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Hannover 96: Coach Tayfun Korkut sorgt sich um sein Team

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Zwölf Partien ohne Sieg  

96-Trainer Korkut: Wir leiden bis zum Saisonende

11.04.2015, 13:46 Uhr | sid

Hannover 96: Coach Tayfun Korkut sorgt sich um sein Team. Hannovers Coach Tayfun Korkut musste sich in dieser Saison bereits allzu oft ärgern. (Quelle: dpa)

Hannovers Coach Tayfun Korkut musste sich in dieser Saison bereits allzu oft ärgern. (Quelle: dpa)

Die Abstiegsnöte bei Hannover 96 werden immer größer, die deprimierende Sieglos-Serie in der Bundesliga scheint kein Ende zunehmen. "Für uns ist das zu wenig. Wir werden bis zum Saisonende leiden", kommentierte der leidgeprüfte 96-Trainer Tayfun Korkut das 1:1 (0:0) gegen den etwas aus der Schusslinie geratenen Hauptstadtklub Hertha BSC. "Aber wir sind dazu bereit", fügte der 41-Jährige fast trotzig hinzu.

Zwölf Partien ohne Sieg sind alles andere als eine gute Empfehlung. Trotz dieser Negativbilanz hatte Hannovers Klubchef Martin Kind bereits vor der Partie einen Trainerwechsel in der laufenden Spielzeit ausgeschlossen.

Korkut setzt erneut nur eine Spitze ein

Auf diese Jobgarantie kann sich Korkut aber nicht verlassen. Bei vielen der 46.000 Zuschauern wachsen Unmut und Zweifel am Trainer, der entgegen seiner verbalen Offensiv-Beteuerungen in Didier Ya Konan erneut nur eine Spitze aufstellte. Torjäger Joselu saß trotz seiner auskurierten Grippe ganze 65 Minuten auf der Bank. Zudem wählte der Trainer eine äußerst vorsichtige 4-1-4-1-Aufstellung mit gleich drei Innenverteidigern in der Viererabwehrkette.

Nach schwungvollen 15 Anfangsminuten übernahm Hertha BSC das Kommando und erarbeitete sich einige Chancen gegen Hannovers nicht immer sattelfeste Abwehr. Nach der Pause entfachte 96-Kapitän Lars Stindl mit einem Pfostenknaller (50.) neue Hoffnung. Als Verteidiger Christian Schulz (75.) den Ball über die Linie stocherte, schien der erste Sieg in der Rückrunde zum Greifen nah zu sein. Doch der Schweizer Valentin Stocker (83.) glich mit einem fulminanten Schuss noch aus.

Stindl hadert: "Sieg muss unser Ziel sein"

"Wir haben die Führung erzwungen, dann muss es auch unser Ziel sein, sie über die Bühne zu bringen. Wenn es läuft, gewinnst du so ein Spiel mit 1:0", haderte Stindl. "Natürlich spielt die lange Zeit ohne Sieg dabei eine Rolle", fügte der Mittelfeldspieler hinzu. Trotz der allgemeinen Enttäuschung kletterten die Niedersachsen zumindest für eine Nacht in der Tabelle auf Platz 14.

Deutlich mehr als dem 96-Team hilft der Hertha das leistungsgerechte Remis im Abstiegskampf. Entsprechend sah auch die Gemütslage der Berliner aus. "Wir sind nach dem Gegentor gut zurückgekommen. Kompliment an meine Mannschaft", erklärte Trainer Pal Dardai. Nach dem sechsten Spiel in Serie ohne Niederlage rückt der Klassenverbleib immer näher.

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