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HSV: Olic-Euphorie nach "tragischer Niederlage" gegen Köln verflogen

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Dämpfer für Olic und Co.  

HSV-Euphorie nach "tragischer Niederlage" verflogen

01.02.2015, 13:46 Uhr | sid, dpa

HSV: Olic-Euphorie nach "tragischer Niederlage" gegen Köln verflogen. HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (li.) und Neuzugang Ivica Olic sind bedient. (Quelle: dpa)

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (li.) und Neuzugang Ivica Olic sind bedient. (Quelle: dpa)

"Das erste Spiel ist richtungsweisend", hatte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer vor dem 18. Spieltag der Bundesliga betont. Nun, dann winkt dem Hamburger SV in der Rückrunde einmal mehr der Tabellenkeller. Nach dem desillusionierenden 0:2 (0:0) gegen Aufsteiger 1. FC Köln ist jedwede Euphorie, die durch die gute Wintervorbereitung und vor allem die Verpflichtung von Ivica Olic entstanden war, schon wieder verflogen. HSV-Coach Josef Zinnbauer sprach gar von einer "tragischen Niederlage".

Olic musste sich kurz schütteln. "Es ist schon sehr enttäuschend, dass wir mein erstes Spiel verlieren", sagte der gefeierte Heimkehrer bei Sky. Der 35-jährige Kroate erlebte den Höhepunkt seines Comebacks bereits vor dem Anpfiff. "Als ich heute auf den Platz gekommen bin, hatte ich Tränen in den Augen. Das war wirklich ein emotionaler Moment."

90 Minuten nach dem ergreifenden Auflaufen hatten eher Hamburger Fans feuchte Augen, jedoch nicht vom mitreißenden Spiel ihrer Stars oder Maximilian Beisters Comeback nach Kreuzbandriss, sondern aufgrund der nächsten Niederlage ohne eigenes Tor.

Traum von Europa? Abstiegskampf!

Trotz eines engagierten Auftritts vor rund 56.000 Zuschauern im noch Imtech Arena genannten Volksparkstadion konnte der Ex-Wolfsburger Olic die erschreckende Torflaute der Rothosen nicht beenden. Neun Treffer stehen nach dem 18. Spieltag auf dem Konto der Norddeutschen. Eine magerere Ausbeute zu diesem Zeitpunkt hatte nur Tasmania Berlin, das in der Saison 1965/66 als schlechtestes Bundesliga-Team in die Geschichte einging.

Dabei hatte sich Olic bei seiner Präsentation tags zuvor durchaus selbstbewusst geäußert: "Ich habe viele Spiele in der Champions League oder in der Europa League gespielt. Ich will das auch mit dem HSV - das ist machbar." Damit hatte Olic die hanseatischen Sehnsüchte nach erfolgreicheren Zeiten bedient und reichlich Euphorie im Umfeld des abstiegsbedrohten Liga-Dinos entfacht. Erfüllen konnte das Team die Erwartungen nicht.

Nur zu Beginn druckvoll

Ganz anders die Gäste aus der Karnevalshochburg. "Das ist ein erfreulicher Start nach der Winterpause", sagte Matchwinner Marcel Risse. Dank seiner beiden Treffer unterstrichen das zweitbeste Auswärtsteam der Liga seine herausragende Form auf fremdem Platz, will jetzt aber "auch zu Hause mehr Punkte" mitnehmen, so Risse.

Dass ein Erfolg beim kriselnden HSV schon gar nicht mehr allzu überschwängliche Freude hervorruft, zeigte FC-Trainer Peter Stögers Resümee: "Traumstart? Das weiß ich jetzt nicht." Zumindest verschafften sich die Geißböcke durch den erfolgreichen Jahresauftakt im Abstiegskampf die Luft, die den Hamburgern nach ordentlichem Beginn rasch ausging. "Wir haben vernünftig angefangen und den Gegner in den ersten 15 bis 20 Minuten unter Druck gesetzt", lobte Zinnbauer die Anfangsphase seines Teams.

"Rumjammern" nutzlos

Angetrieben vom gewohnt lauffreudigen Rückkehrer Olic legten die Hanseaten einen stürmischen Beginn hin. Doch "dann war das Spiel wie abgeschnitten", so Zinnbauer: "Wir hatten einfache Ballverluste im Mittelfeld und Köln ist immer besser ins Spiel gekommen." Innerhalb einer guten Viertelstunde besiegelte schließlich Risse mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack die HSV-Pleite.

"Die Niederlage ist tragisch für uns", sagte Zinnbauer im Anschluss fatalistisch, gab sich aber gleichzeitig kämpferisch: "Aber wir müssen das abhaken. Wir brauchen nicht rumjammern, sondern müssen uns jetzt auf Paderborn fixieren." Auch Hoffnungsträger Olic fand seinen Kampfgeist schnell wieder: "Ich bin bereit und trotzdem froh, hier hier zu sein!"

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