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Amnesty kritisiert Europaspiele-Ausrichter Aserbaidschan

04.03.2015, 18:11 Uhr | dpa

Sport: Amnesty kritisiert Europaspiele-Ausrichter Aserbaidschan. In Aserbaidschans Hauptstadt Baku finden die ersten Europaspiele statt.

In Aserbaidschans Hauptstadt Baku finden die ersten Europaspiele statt. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - 100 Tage vor dem Beginn der ersten Europaspiele in Baku hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ihre Kritik am Ausrichter Aserbaidschan erneuert.

Es gebe "zahlreiche Fälle von Aktivisten, Journalistinnen und Oppositionellen, die bedroht, brutal geschlagen und aufgrund konstruierter Anschuldigungen inhaftiert wurden", schreibt Amnesty in einem am 4. März veröffentlichten Bericht.

Es seien weiterhin 22 politische Gefangene in Haft, unter ihnen die international renommierte Menschenrechtsverteidigerin Leyla Yunus und die Journalistin Khadija Ismayilova. "Die aserbaidschanische Regierung versucht mit viel Glanz und Glamour ihr Image aufzupolieren und so ausländische Unternehmen anzulocken", sagte Marie Lucas von Amnesty International in Deutschland. "Die Europaspiele sind nach dem Eurovision Song Contest 2012 der nächste Baustein dieser Strategie."

"Selbst in dringenden Fällen werden Inhaftierte oft nicht medizinisch versorgt", heißt es in einem Bericht. Die Regierung in Baku gehe häufig sogar gegen Rechtsanwälte vor, die Kritiker vor Gericht vertreten. "Gäbe es Medaillen für die Anzahl inhaftierter Regierungskritiker, wäre der aserbaidschanischen Regierung ein Platz auf dem Siegerpodest sicher", sagte Amnesty-Expertin Lucas.

Die Organisatoren der Europaspiele, die vom 12. bis 28. Juni in Aserbaidschan stattfinden, hatten sich zuversichtlich über die Einhaltung von Menschen- und Presserechten gezeigt. "Wir haben jede Versicherung der höchsten Behörden in Aserbaidschan, dass die Prinzipien der olympischen Charta während der Europaspiele geschützt werden", erklärte Patrick Hickey, Präsident der Vereinigung aller Nationalen Olympischen Komitees Europas (EOC).

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte sich unter anderem Ende Januar bei der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch über die Lage in Aserbaidschan informiert. "Uns besorgen Angriffe auf Presse- und Meinungsfreiheit", bekräftigte DOSB-Vorstandschef Michael Vesper am Mittwoch. "Wir werden auch den Aufenthalt in Baku dazu nutzen, um Gespräche mit den Leuten dort vor Ort zu führen." Es sei allerdings der Eindruck vermittelt worden, dass "die Sicherheitslage dort in Baku gegeben ist", erklärte Vesper weiter.

Im Januar hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev zur Einhaltung der Menschenrechte ermahnt. Dieser wies die Vorwürfe zurück.

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