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Spielbericht  

Hrgota schockt den HSV in letzter Sekunde

22.02.2015, 17:34 Uhr | dpa

Hrgota schockt den HSV in letzter Sekunde. Hamburgs Petr Jiracek (re.) im Zweikampf mit dem Gladbacher André Hahn. (Quelle: dpa)

Hamburgs Petr Jiracek (re.) im Zweikampf mit dem Gladbacher André Hahn. (Quelle: dpa)

Der Hamburger SV hat einen Woche nach dem Bayern-Alptraum einen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach in letzter Sekunde verspielt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Branimir Hrgota den Treffer der Gäste zum 1:1 (0:0). Zuvor hatte Zoltan Stieber die Hamburger Gastgeber in der 73. Minute in Führung geschossen. Die vor einer Woche mit 0:8 bei den Bayern untergegangenen Hamburger verpassten es als 14. in der Tabelle mit 24 Punkten, sich weiter von den Abstiegsrängen der Bundesliga abzusetzen. Die Gladbacher bleiben Dritter mit nunmehr 37 Punkten, konnten aber kein Kapital aus den Remis der Verfolger schlagen.

So eklatant wie der Tabellenstand beider Teams eigentlich vermuten ließ, fiel der Unterschied auf dem Platz vor 52.105 Zuschauern dann doch nicht aus. Beide Teams beschränkten sich in der ersten Halbzeit auf wenige Offensivszenen. Die technisch durchaus versierteren Gladbacher wirkten drei Tage nach der 0:1-Niederlage im Europa-League-Hinspiel in Sevilla noch nicht ganz frisch - obwohl Trainer Lucien Favre mehr als die Hälfte der Mannschaft tauschte und sechs neue Kräfte im Vergleich zur Startelf in Andalusien brachte.

Nur kurz ließen die Borussen ihr Können aufblitzen: 4. Minute, Patrick Herrmann setzte sich auf der linken Seite durch und passte den Ball in den Rückraum auf Max Kruse. Der zögerte nicht und zog direkt ab, der Ball streifte das Außennetz. Etwa 60 Sekunden später klatschte der Ball an den Pfosten des HSV-Tores. Keeper Jaroslav Drobny wäre beim Schuss von Herrmann aus rund zehn Metern machtlos gewesen. Das war's dann allerdings weitestgehend von den Gästen.

Olic humpelt vom Platz

Die Hamburger setzten Kampfgeist dagegen. Coach Josef Zinnbauer hatte nach dem Desaster von München seine Mannschaft sogar auf sieben Positionen verändert, auch Rafael van der Vaart musste sich mit einem Platz auf der Bank abfinden. Es war das erste Mal seit seiner Rückkehr zu den Hanseaten, dass der Niederländer fit war, aber nicht für die Startelf berücksichtigt wurde.

Der HSV bemühte sich, kein Tor zu kassieren und bei vereinzelten Gegenstößen die Gladbacher in Gefahr zu bringen. Die Offensive wurde allerdings nach nicht einmal einer halben Stunde geschwächt, als Ivica Olic vom Platz humpelte. Zuvor hatte Abwehrspieler Dennis Diekmeier eine Chance vergeben (20.), danach scheiterte Slobodan Rajkovic nach einer Ecke in aussichtsreicher Position mit einem Kopfball (41.).

HSV kontert blitzschnell

All zu viel ereignete sich in der Partie auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Vor allem von den Gladbachern, bei denen Granit Xhaka gelbgesperrt fehlte und schmerzlich im Spielaufbau vermisst wurde, kam zu wenig. Also reagierte Favre und brachte Raffael in die Partie. Es änderte aber nichts. Die Gäste ließen jegliche Durchschlagskraft vermissen, wirkten zu verhalten, zu zögerlich.

Die Strafe folgte: Nach einem Ballverlust auf Höhe der Mittellinie konterten die Hamburger blitzschnell. Artjoms Rudnevs, der für Olic in die Partie gekommen war, legte Stieber auf, und der zog aus 16 Metern mit links ab. Torwart Yann Sommer streckte sich vergebens. Auf der Gegenseite war Drobny beim Ausgleich durch Hrgota chancenlos.

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