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Sportpolitik: NOlympia in Berlin stärker als in Hamburg

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Sportpolitik  

NOlympia in Berlin stärker als in Hamburg

11.03.2015, 07:57 Uhr | dpa

Sportpolitik: NOlympia in Berlin stärker als in Hamburg. Ein Schild, dass eigentlich Werbung für die Spiele in Berlin machen sollte, wurde um den handgeschriebenen Zusatz "Nicht!" ergänzt.

Ein Schild, dass eigentlich Werbung für die Spiele in Berlin machen sollte, wurde um den handgeschriebenen Zusatz "Nicht!" ergänzt. Foto: Soeren Stache. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - In Berlin werben die Olympia-Gegner seit Wochenbeginn mit großflächigen Plakaten in der ganzen Stadt für ihre Positionen, in Hamburg ist vom Gegenwind für die Olympia-Ambitionen noch nicht viel zu spüren.

"Wir glauben, das sich das nach dem 16. März ändern wird, wenn Hamburg nominiert wird", sagte (N)Olympia Blogger Dirk Seifert aus der Hansestadt.

Am 16. März gibt das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) seine Empfehlung ab, ob Hamburg oder Berlin ins Rennen um die Austragung der Sommerspiele 2024 oder 2028 geschickt wird. Am 21. März legt sich die DOSB-Mitgliederversammlung endgültig auf den deutschen Bewerber fest. Die vom DOSB in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage hatte eine Zustimmung von 64 Prozent der Hamburger und 55 Prozent der Berliner ergeben und damit noch keine Vorentscheidung über die deutsche Ausrichterstadt gebracht.

"Für uns wäre es ein mittelmäßiger Erfolg, wenn sich der DOSB auf Hamburg festlegt", sagte die Berliner NOlympia-Aktivistin Judith Demba der Deutschen Presse-Agentur. Schon Anfang der 90er Jahre gehörte sie zu den bekanntesten Olympia-Gegnern bei der Bewerbung der Hauptstadt für 2000.

Schon zwei Tage nach der DOSB-Entscheidung haben sich die beiden Bündnisse NOlympia und Olympia verhindern! verabredet, um die weitere Strategie des Kampfes gegen Olympische Spiele festzulegen. "Natürlich hoffen wir, dass wir dann sofort NOlympia in Hamburg unterstützen könnten", meinte Demba mit einem Schmunzeln. "Wir werden in Berlin weitere Aktionen ins Leben rufen und vor allem mit den Bürgern auf der Straße sprechen."

Während Berliner Medien jede Woche über neue Aktionen der Olympia-Gegner berichten, scheint es in Hamburg übertrieben, derzeit von einer Nolympia-Bewegung zu sprechen. "Für viele ist das Thema enorm weit weg", räumt der (N)Olympia-Blogger Seifert ein, "noch". Seit knapp einem Jahr bloggt er gegen Spiele in der Hansestadt. Wobei die Klammer um das "N" bewusst gesetzt ist und vielleicht erst wegfallen könnte, falls sich der DOSB tatsächlich für die Hansestadt entscheidet. "Wir haben große Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Olympia. Wir wollen aber erstmal diskutieren, zum Beispiel wie man etwa steigende Mieten im Zuge Olympischer Spiele verhindern könnte", erklärte Seifert.

Der DOSB hat sich in Berlin bereits mehrfach mit den Olympia-Gegnern getroffen, ein Dialog entstand dabei aber bisher nicht. "Wir setzen uns mit ihren Argumenten auseinander. Natürlich ist es die Aufgabe, wenn die Stadt ausgewählt ist, weiter zu sprechen", sagte DOSB-Vorstandschef Michael Vesper. "Wir wollen den Dialog, wir wollen mit ihnen sprechen und uns konstruktiv auseinandersetzen. Und ich habe auch den Eindruck, es geht auch."

Im Berliner Abgeordnetenhaus ist wie in der Hamburger Bürgerschaft mit der Linken nur eine Oppositionspartei offen gegen die Spiele. Berliner Grüne und Piraten sehen sowohl Vor- und Nachteile, positionieren sich aber nicht eindeutig. In Hamburg verhandeln die Grünen gerade mit der SPD von Bürgermeister Olaf Scholz über eine Regierungsbeteiligung und fällten zu Olympia einen "Ja, aber"-Beschluss.

Hauptargumente der Olympia-Opposition in beiden Städten sind die aus ihrer Sicht völlig ungeklärten Kosten in Milliarden-Höhe. Der Bau von Kitas, bezahlbaren Wohnungen oder Anlagen für den Breitensport hätten Vorrang, forderten linke Gruppen und Umweltorganisationen bei der Gründung des Berliner Bündnisses NOlympia am 31. Juli 2014. Die Hauptstadt brauche "nicht noch mehr Prestigeprojekte" und "keine Neuverschuldung für Olympia".

Egal, für welche Stadt sich der DOSB entscheidet - in jedem Fall muss für eine Olympia-Bewerbung eine Zustimmung von 50 Prozent der Bürger in der auserwählten Stadt beim Referendum im September erreicht werden.

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