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Formel 1: Van der Garde legt nach Entscheidung gegen Sauber nach

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Entschädigung "bizarr"  

Van der Garde: Hätte Sauber zerstören können

18.03.2015, 19:05 Uhr | dpa, t-online.de

Formel 1: Van der Garde legt nach Entscheidung gegen Sauber nach. Unsichere Zukunft: Giedo van der Garde äußert sich zu seiner Trennung vom Sauber-Team. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Unsichere Zukunft: Giedo van der Garde äußert sich zu seiner Trennung vom Sauber-Team. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Nach dem Ende des Streits um einen Formel-1-Stammplatz beim Sauber-Team erhält Rennfahrer Giedo van der Garde Millionen fürs Nichstun. "Saubers finanzielle Entscheidung in diesem Fall ist bizarr und ergibt für mich keinen Sinn", schrieb der Niederländer auf seiner Facebook-Seite. Der 29 Jahre alte Rennfahrer hatte kurz vor dem Saisonauftakt in der Vorwoche ein Cockpit beim Schweizer Rennstall eingeklagt. Nun zahlt ihm das finanziell ohnehin angeschlagene Team angeblich rund 15 Millionen Euro für eine Vertragsauflösung.

"Sauber hat mir eine erhebliche Abfindung gezahlt, um zu vermeiden, dass sie den mit mir geschlossenen Vertrag erfüllen müssen", sagte der Niederländer. In Australien hatte er kurzfristig eingelenkt und verzichtete auf einen Rechtsstreit. Seine Entscheidung begründete er damit, dem Rennstall und besonders seinen Teamkameraden nicht schaden zu wollen.

"Ich hätte auf meinen Vertrag beharren können, aber die Teamchefin hat eine Entscheidung gegen mich getroffen, dass sie nicht mit mir arbeiten würde und dies wurde in schmerzhafter Weise in Melbourne offensichtlich. Dagegen weiter anzukämpfen, hätte das Team möglicherweise zerstört", wird van der Garde bei "auto-motor-sport.de" zitiert.

Zumindest hätte er mit seinem Handeln den Saisonauftakt für Sauber in Melbourne ruiniert. "Weil die Autos vom Gericht beschlagnahmt worden wären. Wahrscheinlich wäre der Teamdirektor noch in Haft genommen worden. Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich damit nicht leben möchte", erklärte der Rennfahrer, der seine Zukunft nun eventuell in der DTM sieht.

Teamchefin "war unerbittlich"

Der frühere Sauber-Ersatzpilot hatte für 2015 einen Vertrag als Stammfahrer bekommen. Dann aber meldete das Team den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson als Piloten, weil diese offenbar mehr Sponsorengelder mitbrachten und so das Überleben des Rennstalls sicherten. "Mein Traum wurde mir genommen und meine Zukunft in der Formel 1 ist wahrscheinlich vorbei", stellte van der Garde fest.

Vor allem das Verhältnis zu Teamchefin Monisha Kaltenborn schien zerrüttet. "Sie war ungeachtet meiner Rechte unerbittlich darin, mich nicht fahren zu lassen. Trotz Gerichtsbeschlüssen, trotz meiner Fähigkeiten. Das werde ich niemals verstehen", sagte er.

Sauber: "Er stellt sich gerne als Sieger dar"

Der Rennstall äußerte sich inzwischen zur der Einigung mit van der Garde. "Wir haben uns zugegebenermaßen ziemlich darüber gewundert. Wir kennen die Intention von Giedo nicht", teilte Sauber via Facebook mit: "Auch wenn er sich gerne als Sieger darstellen möchte, wir hatten eigentlich gehofft, mit der erzielten Einigung zur Ruhe kommen zu können. Das hat Giedo für sich anders entschieden - die Gründe dafür können wir nur schwer nachvollziehen. Für uns ist diese Geschichte abgeschlossen."

Riskantes Spiel zeigt Ernst der Lage

Van der Garde war vor Gericht gezogen, auch weil sein Schwiegervater für die Einsätze als Testpilot in der Vorsaison angeblich 13 Millionen Euro an Sauber gezahlt hatte. Mit seinem Erfolg beim Gericht in Melbourne brachte der Niederländer das Team schwer in die Bredouille. Hätte sich Sauber von Nasr oder Ericsson trennen müssen, wären dem Rennstall wohl rund 20 Millionen Euro an Sponsoren-Einnahmen verloren gegangen. Das hätte das Aus für das einst so solide Team bedeuten können.

Das riskante Spiel von Teamchefin Kaltenborn zeigt einmal mehr, wie ernst die Lage am hinteren Ende des Formel-1-Feldes ist. Ohne die Mitgift von ihren Fahrern sind die kleinen Privatteams kaum noch lebensfähig. Bei der Jagd nach frischem Geld für den teuren Rennbetrieb nahm offenbar selbst Juristin Kaltenborn keine Rücksicht auf gültige Verträge.

Woher nimmt Sauber das Geld?

Die Frage ist nur: Woher nimmt Sauber überhaupt das Geld für das teure Ende des Vertragszoffs? "Zu Details der Abmachung können wir uns aus Gründen der Vertraulichkeit nicht äußern", ließ ein Team-Sprecher wissen - und öffnet damit erst recht den Raum für Spekulationen. Sogar eine eigentlich verbotene Nothilfe von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gilt als nicht völlig ausgeschlossen. Schließlich kann dem Chefvermarkter mitten in der Krise der Rennserie kaum am Verlust eines weiteren Teams gelegen sein.

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