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1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart: Rudy schockt Stevens-Elf mit Tor in der Nachspielzeit

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Spielbericht  

Stuttgart verliert gegen Hoffenheim in der Nachspielzeit

14.02.2015, 17:37 Uhr | dpa

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart: Rudy schockt Stevens-Elf mit Tor in der Nachspielzeit. Stuttgarts Timo Baumgartl setzt sich gegen Hoffenheims Sven Schipplock durch. (Quelle: dpa)

Stuttgarts Timo Baumgartl setzt sich gegen Hoffenheims Sven Schipplock durch. (Quelle: dpa)

Der VfB Stuttgart stolpert immer mehr dem Abstieg in der Bundesliga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens unterlag in einer ganz schwachen Partie bei 1899 Hoffenheim durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1) und bleibt Tabellenletzer. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Sebastian Rudy (90.+3 Minute) erzielte den Siegtreffer im baden-württembergischen Derby für Hoffenheim.

Roberto Firmino hatte mit seinem sechsten Saisontor (30.) die TSG in Führung gebracht. Gotoku Sakai (39.) brach nach 448 torlosen Minuten den Bann bei den Schwaben. Vor 29.309 Zuschauern in der nicht ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena spielte der VfB wie ein potenzieller Zweitligist und kassierte die erste Auswärtsniederlage unter Stevens. Die Hoffenheimer holten nach zuvor drei Niederlagen in der Rückrunde den ersten Sieg.

Ibisevic zu Beginn nur auf der Bank

Beiden Teams war die Verunsicherung vom Anpfiff an anzumerken, die Partie war über weite Strecken ungemein zerfahren. Hoffenheim spielte mit dem meist wirkungslosen Ex-Stuttgarter Sven Schipplock im Angriff, nachdem Adam Szalai wegen eines Infekts fehlte. Für den verletzten Tobias Strobl lief David Abraham in der Innenverteidigung auf, für den gesperrten Eugen Polanski im defensiven Mittelfeld der spätere Matchwinner Rudy.

Beim VfB drückte der Ex-Hoffenheimer Vedad Ibisevic zunächst ebenso die Bank wie zunächst Neuzugang Geoffroy Serey Dié von der Elfbeinküste. Der Afrika-Meister, für 400 000 Euro vom FC Basel gekommen, hatte am Freitag erstmals mit der Mannschaft trainiert und durfte erst in der 87. Minute auf den Platz.

Firmino nutzt Verwirrung in VfB-Abwehr

Keines der beiden Teams fand in der niveaulosen ersten halben Stunde seine Linie. Auch die Hoffenheimer Offensive um Firmino war wirkungsschwach, zumal dem unter der Woche erkrankten Kevin Volland sichtlich die Power fehlte. Die Führung fiel dann überraschend, als Firmino die Verwirrung in der Stuttgarter Abwehr nutzte und ins linke Eck schoss.

Auch Schiedsrichter Tobias Welz hatte Mühe, bei den vielen Nickligkeiten auf beiden Seiten. Unerwartet fiel dann der Ausgleich für den VfB. Sakai schoss Abwehrchef Emin Bicakcic so glücklich an, dass TSG-Keeper Oliver Baumann keine Chance hatte.

Rudy trifft in der Nachspielzeit

Auch nach der Pause taten sich beide Mannschaften schwer, zeigten sich spielerisch allerdings leicht verbessert. Der eingewechselte Sejad Salihovic versuchte die Aktionen der Gastgeber etwas zu ordnen. Prompt kam Firmino zu einer hochkarätigen Chance, doch Schlussmann Sven Ulreich konnte den Ball gerade noch abwehren (58.).

Spät erst besannen sich die Hoffenheimer auf ihre technischen Möglichkeiten und hatten die Stuttgarter sicher im Griff. Anthony Modeste prüfte in der Schlussoffensive der TSG noch einmal Ulrich, Kapitän Andreas Beck schoss am Tor vorbei - ehe Rudy einen Konter zum 2:1 vollendete.

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