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Fernando Alonso bei Formel-1-Test von Wind in die Mauer befördert

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Crash bei Barcelona-Test  

Wind pustete Fernando Alonso in die Mauer

23.02.2015, 17:50 Uhr | sid

Fernando Alonso bei Formel-1-Test von Wind in die Mauer befördert. Alle Unfallspuren verdeckt: Mit einer Abdeckplane umhüllt wird Alonsos Auto nach dem Crash abtransportiert. (Quelle: xpb)

Alle Unfallspuren verdeckt: Mit einer Abdeckplane umhüllt wird Alonsos Auto nach dem Crash abtransportiert. (Quelle: xpb)

McLaren schwieg lange, vielleicht zu lange - und nahm dann doch allen Spekulationen über Fernando Alonsos mysteriösen Test-Crash im wahrsten Sinne des Wortes den Wind aus den Segeln. Eine stürmische Böe soll Alonso von der Strecke in die Begrenzungsmauer und damit letztlich ins Krankenhaus befördert haben.

Das ist die simple Erklärung des Teams für den heiß diskutierten Unfall am Sonntagmittag bei den Testfahren des spanischen Ex-Weltmeisters auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona.

Spekulation über Schwindelanfall, Stromschlag oder giftige Dämpfe

McLaren stellte knapp 30 Stunden nach dem Crash in einem Statement klar, dass den vielen Spekulationen und Gerüchten schlichtweg die Grundlage fehle. Zuvor hatten zahlreiche Medien über einen möglichen Schwindelanfall, einen Stromschlag oder über giftige Dämpfe berichtet. McLaren selbst unternahm vorsichtig gesagt zunächst wenig, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Nach schwerem Trainingsunfall 
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Der McLaren-Honda-Pilot zieht sich eine Gehirnerschütterung zu. Video

Nach der Auswertung der Telemetrie-Daten erklärte der Rennstall nun schließlich den Unfallhergang wie folgt: Eine Windböe hatte Alonsos Auto erfasst und dieses aus der Kurve getragen. Nach dem Verlust von Traktion wurde der McLaren an die Begrenzungsmauer geschleudert, wo er zuerst mit dem rechten Vorderrad einschlug.

Vettel: "Sah gar nicht wie ein Unfall aus"

Alonso, der letztlich eine Gehirnerschütterung davongetragen hat, habe sowohl heruntergeschaltet als auch gebremst, was gegen eine Ohnmacht vor dem Unfall spricht. McLaren schließt zudem kategorisch einen möglichen Stromschlag aus.

"Es war nur ein normaler Testunfall", hatte Renndirektor Eric Boullier zunächst erklärt. Doch nicht nur Augenzeuge Sebastian Vettel, der im Ferrari hinter Alonso unterwegs gewesen war, hatte da so seine Zweifel. "Das sah gar nicht wie ein Unfall aus", sagte der viermalige Weltmeister.

Ungewöhnlich langsam in der Kurve

Über den Tag mehrten sich die Vermutungen, dass der normale Crash wohl doch nicht so normal war. Ungewöhnlich langsam soll Alonso in der schnellen Kurve drei unterwegs gewesen sein. Mit knapp 150 statt der üblichen 230 Kilometer pro Stunde. Angeblich schlingerte der Wagen, bevor er um 12.35 Uhr an der Innenseite anschlug.

Allein diese Tatsache ist mehr als merkwürdig. Prompt kamen Spekulationen auf, Alonso habe im McLaren-Honda das Bewusstsein und damit die Kontrolle über sein Auto verloren.

Teilnahme an weiteren Testfahrten offen

Unmittelbar nach dem Crash war Alonso laut McLaren bei Bewusstsein. Nach einer Untersuchung im Medical Center wurde der 33-Jährige per Helikopter in die Klinik geflogen und per Computertomografie durchgecheckt. Inzwischen befindet sich Alonso wieder auf dem Wege der Besserung und habe bereits mit Familie und Freunden gesprochen, erklärte McLaren. Bei dem 33-Jährigen wären im Krankenhaus die üblichen Untersuchungen wie eine Computertomografie vorgenommen worden.

Rätselraten um die Ursache 
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Um sich von den Untersuchungen und der entsprechenden Medikation zu erholen, verbleibt Alonso vorerst in der Klinik. Ob der Spanier bei den nächsten Testfahrten am Donnerstag, erneut auf dem Circuit de Catalunya, am Start sein wird, ließ McLaren zunächst offen.

Boullier: "Harte Woche für das gesamte Team"

Drei Wochen vor dem Saisonauftakt im australischen Melbourne am 15. März steckt das Team in Schwierigkeiten. Der Crash kostete den Rennstall einen halben Testtag, Ex-Weltmeister Jenson Button konnte am Nachmittag nicht wie geplant ins Cockpit steigen. Das Auto war zwar nicht schwerer beschädigt, aber eben doch schwer genug.

Wegen Problemen mit einer Dichtung am Energierückgewinnungssystem hat McLaren in den vier Tagen von Barcelona ganze 124 Testrunden zustande gebracht. "Es war eine harte Woche für das gesamte Team", sagte Boullier. Einen hat es dabei besonders schwer erwischt.

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