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DOSB: Leistungssport-Chefs wollen Trendwende bis Olympia 2024

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Sportpolitik  

Leistungssport-Chefs des DOSB wollen Trendwende

09.03.2015, 13:26 Uhr | dpa

DOSB: Leistungssport-Chefs wollen Trendwende bis Olympia 2024. Dirk Schimmelpfennig ist der Vorstand Leistungssport beim DOSB.

Dirk Schimmelpfennig ist der Vorstand Leistungssport beim DOSB. Foto: Jochen Luebke. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die neuen Führungsfiguren beim Deutschen Olympischen Sportbund wollen bis zu den möglichen Sommerspielen in Deutschland den Spitzensport auf absolutes Topniveau heben.

"Die Trendwende ist ausgerichtet auf Olympische und Paralympische Spiele 2024 in Deutschland", sagte Dirk Schimmelpfennig als Vorstand Leistungssport beim DOSB in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Für 2024 machen sich derzeit Berlin und Hamburg Hoffnungen, die Olympischen Spiele auszurichten. Vizepräsident Ole Bischof erklärte: "Wir wollen in Rio 2016 und Pyeongchang 2018 gut sein, und wir wollen in Tokio 2020 und bei den Winterspielen 2022 richtig gut sein. Dies sind Zwischenstationen." Die Medaillenzahl werde immer weniger. "International ist die Konkurrenz schärfer geworden, da ist es begründbar, dass die Anzahl zurückgeht. Aber wir wollen auch nicht, dass unser Anteil zurückfällt", sagte der Judo-Olympiasieger von Peking 2008.

Für den früheren Tischtennis-Leistungssportchef Schimmelpfennig hat der Spitzensport gute Konzepte, aber ein Problem in der Umsetzung. "Entweder nutzen wir die Rahmenbedingungen nicht ausreichend, oder wir müssen sie verändern. Die Rahmenbedingungen von Athleten und Trainern müssen viel stärker in den Fokus unserer Überlegungen rücken", forderte er. "Es muss uns gelingen, eine sportliche Laufbahn mit einer Perspektive über den Leistungssport hinaus möglich zu machen." Bischof verwies darauf, dass sie Athleten beobachten würden, die auf dem Sprung in die Weltklasse seien, davor aber zurückschrecken und in den Beruf einsteigen.

Die Olympia-Mannschaft war zuletzt bei den Winterspielen in Sotschi unter den Erwartungen geblieben: Deutschland landete in der Medaillenwertung am Ende auf Platz sechs, statt der angepeilten 30 Mal Edelmetall hatte es nur 19 gegeben. 2012 in London hatte das Team mit 44 Mal Medaillen zwar den seit 1992 in Barcelona anhaltenden Negativtrend gestoppt, es gab aber eine hitzige Debatte um die internen Zielvorgaben.

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