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Sportpolitik - Dreikampf ums Segelrevier: Kiel, Rostock oder Lübeck?

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Sportpolitik  

Dreikampf ums Segelrevier: Kiel, Rostock oder Lübeck?

17.03.2015, 14:45 Uhr | dpa

Sportpolitik - Dreikampf ums Segelrevier: Kiel, Rostock oder Lübeck?. Deutschlands zweimaliger Segler des Jahres, Philipp Buhl, spricht sich für Kiel aus.

Deutschlands zweimaliger Segler des Jahres, Philipp Buhl, spricht sich für Kiel aus. Foto: Carsten Rehder. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Hamburg sucht das Segelrevier für mögliche Olympische Spiele 2024 in der Hansestadt. Die Frage heißt: Kiel, Rostock-Warnemünde oder Lübeck-Travemünde? Favorit ist Schleswig-Holsteins segelbegeisterte Landeshauptstadt Kiel.

Die selbst ernannte "Sailing City" hat bereits zwei olympische Regatten ausgetragen. 1936 war Kiel Außenrevier Berlins, 1972 Münchens Partner. Außerdem richtet die Stadt mit der Kieler Woche jährlich die weltgrößte Regatta aus. Das gewichtigste Argument der Fördestadt aber ist der im Olympia-Zentrum in Schilksee beheimatete Bundesstützpunkt der Segel-Nationalmannschaft.

"Jetzt ist Kiel umso mehr Feuer und Flamme, die olympischen Segelwettbewerbe an die Förde zu holen. Die Stimmung ist bei den Kielerinnen und Kielern längst olympiareif", verkündete Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Unterstützung bekommt er von Deutschlands zweimaligem Segler des Jahres, dem Laser-WM-Vierten Philipp Buhl: "Der Bundesleistungsstützpunkt ist in Kiel aufgebaut worden und sollte dort weiterentwickelt werden. Das Kieler Revier hat oft genug Weltklasse bewiesen."

Leicht machen die Rivalen Rostock und Lübeck dem Favoriten Kiel das Rennen nicht. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling stellte klar: "Wir wollen und wir können Olympia." Nicht wenige Segler sehen das auch so. "Rostock-Warnemünde hat schon deshalb einen großen Vorteil, weil es die besten Attribute beider Rivalen in sich vereint: den Leistungssport-Ansatz Kiels und den Charme von Lübeck-Travemünde", sagte Alexander Schlonski, WM-Vierter im Starboot 2009. Rostock verfügt über ein offenes Seerevier, das bei vielen Seglern als das schönste der Republik gilt. 

Für den Standort Lübeck spricht sich Laser-Ass Simon Grotelüschen aus. "Der enge Kontakt zum Land und zu den Stränden ist für die Fans ein großes Plus. Das Revier ist eine Perle und hat zu Hamburg die kürzeste Anbindung", argumentierte der Olympia-Sechste. Wie Kiel verfügen auch die Konkurrenten mit der Travemünder Woche und der Warnemünder Woche viel Erfahrung in Sachen Segelevents.

Deutschlands Segel-Guru Jochen Schümann schwankt: "Warnemünde ist besser zum Segeln, aber bei Olympischen Spielen geht es um mehr als nur um den puren Sport. Kiel ist dichter, hat schon zwei olympische Regatten ausgerichtet und einen Olympia-Hafen. Ich denke, die Entscheidung wird wohl zwischen Kiel und Rostock fallen", sagte der dreimalige Olympiasieger.

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