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Spielbericht  

Spätes Tor der Hertha schockt den HSV

20.03.2015, 22:26 Uhr | sid, t-online.de

Spätes Tor der Hertha schockt den HSV. HSV-Star Rafael van der Vaart (li.) beim Kopfballduell mit Berlins Fabian Lustenberger. (Quelle: dpa)

HSV-Star Rafael van der Vaart (li.) beim Kopfballduell mit Berlins Fabian Lustenberger. (Quelle: dpa)

Der Hamburger SV hat im Kampf um den Klassenerhalt den nächsten Rückschlag erlitten. Der Bundesliga-Dino unterlag Hertha BSC im heimischen Stadion mit 0:1 (0:0). Den spielentscheidenden Treffer erzielte Sebastian Langkamp in der 84. Minute.

Nach nunmehr sechs Spielen ohne Sieg droht den Hanseaten am Samstag erstmals seit dem 13. Spieltag der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz.

Druck auf Zinnbauer steigt

Ob Trainer Joe Zinnbauer nach der Länderspiel-Pause noch Trainer des HSV ist, darf angesichts des ernüchternden Auftritts gegen den Hauptstadtklub bezweifelt werden. Die Berliner, die inzwischen seit vier Spielen ungeschlagen sind, vergrößerten ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz dagegen auf sechs Punkte. Die Gelb-Rote Karte von Innenverteidiger Cleber Reis wegen wiederholten Foulspiels (81.) passte ins Bild.

HSV beginnt engagiert

Im "Sechs-Punkte-Spiel" (O-Ton Zinnbauer) um den Klassenerhalt überraschte der HSV-Coach mit seiner Aufstellung. Während er den zuletzt auf der Bank schmorenden Kapitän Rafael van der Vaart nach vier Spielen wieder in die Startelf beorderte, ließ er den Ex-Berliner Pierre-Michel Lasogga zunächst überraschend draußen und agierte wie zuletzt mit Ivica Olic als einziger Spitze.

Doch auch ohne zusätzliche Offensivkraft legten die Gastgeber furios los und kamen schnell zu vielversprechenden Möglichkeiten. Erst spitzelte Hertha-Keeper Thomas Kraft einen abgefälschten Schuss des agilen Zoltan Stieber mit den Fingerspitzen noch gerade so über den Kasten und Verteidiger Cleber verfehlte das Ziel beim anschließenden Eckball freistehend per Kopf (6.). Dann zielten van der Vaart (15.) und Olic (19.) nicht genau genug.

Berlin übernimmt das Spiel mehr und mehr

Die Berliner ließen es dagegen deutlich ruhiger angehen. Nach verhaltenen ersten 20 Minuten, in denen sich die Gäste vor allem nach Standardsituationen anfällig präsentierten, wurde das Team von Trainer Pal Dardai immer sicherer. Berlin versuchte, mit schnellen Kontern selbst Nadelstiche zu setzen.

HSV-Schlussmann René Adler, der aufgrund der Rot-Sperre von Stammkeeper Jaroslav Drobny erstmals seit dem zweiten Spieltag von Beginn an das Hamburger Tor hütete, musste bis zum Halbzeitpfiff allerdings kein einziges Mal eingreifen.

Olic vertändelt gegen Kraft

Im zweiten Abschnitt passierte zunächst kaum etwas. Vom anfänglichen Elan der Gastgeber war nur noch wenig zu sehen und so übernahm Berlin zunehmend das Kommando und kam zu ersten Chancen. Zunächst verfehlte Valentin Stocker mit seinem Kopfball das Tor (61.), dann klärte Adler gegen Salomon Kalou (64.).

Die bis dahin beste Gelegenheit bot sich dann aber dem HSV: Olic tauchte plötzlich frei vor Kraft auf, ließ sich dann aber zu viel Zeit (69.). Langkamp machte dann nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt die Pleite des HSV mit einem druckvollen Kopfballtreffer perfekt.

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