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Jules Bianchi weiter im Koma: kleine Anzeichen der Besserung

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"Man muss viel Geduld haben"  

Kleine Anzeichen der Besserung bei Bianchi

10.03.2015, 15:24 Uhr | dpa, sid

Jules Bianchi weiter im Koma: kleine Anzeichen der Besserung. Jules Bianchi liegt nach Angaben seines Vaters noch immer im Koma. (Quelle: imago/HochZwei)

Jules Bianchi liegt nach Angaben seines Vaters noch immer im Koma. (Quelle: HochZwei/imago)

Der beim Großen Preis von Japan im Oktober 2014 schwer verunglückte französische Formel-1-Pilot Jules Bianchi liegt weiterhin im Koma. Kleine Anzeichen der Besserung geben der Familie jedoch Anlass zur Hoffnung. "Man muss viel Geduld haben. Es gibt kleine Fortschritte, doch solange er nicht erwacht, können wir nur warten", sagte Vater Philippe Bianchi der italienischen "Gazzetta dello Sport".

Der 25-Jährige Jules Bianchi war in Suzuka mit seinem Wagen gegen einen Bergungskran gekracht und hatte sich weitreichende Verletzungen im Gehirn zugezogen.

Die Situation für ihn und seine Ex-Frau sowie die beiden Geschwister Bianchis sei sehr schwer, erklärte Philippe Bianchi weiter. "Er gibt nicht auf und auch wir tun das nicht, wir versuchen so zäh wie er zu sein. Aber das ist sicherlich nicht leicht." Es sei "unmenschlich, nicht zu wissen, wie die Dinge ausgehen", erklärte er. "Es ist schwierig zu wissen, dass jeden Moment ein schrecklicher Anruf aus dem Krankenhaus kommen kann. Aber wir müssen stark sein für Jules."

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"Er könnte aufwachen oder das niemals tun"

Nach seinem Unfall wurde Bianchi im Krankenhaus in Japan notoperiert, knapp sieben Wochen später wurde er nach Frankreich geflogen und wird nun in seiner Heimatstadt Nizza behandelt. Prognosen seien schwierig, erklärte Bianchi. "Die Ärzte äußern sich nicht, so lange er in diesem Zustand ist, können sie nichts sagen", betonte er. "Er könnte aufwachen oder das niemals tun, aber sicherlich kämpft Jules."

Zum Jahreswechsel hieß es, Bianchi befinde nicht mehr auf der Intensivstation des Krankenhauses, sondern im Rehabilitationszentrum. Er sei nicht bei Bewusstsein, atme aber ohne Hilfe. Philippe Bianchi will die Hoffnung auf ein gutes Ende nicht aufgeben. "Ich denke, dass er aufwacht, er ist nicht so lange Zeit bei uns geblieben für nichts", sagte er.

"The show must go on - so ist das Leben"

Einige Formel-1-Piloten wie etwa Fernando Alonso oder Felipe Massa nähmen weiter sehr großen Anteil an dem Schicksal seines Sohnes, sagte Bianchi. "Der Rest, wie soll man das sagen? The show must go on, das muss man akzeptieren. So ist das Leben."

Untersuchungen hatten ergeben, dass der Unfall eine Verkettung unglücklicher Umstände war. Bianchi erklärte, er habe einen Anwalt damit beauftragt, die Geschehnisse zu bewerten. "Wir wissen noch nicht, welchen Weg wir nehmen werden, aber sicherlich war das keine normale Rennsituation", erklärte er. "Wenn es jemanden gibt, der die Verantwortung für das trägt, muss er ohne Frage dafür bezahlen."

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