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Sportpolitik - Olaf Scholz: "Hamburg hat jetzt einen großen Auftrag"

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Sportpolitik  

Olaf Scholz: "Hamburg hat jetzt einen großen Auftrag"

22.03.2015, 13:42 Uhr | dpa

Sportpolitik - Olaf Scholz: "Hamburg hat jetzt einen großen Auftrag". Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz freut sich auf die Aufgaben, die vor der Hansestadt liegen.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz freut sich auf die Aufgaben, die vor der Hansestadt liegen. Foto: Malte Christians. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Deutschland bewirbt sich mit Hamburg um Olympische Spiele 2024 oder 2028. Der gesamte deutsche Sport hat sich in der Frankfurter Paulskirche geschlossen hinter die Hansestadt gestellt.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erläutert in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur, was der endgültige Zuschlag für die Stadt bedeutet und was sie nun leisten will.

Die DOSB-Delegierten haben Hamburg eindeutig als Deutschlands Kandidaten für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ernannt. Was bedeutet das für die Hansestadt?

Olaf Scholz: Das ist eine wirklich besondere Entscheidung, weil sie einstimmig getroffen wurde. Die Entscheidung ist auch ein großer Vertrauensbeweis. Der deutsche Sport möchte 2024 Olympische Spiele in Deutschland ausrichten, und er möchte das am Austragungsort Hamburg tun. Die einstimmige Entscheidung des Sports ist eine Ermutigung für das im Herbst anstehende Referendum. Hamburg hat jetzt einen großen Auftrag, den wir erfüllen werden.

Ist es mehr Bürde oder Freude?

Scholz: Ich empfinde Freude und Respekt vor der Aufgabe. Aber gerade im Sport ist es ja so, dass man sich freiwillig vornimmt, sich anzustrengen. Das tun wir. Wir haben eine gute Bewerbung, die genau zu dem passt, was das IOC sich mit seiner Agenda 2020 vorgenommen hat.

Welchen Effekt wird der Zuschlag unmittelbar auf die Stadt und den Sport haben? Zwei weitere Jahre bis zur IOC-Entscheidung 2017 muss Hamburg ja vorerst weiter hoffen.

Scholz: Wenn eine Stadt sich für eine Sache begeistert, hat das immer eine ganze Reihe positiver Effekte. Im Fall unserer Olympiabewerbung steigern wir zum Beispiel international den Bekanntheitsgrad unserer Stadt. Grundvoraussetzung ist unser Optimismus, sich etwas zuzutrauen und für die Zukunft der Stadt, ihrer Bürgerinnen und Bürger gemeinsam etwas erreichen zu wollen.

Das ist nicht nur gut für Hamburg, das ist gut für unser Land insgesamt. Alles, was wir uns im Zusammenhang mit Olympia für Hamburg vornehmen, ist ohnehin gut für die Stadtentwicklung. Das betrifft den Ausbau der gesamten Infrastruktur oder die Pläne, die wir für den Osten Hamburgs haben und die Entwicklungsperspektive über die Elbe hinweg in den Süden. Konkret: In der "Olympic City" auf der Elbinsel sollen nicht nur die zentralen olympischen Sportstätten entstehen. Hier sollen die Athletinnen und Athleten auch wohnen. Hier entsteht ein neuer, moderner Stadtteil.

Wie kann es gelingen, die Begeisterung in Hamburg für Olympia bis zum Volksentscheid hoch zu halten?

Scholz: Angesichts der Zustimmung, die man heute schon in Hamburg spüren kann, glaube ich, dass es auch beim Referendum eine sehr große Zustimmung geben wird. Wir werden weiter über unsere Pläne für kompakte, bürgerfreundliche und umweltschonende Spiele informieren.

Und wie wollen Sie die Gegner einfangen?

Scholz: In einer Demokratie gehört es dazu, zu diskutieren, zu informieren, Fragen zu beantworten und auf Argumente einzugehen. Wir haben ein sehr kompaktes und nachhaltiges Konzept, das den deutschen Sport in beeindruckendem Maße überzeugt. Deshalb bin ich sicher, dass wir auch den einen oder anderen Skeptiker noch überzeugen können. Ich wünsche mir, dass die Zustimmung zu olympischen und paralympischen Spielen an Alster und Elbe noch zunimmt.

London hat 2012 mit dem anerkannten Sportler Sebastian Coe als Olympia-Botschafter den Spielen ein Gesicht gegeben. Wer könnte in Hamburg diese Rolle ausfüllen.

Scholz: Wir werden alles, was jetzt zu tun und zu entscheiden ist, gemeinsam mit dem Sport und der Bundesregierung angehen. Eins nach dem anderen.

Ein Wort zum künftigen Senat: Bisher hat Hamburg einen Innen- und Sportsenator. Wäre angesichts des Olympia-Projekts nicht ein reiner Sportsenator angemessen?

Scholz: Darum geht es jetzt nicht. In den Koalitionsverhandlungen sind wir noch bei den Sachthemen. Wir brauchen zunächst eine sehr gute und hochprofessionelle Olympia-Bewerbungsgesellschaft. Wir alle, Hamburg, der deutsche Sport, die Bundesregierung, haben das gemeinsame Ziel, dass die Bewerbungsgesellschaft gut läuft und mit besten Perspektiven in den internationalen Wettbewerb geht. Die Bewerbung um die Spiele im Jahr 2024 ist jetzt nicht mehr allein eine Angelegenheit Hamburgs. Die Aufgabe ist größer geworden. Und Hamburg hat starke Partner an der Seite.

Zur Person: Bürgermeister Olaf Scholz (56) ist im Februar 2015 zum zweiten Mal hintereinander mit der SPD als Gewinner aus der Bürgerschaftswahl hervorgegangen. Derzeit verhandelt er in Hamburg mit den Grünen über eine Koalition. Mit ihr will er dann die nächsten fünf Jahre die Stadt regieren.

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