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Formel 1 in der Krise: Bernie Ecclestone fordert die Revolution

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Formel 1 in der Krise  

Ecclestone fordert die Revolution

27.03.2015, 16:05 Uhr | t-online.de, sid

Formel 1 in der Krise: Bernie Ecclestone fordert die Revolution. Bernie Ecclestone muss der Krise in der Formel 1 ins Auge sehen. (Quelle: xpb)

Bernie Ecclestone muss der Krise in der Formel 1 ins Auge sehen. (Quelle: xpb)

Die Formel 1 ist für Bernie Ecclestone "ein altes Haus, das wir immer weiter reparieren" - und das trotzdem oder gerade deswegen kurz vor dem Einsturz steht. Die Königsklasse steckt in einer handfesten Krise, und der vermeintlich starke Mann an der Spitze glaubt immer noch, das Ruder noch herumreißen zu können: "Ich weiß wie es geht, aber ich kann nichts machen", sagte er zu "auto motor und Sport".

Das alte Haus immer weiter zu reparieren sei falsch. Ecclestone fordert revolutionäre Änderungen in der Königsklasse des Motorsports. Doch die Teams machen da nicht mit.

Mit Ideen gescheitert

Erst im Januar scheiterte der 84-Jährige mit einer radikalen Änderung. "Gleiche Punkte für das Training wie für das Rennen, und den Trainingsschnellsten dann von Platz zwölf starten lassen." Dann seien die Rennen interessanter. In der GP2 gibt es eine solche umgekehrte Startaufstellung. Action ist da vorprogrammiert, weil die Besten von hinten durch das Feld pflügen müssen.

Doch so wie früher, als Ecclestone mit ExFIA-Boss Max Mosley entschieden hat, nach welchen Regeln gespielt wird, funktioniert die Formel 1 es nicht mehr. Mittlerweile gibt es die sogenannte Strategiegruppe. Sechs Teams stimmen ab, was überhaupt diskutiert wird. "Sie stimmen aber nur dann zu, wenn es ihre eigenen Interessen nicht beschädigt", sagte Ecclestone. "Wir können von Mercedes jetzt nicht erwarten, dass sie sagen: 'Die aktuelle Motorregel ist Mist.'"

Neustart 2017?

Für 2017 genügt ein einfacher Mehrheitsbeschluss. Dann könnte man eine Reform ins Visier nehmen. "Das muss in den nächsten zwei Monaten passieren. Der Schlüssel ist, dass wir die Teams davon überzeugen. Sonst stimmen sie auch nicht zu."

Anderen neuen Dingen steht Ecclestone skeptisch gegenüber. Die sozialen Medien seien gut, "wenn man eine Uhr oder einen Hund kaufen will", sagte er. Sicherlich ein witziger Spruch, doch neben Uhren und Hunden warten bei Facebook, Twitter und Co. auch die potenziellen Formel-1-Zuschauer von heute und morgen - und die werden eben nicht abgeholt.

Hockenheimrennen 2016 trotz Vertrag nicht fix

Ganz auf die alte Schule geht Ecclestone dagegen mit den Sorgen zahlreicher Streckenbetreiber im eigentlichen Kernmarkt Europa um: Mit Druck. Auf Nachfrage wollte Ecclestone nicht bestätigen, dass der Große Preis von Deutschland 2016 auf dem Hockenheimring stattfindet. Und das, obwohl Hockenheim einen Vertrag für die Rennen 2016 und 2018 hat. "Das macht keinen Unterschied. Viele Leute haben einen Vertrag", sagte Ecclestone: "Geld ist das Problem in Deutschland."

Immer wieder geht es auch um die Verteilung des Geldes. Ein Solidaritätsprinzip lehnt er ab. Die Verteilung der rund 900 Millionen Dollar, die jedes Jahr an die Teams ausgeschüttet werden, ist "in Stein gemeißelt. Würde man den (kleinen, d. Red.) Teams mehr geben, würden sie mehr ausgeben. Es würde keinen Unterschied machen." So viel zum Thema Solidarität angesichts der Pleiten von Caterham und Marussia im Vorjahr und der finanziellen Schieflage bei Sauber, Lotus und Force India.

Freiwillig geht Ecclestone nicht

Ecclestone ist und bleibt Ecclestone, der Selfmade-Milliardär, der kühl kalkulierende Geschäftsmann, der sich immer für ein bisschen schlauer hält als die meisten anderen. Bei der Suche nach Lösungen will er sich nicht helfen lassen. "Ich wäre ein schlechter Lehrer. Das wäre, als hätte Sinatra langsam aufgehört und jemanden gebraucht, der neben ihm singt", sagte Ecclestone.

UMFRAGE
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Nach seinem Abgang werde es sicherlich eine andere Struktur an der Spitze geben, mit mehr Leuten. Bis es aber so weit kommt, müsse man warten, "bis ich gefeuert werde oder sterbe". Begraben unter den Ruinen des Hauses, das er einst eigenhändig baute.

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