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Dennis Schröder erfüllt sich Traum beim All-Star-Wochenende

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Basketball  

Schröder: Auftritt beim All-Star-Event "Traum für jeden"

12.02.2015, 14:51 Uhr | dpa

Dennis Schröder erfüllt sich Traum beim All-Star-Wochenende. Dennis Schröder überzeugte in der laufenden Saison bei den Atlanta Hawks.

Dennis Schröder überzeugte in der laufenden Saison bei den Atlanta Hawks. Foto: Erik S. Lesser. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - Sein zweites NBA-Jahr könnte für Basketball-Profi Dennis Schröder bei den Atlanta Hawks kaum besser laufen. Für das beste Team der Eastern Conference erhält der 21-Jährige immer mehr Spielanteile - und wurde mit seiner ersten Einladung für das All-Star-Wochenende belohnt.

Vor seinem Auftritt am Freitag in New York im Spiel der besten Jungprofis für eine Weltauswahl spricht Schröder im Interview der Deutschen Presse- Agentur über eine gute Nachricht im Schlaf, die Gründe für seinen Aufschwung und den erhofft positiven Effekt der starken EM-Gegner.

All-Star-Wochenende - wie hört sich das für Sie an?

Dennis Schröder: Das ist schon ein Traum für jeden NBA-Spieler, dahin zu kommen und zu spielen vor dieser Kulisse. Ich habe so hart an mir gearbeitet - es ist jetzt ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe vielen gesagt, dass ich es schaffen werde, wenn ich meine Spielzeit bekomme - auch meiner Familie. Als mein Name auf der Liste stand, war es ein sehr gutes Gefühl.

Wen haben Sie zuerst angerufen?

Schröder: Ich habe eigentlich geschlafen und alle haben mir eine Nachricht geschrieben. Es war vor einem Spiel und mein Bruder hat mich zehnmal angerufen und auch meine Freunde. Da wusste ich: Irgendetwas Gutes muss passiert sein.

Wie viele Karten mussten Sie bestellen?

Schröder: Mein Bruder und meine zwei engsten Freunde aus Braunschweig kommen. Meine Freundin ist in Atlanta bei der Frau meines Bruders und passt dort mit auf deren Baby auf. Meine Familie war immer für mich da, sie waren bei jedem Spiel, als ich angefangen habe in der U16, U17. Das hat mir viel bedeutet. Dass sie jetzt auch hier sind in Amerika, hat mir sehr in meiner Entwicklung geholfen.

Was steht sonst noch an für Sie, werden Sie sich das All-Star-Spiel am Sonntag auch noch anschauen?

Schröder: Ich habe heute erfahren, dass ich auch am Samstag zur Skills Challenge eingeladen wurde. Es sind sehr viele Sachen, die du da machen musst, da muss ich noch ein bisschen trainieren. Aber ich denke, es wird gut. Dann werde ich am Sonntagmorgen mit meinen Freunden und meinem Bruder auf die Bahamas fliegen, dort werden auch meine Freundin, seine Freundin und das Baby zu uns stoßen. Wir werden drei Tage ein bisschen Urlaub machen.

Die Trainer und auch ihre Mitspieler loben Ihre Entwicklung in dieser Saison. Wie würden Sie Ihr vergangenes halbes Jahr zusammenfassen?

Schröder: Es ist wirklich viel passiert. Die Entwicklung von mir hat viel damit zu tun, dass ich Summer League und Nationalmannschaft gespielt habe. Ich konnte dort viel spielen und musste ein Team anführen, das hat mich sehr weit gebracht.

In der vergangenen Saison mussten Sie zeitweise den Schritt in die Entwicklungsliga D-League machen. Hat Sie das eher angestachelt oder frustriert?

Schröder: Wenn man in die D-League geschickt wird, denkt man schon: Was habe ich falsch gemacht. Es hat mir persönlich aber viel gebracht, ich habe weiter hart an mir gearbeitet. Ich habe viel gespielt, das hat mir Selbstbewusstsein gegeben.

Also hatten Sie nie Zweifel?

Schröder: Nein, das erste Jahr ist immer schwierig. Das siehst du an jedem - (Hawks-Teamkollege) Kyle Korver hat mir gesagt, dass er im ersten Jahr gar nicht gespielt hat, Jeff Teague ebenfalls. Ich hatte keine Bedenken, natürlich willst du auf dem Spielfeld stehen. Dirk (Nowitzki) hat mir das auch gesagt, er hat im ersten Jahr auch wenig gespielt. Er sagte mir, dass ich einfach nur geduldig sein muss.

Derzeit sind die Hawks mit Abstand das beste Team in der Eastern Conference, hat die zweitbeste Bilanz der Liga. Was zeichnet Atlanta aus?

Schröder: Unsere Teamchemie ist exzellent, wir sind alle sehr eng beieinander, wir verstehen uns alle gut. Auf dem Spielfeld sind wir nur ein Team, wir passen den Ball wie kein anderes Team in der NBA. Wir haben keinen Superstar, aber sehr gute Spieler, die viele Waffen haben. Wenn wir alle fit bleiben, können wir sehr viel erreichen. In den Playoffs ist vieles möglich.

Die Niederlage bei den Boston Celtics am Mittwoch war aber unnötig...

Schröder: Wir müssen über 48 Minuten spielen und können nicht nachlassen. Es waren alle ein bisschen zu cool und haben etwas runtergeschaltet, das dürfen wir nicht.

Der neue Bundestrainer Chris Fleming hat Sie in Atlanta besucht, was haben Sie besprochen?

Schröder: Es war ein gutes Zeichen für mich, dass er mich unbedingt bei der Nationalmannschaft haben will und dass er sich für die Hawks interessiert. Das hat auch unser Coach Mike Budenholzer hier gesehen, er unterstützt alles von der Nationalmannschaft. Wenn ich fit bleibe, würde ich auch sehr gerne bei der EM dieses Jahr spielen.

Selbst wenn es weit in den Playoffs gehen würde oder sogar bis in die Finals im Juni?

Schröder: Ich darf nach den NBA-Regeln eh erst am 1. August zur Nationalmannschaft stoßen. Auch wenn wir es soweit schaffen, will ich natürlich immer für die Nationalmannschaft spielen. Ich muss aber auch gucken, wie ich mich persönlich selber fühle.

Mussten Sie angesichts der starken Gruppengegner wie Spanien oder Serbien nicht ein wenig schlucken?

Schröder: Es ist gut, der Underdog zu sein in der Gruppe. Es ist besser jetzt diese Gegner am Anfang in der Gruppe zu haben als im Viertel- oder Halbfinale.

ZUR PERSON:  Der frühere Braunschweiger Bundesliga-Profi Dennis Schröder (21) wurde 2013 von den Atlanta Hawks verpflichtet. In seiner zweiten Saison steht der Aufbauspieler bereits im Schnitt 18 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielt dabei 8,5 Punkte. Bei der EM mit der Heim-Vorrunde in Berlin hofft der Deutsche Basketball Bund auf seine Teilnahme.

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