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Leon Draisaitl lernt Schattenseiten der NHL kennen

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Eishockey  

Draisaitl lernt Schattenseite der NHL kennen

06.01.2015, 14:38 Uhr | dpa

Leon Draisaitl lernt Schattenseiten der NHL kennen. Leon Draisaitl wurde von den Edmonton Oilers in die Junioren-Liga abgeschoben.

Leon Draisaitl wurde von den Edmonton Oilers in die Junioren-Liga abgeschoben. Foto: Heiko Oldörp. (Quelle: dpa)

Edmonton (dpa) - Knapp drei Monate nach seinem Debüt in der NHL packt Toptalent Leon Draisaitl in Edmonton wieder seine Koffer. Schmerzlich musste der 19-Jährige erfahren, wie unerbittlich das Geschäft der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga ist.

Rookies haben es schwer, sich zu behaupten, selbst wenn ihnen eine große Karriere vorhergesagt wird. Der junge deutsche Nationalspieler erwies sich für die Edmonton Oilers nicht als unersetzlich. Das schwächste Team der NHL beorderte ihn zurück in die Juniorenliga, in der sich der Youngster weiter entwickeln soll. "Klar würde ich gerne in der NHL spielen, aber zurzeit ist es die beste Lösung", befand der ehrgeizige Stürmer.

Der Schritt zurück schien ihn nicht allzu traurig zu machen. "Wenn er ehrlich zu mir war, war er nicht sehr enttäuscht", berichtete Vater Peter Draisaitl, einst selbst deutscher Nationalspieler. "Leon will in erster Linie Hockey spielen, das Geld ist ihm egal." Die ersten Erfahrungen in der NHL seien "unbezahlbar" gewesen.

Die Erwartungen an Leon Draisaitl sind gewaltig und bringen zugleich Ehre und Bürde mit sich. Viele adeln den Kölner als größtes deutsches Eishockey-Talent. Er selbst würde am liebsten einer der größten Stars seiner Sportart werden, die Deutschland je hervorgebracht hat. Für den Deutschen Eishockey-Bund könnte er zum Anführer einer Generation reifen, die das Nationalteam bei der Heim-WM 2017 würdevoll vertritt. Selten hat ein deutscher Eishockey-Profi ein so großes Interesse auf sich gezogen.

Draisaitl hat einen aufregenden Weg hinter sich, der bislang stets nach oben führte. In der kanadischen Juniorenliga WHL verdiente sich der Center der Prince Albert Raiders den Spitznamen "The German Gretzky". Im Mai feierte er sein WM-Debüt. Bei der Talente-Draft im Sommer wurde sein Name so früh ausgerufen wie von keinem Deutschen zuvor. Als 18-Jähriger schaffte er auf Anhieb den Sprung in die NHL.

In seinem achten Match schoss er sein erstes Tor, es folgte nur ein weiteres. In 37 Partien bereitete er sieben Treffer vor - zu wenig für eine tragende Rolle. "Man muss bedenken, dass Leon seine erste Profisaison überhaupt spielt", betonte Bundestrainer Pat Cortina, der mit den deutschen U20-Junioren - ohne Draisaitl - gerade aus der Weltgruppe abgestiegen ist.

Für die Oilers ist die Saison so gut wie gelaufen, die Playoff-Ränge sind in weiter Ferne. Das Vorhaben, nach tristen Jahren an die glänzenden Zeiten des Teams um Wayne Gretzky in den 80er Jahren anzuknüpfen, scheiterte. Leon Draisaitl gehörte schon am Freitag in Colorado nicht mehr zum Kader. "Es wird ihm mit Sicherheit nicht schaden", urteilte Peter Draisaitl, der als Coach von Tschechien aus das Geschehen verfolgt. "Fakt ist, er hat jetzt das Business auch von der anderen Seite kennengelernt, wie es ist, zu verlieren. Das ist schmerzhaft, aber wichtig."

Noch ist nicht offiziell, für welchen Club das deutsche Riesentalent nun auflaufen wird. Medien berichten über einen Wechsel zu den Kelowna Rockets, dem derzeit besten Team der WHL. "Man kann zu 90 Prozent davon ausgehen", erklärte Peter Draisaitl.

Ein Schritt zurück ist nichts Ungewöhnliches. Die Atlanta Hawks etwa versetzten Basketball-Profi Dennis Schröder zwischenzeitlich in die Ausbildungsliga D-League. In diesem Jahr hat der deutsche Nationalspieler im NBA-Team eine wichtigere Rolle übernommen.

So wird es sich auch Leon Draisaitl erhoffen. Die Oilers erwarten von dem jungen Angreifer unter anderem, dass er öfter den Abschluss sucht. Im Sommer geht es für seinen Sohn wieder darum, sich um einen Platz im NHL-Kader zu bewerben, schilderte Peter Draisaitl. Der Youngster selbst richtete den Blick schnell nach vorn. "Ich habe noch viele Jahre vor mir hoffentlich und es wird mich nur stärker machen!", schrieb der 19-Jährige schon wenige Stunden nach der Entscheidung.

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