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VfB-Coach Huub Stevens nach Pleite bei 1899 Hoffenheim ratlos

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Nach Last-Minute-Pleite  

Stevens: "Kann den Jungs nichts vorwerfen"

15.02.2015, 09:45 Uhr | t-online.de, sid

VfB-Coach Huub Stevens nach Pleite bei 1899 Hoffenheim ratlos. Der VfB Stuttgart kassierte bei der TSG 1899 Hoffenheim die erste Auswärtsniederlage unter Coach Huub Stevens. (Quelle: imago/Hartenfelser)

Der VfB Stuttgart kassierte bei der TSG 1899 Hoffenheim die erste Auswärtsniederlage unter Coach Huub Stevens. (Quelle: Hartenfelser/imago)

Der Schock in letzter Sekunde saß tief. Nach der bitteren Last-Minute-Pleite (1:2) im baden-württembergischen Derby bei 1899 Hoffenheim wirkte VfB-Trainer Huub Stevens ratlos. "Ich bin unglaublich enttäuscht, dass wir noch verloren habe", sagte Stevens in der Pressekonferenz und schob nach: "Die Enttäuschung ist so groß, weil ich den Jungs nichts vorwerfen kann. Sie haben eine super Einstellung an den Tag gelegt", so der sichtlich angefressene Niederländer, ehe er sich noch ein paar verbale Scharmützel mit fragenden Journalisten lieferte.

Jeder Fragesteller wurde mit Sarkasmus, Ironie, Gegenfragen und der offensichtlichen Unlust des Niederländers konfrontiert. Für den VfB, dem exakt 40 Jahre nach dem bisher einzigen Abstieg aus der Bundesliga erneut dieses Schicksal droht, bleibt nur zu hoffen, dass sich Stevens im Umgang mit seinen Schützlingen nicht ähnlich unprofessionell verhält - oder dass er mit seinem Auftritt nach dem 21. Spieltag den Fokus auf sich anstatt auf die Profis lenken wollte.

"Die mentale Aufarbeitung wird unheimlich wichtig, das wissen wir", sagte Stevens nach der ersten Auswärtspleite unter seiner Regie. Seinen nahezu einzigen vernünftigen Satz konnte der Coach, dessen Mannschaft seit fünf Partien auf einen Sieg wartet, aber natürlich so nicht stehen lassen: "Haben Sie vielleicht einen Rat für mich?"

"Wir müssen zeigen, dass wir aufstehen können"

Rat haben vor allem die Stuttgarter Profis mehr als nötig, sie haben erst 18 Punkte geholt. Noch weit nach Schlusspfiff standen die Spieler vollkommen konsterniert auf dem Rasen, den Weg zu den wütenden Anhängern brach das Team 30 Meter vor dem Block ab.

Obwohl sich Christian Gentner im Gegensatz zu seinem Trainer immerhin um sinnvolle Aussagen bemühte, hatte der Kapitän nur Durchhalteparolen zu bieten. "Wir müssen zeigen, dass wir aufstehen können", sagte Gentner bereits mit Blick auf das kommende Spiel am Freitag gegen Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Sky), für das er selbst aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist: "Wir müssen noch einige Male aufstehen in der Rückrunde."

VfB-Offensive an Harmlosigkeit kaum zu überbieten

Mit welchen konkreten Maßnahmen die Stuttgarter den Abstieg verhindern wollen, ließ Gentner offen. Mehr als Phrasen brachte selbst der Routinier, dessen Team in der Offensive an Harmlosigkeit kaum zu überbieten ist (21 Tore sind Liga-Minusrekord), nach dem "brutalen" Ausgang der Partie nicht zustande. "Wir werden den Glauben nicht verlieren", sagte er: "Wir werden uns wehren und wir werden Punkte einfahren."

Die Chancen auf einen Zähler standen vor 29.309 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena eigentlich nicht schlecht. Schließlich waren die Hoffenheimer nach drei Pleiten in Folge merklich verunsichert. Der Brasilianer Roberto Firmino (30. Minute) hatte die TSG zwar in Führung gebracht, der Japaner Gotoku Sakai sorgte mit seinem ersten Bundesligator aber für den zwischenzeitlichen Ausgleich (39.).

Dieses Remis verteidigten die Stuttgarter mit Zähnen und Klauen, bis Timo Baumgartl den Ball verlor und Rudy nach Vorarbeit von Kevin Volland (90.+3.) einschob.

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