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Nullnummer gegen Köln: Borussia Dortmund geht die Offensivpower aus

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Borussia Dortmund geht die Offensivpower aus

15.03.2015, 09:41 Uhr | t-online.de

Nullnummer gegen Köln: Borussia Dortmund geht die Offensivpower aus. Frust bei Pierre-Emerick Aubameyang: Gegen Köln wollte der Ball nur mit der Hand über die Linie. (Quelle: Reuters)

Frust bei Pierre-Emerick Aubameyang: Gegen Köln wollte der Ball nur mit der Hand über die Linie. (Quelle: Reuters)

Aus Dortmund berichtet Patrick Brandenburg

In der 71. Minute hatte Pierre-Emerick Aubameyang genug vom Spuk. Nach all dem vergeblichen und meist harmlosen Anrennen, bugsierte Borussia Dortmunds Stürmer den Ball frustriert über die Linie des Kölner Tores. Dass er dazu allzu klar und deutlich seine Hand benutzte, war dem Gabuner egal. Auch die folgende Gelbe Karte. Das Spielgerät musste einfach mal ins Tor. Als Zeichen. Vielleicht würde das den Bann der harmlosen BVB-Offensive brechen. Doch bei der Nullnummer gegen den 1. FC Köln, dem zweiten Dortmunder Torlosspiel in Folge, würden diesmal weder ein Handspiel helfen noch Masken von Superhelden. Denn ausgerechnet vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Juventus Turin ist den Westfalen die Offensiv-Power abhanden gekommen.

"Die ganz hellen Momente waren heute nicht dabei", gab sogar BVB-Trainer Jürgen Klopp nach der Partie freimütig zu. Das Remis lässt Dortmund etwas fragend zurück: Ist es nun ein Fortschritt für die einst anfälligen Westfalen, in der Rückrunde schon zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal insgesamt ohne Gegentreffer geblieben zu sein? Oder ist es ein Rückschritt, weil der abgestürzte Vizemeister wie vor einer Woche in Hamburg kaum noch eigene Chancen produzieren konnte. Immerhin hat der etwas lethargisch wirkende BVB in diesen beiden Spielen die Riesenmöglichkeit verpasst, zum ersten Mal seit dem 5. Spieltag wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz zu springen und sogar die Europa-League-Plätze ins Visier zu nehmen.

Weidenfeller zeigt bestes Spiel seit Monaten

Angesichts der frühen Großchancen der Gäste durch Deyverson (2. Minute) und Anthony Ujah (5.) konnte ohnehin auch in der Defensive nur ein einziger BVB-Spieler ein Erfolgserlebnis für sich reklamieren: Roman Weidenfeller "Er hat zwei Mal für uns gerettet", wusste auch Klopp, bei wem er sich für den Punkt bedanken durfte. Der BVB-Torwart zeigte sein bestes Spiel seit Monaten.

Bei der dritten Möglichkeit, wieder durch Deyverson (51.), hatte er das Glück des Tüchtigen, dass der Brasilianer aus bester Lage über den Kasten drosch. Immerhin konnte der BVB es als positiven Trend verbuchen, gegen die geduldig auf Fehler wartenden und clever konternden Kölner nicht erneut verloren zu haben. In der Hinrunde hätte solch ein Spiel mit ziemlicher Sicherheit im Dortmunder Debakel geendet.

BVB taucht ab

Andererseits wirkte der BVB in seinen eigenen Bemühungen wie schon vor einer Woche beim HSV überaus fahrig. Nach ordentlichem Beginn mit einer halben Chance durch den schwachen Marco Reus (1.) und einem sehenswerten Kopfball von Kapitän Mats Hummels (4.) tauchten die Dortmunder ab und waren bis zur Schlussoffensive kaum mehr zu sehen. Erst die Einwechslungen von Kevin Kampl und Jakub Blaszczykowski für den mäßig agilen Shinji Kagawa und den angeschlagenen Henrich Mchitarjan sorgten noch einmal für Schwung.

Doch um den starken Kölner Keeper Timo Horn zu bezwingen, reichte es nicht. Der 21-Jährige lenkte einen Reus-Schuss geschickt um den Pfosten (67.) und hatte bei Hummels‘ zweitem tollen Kopfball (79.) Glück. "Da waren wir etwas konsequenter, hatten aber auch schon mehr Kilometer auf dem Tacho", analysierte Klopp. "Es hat uns die Leichtigkeit gefehlt."

"Wir müssen wieder mehr Willen zeigen"

Und möglicherweise auch ein wenig die richtige Einstellung, was schon an der Körpersprache zu erkennen war. Keeper Weidenfeller fehlte der hundertprozentige Einsatz seiner Vorderleute: "In den entscheidenden Momenten waren wir nicht genug da. Um das Tor zu machen, muss man sich auch mal richtig rein schmeißen." Reus stieß in das gleich Horn. "Wir müssen wieder mehr Willen zeigen." Es scheint nicht völlig abwegig, dass sich der BVB die Gier für die große Bühne in vier Tagen aufgespart hat.

Daraus bezieht implizit auch Trainer Klopp seine Zuversicht für die kommende, schwere Aufgabe. Warum er Hoffnung für das Juve-Spiel habe? "Weil ich weiß, das wir es können. Ganz einfach." Gegen die Italiener, die mit einem 2:1-Vorsprung ins Rückspiel nach Dortmund kommen, wird der BVB deutlich mehr aufzubieten haben als gegen die Kölner, die mit ihrer siebten Nullnummer der Saison immer noch die viertbeste Auswärtsmannschaft der Liga stellen.

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