die deutschen Leichtathletik-Asse in Peking bei der WM besser machen: Speerwerferin Christina Obergföll hatte 2008 im Vogelnest Bronze geholt - die einzige DLV-Medaille. Bei der WM in Chinas Hauptstadt (22. bis 30. August) will sie gern dabei sein, aber nur, wenn sie "ein bisschen was kann, wenn es sich lohnt". Wie auch Robert Harting (Diskus), David Storl (Kugel) und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe hat Obergföll als Titelverteidigerin eine Wildcard.

Den Anfang im Sportjahr macht wie gewohnt der Wintersport am 1. Januar: Die alpine Weltcup-Saison wird an Neujahr mit dem Parallel-Slalom in München fortgesetzt - und findet ihren Höhepunkt bei den Ski-Weltmeisterschaften in Vail und Beaver Creek vom 3. bis 15. Februar. Auf den malerischen US-Skistrecken will der Deutsche Skiverband mindestens drei Medaillen holen. In der ersten Saison nach dem Rücktritt von Alleskönnerin Maria Höfl-Riesch ruhen die größten Hoffnungen auf den Technik-Assen Felix Neureuther und Fritz Dopfer sowie Vancouver-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg im Riesenslalom.

Die Handball-WM (17. Januar bis 2. Februar) führt eine Serie von Großereignissen in Katar weiter. Nach der Kurzbahn-WM im Scheichtum folgen die Weltmeisterschaften im Straßen-Radsport (2016), Turnen (2018) sowie im Fußball (2022). Zum Jahresbeginn ist das deutsche Handball-Team beim Weltturnier dabei, obwohl es sportlich zunächst nicht qualifiziert war - die Mannschaft von Neu-Trainer Dagur Sigurdsson startet mit einer Wildcard.

In der Formel 1 geht es in dieser Saison ab dem Start in Australien (13. bis 15. März) aus deutscher Sicht unter anderem darum, wie sich der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel im Ferrari-Cockpit schlägt. Mercedes-Pilot Nico Rosberg will im Duell mit seinem Teamkollegen und aktuellen Champion Lewis Hamilton zurückschlagen.

Beim Fußball-Weltverband wird die Debatte rund um die Aufarbeitung der umstrittenen WM-Vergabe an Russland (2018) und Katar (2022) weitergehen. Zudem stehen beim FIFA-Kongress am 29. Mai in Zürich Präsidentschaftswahlen an - trotz aller Skandale geht Joseph Blatter als großer Favorit für eine fünfte Amtszeit ins Rennen. DFB-Chef Wolfgang Niersbach wird für das FIFA-Exekutivkomitee kandidieren und soll dort Nachfolger von Theo Zwanziger werden. Er muss dafür noch am 24. März beim Kongress der UEFA gewählt werden.

Einen Tag später beginnt für die Fußball-Weltmeister von Brasilien das Länderspieljahr mit einem Test gegen Australien. Am 29. März geht es in der EM-Qualifikation zum Auswärtsspiel nach Georgien. Ernst wird es dann in der zweiten Jahreshälfte gegen Polen, in Schottland und Irland. Am 12. Dezember werden die EM-Gruppen ausgelost.

Für die Fußball-Frauen steht die Weltmeisterschaft in Kanada an (6. Juni bis 5. Juli) - auf Kunstrasen, der bei Spielerinnen weltweit auf Ablehnung stieß und sogar eine Klage zur Folge hatte. Auflaufen wird das DFB-Team trotzdem - die Auswahl von Silvia Neid hat sich souverän qualifiziert, die Europameisterinnen von 2013 zählen zu den Favoriten. Erstmals wird die WM mit 24 Teams ausgetragen.

Große Hoffnungen auf Edelmetall wären für die deutschen Basketballer vermessen. Platz sechs und der Sprung zum Olympia- Qualifikationsturnier soll es für das Team des neuen Bundestrainers Chris Fleming bei der Endrunde in Frankreich aber schon sein.

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