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Olympia 2024: Reaktionen zur Empfehlung des DOSB-Präsidiums

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Sportpolitik  

Reaktionen zur Olympia-Empfehlung des DOSB-Präsidiums

16.03.2015, 20:28 Uhr | dpa

Olympia 2024: Reaktionen zur Empfehlung des DOSB-Präsidiums. DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Foto: Christoph Schmidt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Deutsche Presse-Agentur hat die Reaktionen auf Hamburg als Olympia-Bewerberstadt zusammengestellt.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes: "Diese Olympia-Bewerbung ist ein Projekt von ganz Deutschland. Packen wir's an."

Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV: "Die gemeinsame, großartige Anstrengung aller Hamburger ist belohnt worden. Wir freuen uns, an Hamburg glauben zu dürfen."

Eric Johannesen, Ruder-Olympiasieger: "Das ist genial. Für einen Sportler ist es das Größte überhaupt."

Michael Stich, Wimbledon-Sieger: "Ich freue mich, ich glaube, wir haben ein gutes, ganzheitliches Konzept."

Katja Suding, Hamburgs FDP-Vorsitzende: "Ich freue mich riesig. (...) Klar ist aber auch, dass die Entscheidung des DOSB nur eine erste Etappe auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Bewerbung ist. Für die nächste Etappe, die geplante Volksbefragung, muss der Senat endlich die von einer breiten Mehrheit der Bürgerschaft geforderte, aber längst überfällige Machbarkeitsstudie vorlegen."

Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins: "Wunderbar! Die Begeisterung hat gewonnen: Schleswig-Holstein freut sich genauso wie Hamburg über die Bestätigung der Hansestadt als Deutschlands Bewerberstadt der paralympischen und olympischen Sommerspiele 2024. Wir werden Hamburg unterstützen, wo wir können. Schleswig-Holstein und die gesamte Metropolregion würden von olympischen Sommerspielen in Hamburg profitieren."

Reinhard Meyer (SPD), Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister: "Ein echter Gewinn für den gesamten Norden - und das nicht nur in sportlicher Hinsicht mit den beiden Handball-Hochburgen Flensburg und Kiel oder den Segler-Städten Lübeck und Kiel."

Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin: "Eine Entscheidung nach innen. Sie spiegelt die Kapitulation vor Ängsten in der Bevölkerung wider bezüglich der Fehlentwicklung im internationalen Sport. Wir hätten uns gewünscht, dass der deutsche Sport solchen Fehlentwicklungen offensiver und entschlossener entgegengetreten wäre. Dann wäre auch die Volksbefragung keine Hürde gewesen."

Fabian Lustenberger, Kapitän des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC: "Das ist sehr, sehr schade für Berlin! Ich kann die Entscheidung eigentlich nicht nachvollziehen. Nichts gegen Hamburg, aber aus meiner Sicht hätte nur die deutsche Hauptstadt weltweit eine Chance gehabt, das Rennen um die Olympischen Spiele für Deutschland zu entscheiden."

John Brooks, Abwehrspieler von Hertha BSC und US-amerikanischer Fußball-Nationalspieler: "Damit habe ich nicht gerechnet. Ich war sicher, dass Berlin den Zuschlag bekommt. Gerade weltweit hat die deutsche Hauptstadt doch eine ungeheure Strahlkraft!"

Frank Steffel, CDU-Bundestagsabgeordneter und Obmann im Sportausschuss: "Ich respektiere die Entscheidung des DOSB. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, Berlin ist und bleibt weiterhin der Ort für hochkarätige, internationale Sportveranstaltungen. Ich fordere den Berliner Senat auf, den Schwung für den Sport in Berlin jetzt zu nutzen und wie im Konzept geplant in den Breiten- und Vereinssport zu investieren. Der deutschen Bewerbung mit der Stadt Hamburg wünsche ich viel Erfolg."

Olaf Scholz (SPD), Bürgermeister von Hamburg: "Wir empfinden das als eine sehr, sehr große Ehre. Wir glauben, dass es für Hamburg und für Deutschland und für alle, die am Sport begeistert sind und vom Sport begeistert sind, eine große Sache werden wird."

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin: "Mit Berlin als weltweit beliebte und weltoffene Metropole hätte eine deutsche Bewerbung für die Spiele in 2024 oder 2028 international hervorragende Aussichten gehabt. Ich danke Hamburg für den spannenden, fairen und sportlichen innerdeutschen Wettbewerb."

Frank Henkel (CDU), Innen- und Sportsenator von Berlin: "Es ist schade, dass es nicht geklappt hat. Leider ist es nicht gelungen, mit den vielen Stärken Berlins den Umfragerückstand gegenüber Hamburg auszugleichen. Wir wussten, dass das für den DOSB ein entscheidendes Kriterium gewesen ist. Dennoch haben wir in den letzten Wochen aufgeholt und es dem deutschen Sport auf den letzten Metern noch einmal sehr schwer gemacht. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man für harte Arbeit nicht belohnt wird. Aber es war ein Wettbewerb, und den nehmen wir sportlich."

Robert Bartko, Vizepräsident Leistungssport des LSB Berlin und zweimaliger Olympiasieger im Bahnradsport: "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Ich bin ein bisschen platt. Es ist wie im Leistungssport: Wenn man gut vorbereitet ist, tut eine Niederlage sehr weh. Man muss die Entscheidung akzeptieren."

Wladimir Klitschko, Boxweltmeister: "Großartige Nachrichten haben mich in meinem Camp erreicht. Hamburg wird ins Rennen um Olympia 2024 geschickt. Eine absolut richtige Entscheidung."

Michael Vesper (DOSB-Vorstandsvorsitzender): "Das ist eine gute Entscheidung, dass Hamburg die Fahne der Bewerbung trägt. Berlin wäre auch eine sehr gute Wahl gewesen. Aber in der Abwägung mussten wir uns für eine Stadt entscheiden und man hat sich für die Stadt entschieden, die dem Agendaprozess sehr nahe ist."

Siegfried Kaidel (Sprecher der Spitzensportverbände): "Es wird immer nur über Boston gesprochen, aber dort ist die Meinung auch etwas verändert. Wenn Deutschland sich für Olympia bewirbt, ist die Stadt erstmal zweitrangig. Hamburg ist ein Tor zur Welt, es leben über 180 Nationalitäten dort."

Michael Ilgner (Chef der Stiftung Deutsche Sporthilfe): "Das ist eine gute Entscheidung. Das Präsidium hat es sich nicht leicht gemacht. Den Eindruck, den ich aus der Expertenrunde heute mitgenommen habe, ist, dass dies die beste Entscheidung ist."

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