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FC Schalke 04: Heldt: "Champions League hat sich erledigt"

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Torlose Schalker in der Krise  

Heldt: "Champions League hat sich erledigt"

12.04.2015, 09:11 Uhr | dpa, t-online.de, sid

FC Schalke 04: Heldt: "Champions League hat sich erledigt". Enttäuschung bei Eric-Maxim Choupo-Moting (li.), Matija Nastasic (Mitte) und Benedikt Höwedes. (Quelle: imago/Team 2)

Enttäuschung bei Eric-Maxim Choupo-Moting (li.), Matija Nastasic (Mitte) und Benedikt Höwedes. (Quelle: Team 2/imago)

Ein gellendes Pfeifkonzert empfing die Schalker Spieler, als sie den Gang in die Fankurve antraten, um sich für die Unterstützung der Anhänger zu bedanken. Die Torlos-Serie hatte sich gerade um schwer erträgliche 90 Minuten verlängert, als Rückkehrer Julian Draxler das Gerede von der Champions League beendete. "So gehören wir da nicht hin", stellte der lange verletzte Weltmeister nach dem enttäuschenden 0:0 der Königsblauen gegen den SC Freiburg klar.

Nach 270 Minuten ohne Treffer und fast vier Monaten ohne Stürmertor in der Bundesliga ist Europas Königsklasse außer Reichweite. Auf Schalke heißt es im Frühjahr 2015: Die Null steht, die letzte Hoffnung geht. Satte zwölf Punkte beträgt der Rückstand auf Borussia Mönchengladbach und Rang drei. "Rechnerisch kann Schalke das noch aufholen. Aber wenn sie das noch aufholen, höre ich auf mit Fußball", lautete Gladbachs Granit Xhakas vernichtendes Urteil über die Chancen der Knappen auf die direkte Champions-League-Qualifikation.

Der Absturz ist alarmierend

"Das hat sich erledigt", gab auch Sportvorstand Horst Heldt zu, "unser Ziel, das wir in den letzten drei Jahren erreicht haben, haben wir jetzt verpasst". Auf zehn Punkte ist sechs Spiele vor Schluss der Rückstand auf Rang vier angewachsen, selbst ein Platz in der Europa League ist nach nur sieben Zählern aus den letzten acht Partien nicht mehr sicher. "Wir müssen jetzt alles dafür tun, da reinzukommen. Es ist besser, als viele Freundschaftsspiele zu bestreiten", sagte Heldt: "Klar ist aber auch: In dieser Form ist die Europa League überhaupt nicht gesichert. Das war zu pomadig."

UMFRAGE
Gelingt Schalke die Qualifikation für das internationale Geschäft?

Der Schalker Absturz ist alarmierend: Vor zwei Monaten waren die Königsblauen nach dem 1:0 gegen Gladbach noch Dritter, seitdem gewannen sie nur noch ein Spiel. Der einstige Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat seit 1008 Bundesliga-Minuten nicht mehr getroffen, sein Sturmpartner Eric Maxim Choupo-Moting ist seit 900 Minuten erfolglos.

"Wir haben vieles vermissen lassen: Spielfreude, Leichtigkeit, Aggressivität", urteilte Kapitän Benedikt Höwedes. "Jetzt schauen wir, dass wir noch in die Europa League kommen."

Kein Tempo, keine Spielidee, keine Automatismen

Gegen den Abstiegskandidaten Freiburg erreichten die kriselnden Gelsenkirchener einen neuen Tiefpunkt. Kein Tempo, keine Spielidee, keine Automatismen: Immer mehr Beobachter fragen sich, was Trainer Roberto Di Matteo seit seinem Amtsantritt im Oktober auf Schalke eigentlich bewirkt hat. Gegen Freiburg nahm der Italiener Abschied von seinem 5-3-2-System, mit dem er monatelang hatte spielen lassen - weil er im 4-2-3-1 seines Vorgängers Jens Keller das Spiel ganz auf den mehr als ein Jahr verletzten Flügelstürmer Jefferson Farfan zuschnitt.

Der Peruaner war bei seinem Startelf-Comeback nach mehr als 13 Monaten bezeichnenderweise der einzige Schalker, der sich um Tempo und Kreativität bemühte. Weltmeister Draxler, seit Ende Oktober mit einem Sehnenriss im Oberschenkel außer Gefecht, kehrte in der letzten Viertelstunde aufs Feld zurück. Zu spät, um die Königsblauen ein viertes Mal in Folge in die Champions League zu führen.

Di Matteo ratlos

Am Ende hatten die Schalker sogar Glück, dass sie im Kampf um Platz fünf einen Punkt auf den Verfolger FC Augsburg gutmachten. Denn die nun seit drei Spielen ungeschlagenen Freiburger waren einem Sieg näher. Nach einem Foul des Weltmeisters Benedikt Höwedes an Admir Mehmedi schoss aber Julian Schuster den Elfmeter über die Latte (58.).

Di Matteo, als Champions-League-Sieger von 2012 mit vielen Vorschusslorbeeren und dem Auftrag verpflichtet, der chronisch inkonstanten Mannschaft eine klare Ordnung zu geben, war einigermaßen ratlos. "Defensiv ist das nicht schlecht, aber sicherlich müssen wir nach vorne mehr machen", sagte er zum x-ten Mal. Neun Tore in elf Rückrundenspielen, das letzte vor einem Monat, sprechen eine deutliche Sprache.

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