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Manchester City hätte Pep Guardiola am liebsten sofort

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Werberufe aus der Premier League  

Manchester City will Pep Guardiola am liebsten sofort

11.04.2015, 15:02 Uhr | sid

Manchester City hätte Pep Guardiola am liebsten sofort. Trainer Manuel Pellegrini (l) droht mit Manchester City eine Titellose Saison.

Trainer Manuel Pellegrini (l) droht mit Manchester City eine Titellose Saison. Foto: Gerry Penny. (Quelle: dpa)

Beim englischen Meister Manchester City steht vor dem Stadtderby gegen United alles auf dem Prüfstand. Auch der Trainer. Und so werden die Rufe nach Pep Guardiola immer lauter.

Ferran Soriano hat seinem alten Kumpel Pep Guardiola dieser Tage noch einmal den roten Teppich ausgerollt. "Wir haben gewisse Grundüberzeugungen", sagte der Vorstandsvorsitzende des englischen Fußball-Meisters Manchester City: "Wir werden immer Angriffsfußball spielen, den Ball haben wollen, defensiv hoch stehen, bei Ballverlust pressen." Was Soriano vor dem Stadtderby am Sonntag bei Manchester United über die Spielphilosophie des strauchelnden Champions sagte, hörte sich an wie ein Werbeschreiben um Guardiola. Getreu dem Motto: "Schau her, Pep, wir tun doch alles für dich!"

Guardiola lässt City-Werben kalt

Die Sehnsucht der Himmelblauen nach Guardiola ist riesig und nach dem jüngsten Absturz auf Rang vier der Premier League sogar gewachsen. Soriano und Sportdirektor Txiki Begiristain, mit denen Guardiola die gemeinsame Zeit beim FC Barcelona verbindet, haben dem begehrten Coach die Spielidee auf den Leib geschrieben. (Noch-)Teammanager Manuel Pellegrini muss mitziehen, ob er will oder nicht. "Wir gewinnen, wir verlieren - aber wir werden niemals diese Überzeugungen aufgeben", sagte Soriano.

Das Problem ist nur: Guardiola lässt das Werben wie schon vor seinem Start bei Bayern München kalt. Der 44-Jährige ist nicht vor 2016 zu haben. City aber braucht Soforthilfe. Am 1. Januar lag Manchester nach 20 Spielen noch punktgleich mit dem FC Chelsea an der Ligaspitze; seither gab es sieben Niederlagen in 15 Pflichtspielen, gleich drei Titel wurden verspielt, der FA Cup gegen Zweitligist FC Middlesbrough. Der Rückstand auf Chelsea, das eine Begegnung weniger absolviert hat, beträgt stolze neun Punkte.

United zieht vor Manchester-Derby vorbei

Ausgerechnet vor dem Derby zog United, das sechs seiner jüngsten sieben Spiele gewann, erstmals in dieser Saison vorbei. Bei einer Niederlage im Old Trafford könnte die Qualifikation für die Champions League in Gefahr geraten. City in der Europa League? "Undenkbar, eine Katastrophe", kommentiert die BBC. Doch auch wenn diese ausbleibt steht alles auf dem Prüfstand.

Weil Guardiola nicht zu haben ist und sonst kaum ein namhafter Trainer auf das von Soriano skizzierte Anforderungsprofil passt, ist City in der Zwickmühle. Nicht auszuschließen, dass Pellegrini, im Vorjahr immerhin Meister und Ligapokalsieger, noch ein Jahr bleiben darf. Als Alternative gilt der frühere Liverpool-Coach Rafa Benítez (SSC Neapel).

Manchester City wird Kader verändern

Auch im Kader muss sich etwas tun. City hat vor und während der Saison 100 Millionen Euro investiert - doch keiner der teuren Neuen schlug ein. United-Legende Gary Neville hat überdies ein "Mentalitätsproblem" ausgemacht. "Diese Mannschaft kann Erfolg nicht konservieren", ätzte er nach dem peinlichen 1:2 am vergangenen Montag bei Crystal Palace. Dort hatte City bei Schlusspfiff ein Team mit einem Durchschnittsalter von knapp 30 Jahren auf dem Platz.

Erstes "Opfer" des Verjüngungsprozesses soll Yaya Touré sein, auch Kapitän Vincent Kompany steht auf der Kippe. Interesse soll an Raheem Sterling von Liverpool, Ross Barkley (FC Everton), Arsenals Jack Wilshere und Paul Pogba (Juventus Turin) bestehen. Die Times will erfahren haben, dass City Favorit auf eine Verpflichtung von Kevin de Bruyne ist - sofern der den VfL Wolfsburg im Sommer verlassen möchte.

Kompany hat derweil nur das Stadtduell im Sinn, das City zuletzt vier Mal hintereinander gewann. Es sei ein guter Zeitpunkt für das Derby, meint der frühere Hamburger: "Es ist der perfekte Ort, um Wiedergutmachung zu betreiben." Und Werbung in eigener Sache.

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