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Formel 1 China: Nico Rosberg und Lewis Hamilton zoffen wieder

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"Nur an dich gedacht"  

Nico Rosberg blafft Lewis Hamilton an

12.04.2015, 15:53 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Formel 1 China: Nico Rosberg und Lewis Hamilton zoffen wieder. Nico Rosberg (li.) fühlt sich in Shanghai um seine Siegchancen gebracht - von Lewis Hamilton. (Quelle: xpb)

Nico Rosberg (li.) fühlt sich in Shanghai um seine Siegchancen gebracht - von Lewis Hamilton. (Quelle: xpb)

Nächste Episode im "Krieg der Sterne": Nach dem Sieg von Lewis Hamilton in Shanghai hat sich Nico Rosberg über seinen Formel-1-Teamkollegen bitter beklagt und das Mercedes-Stallduell damit neu angeheizt. Der 29-Jährige warf dem Briten nach dem Grand Prix von China vor, seinem Rennen "unnötigerweise geschadet" zu haben, weil er zu Beginn langsamer gefahren sei als notwendig. Hamilton habe ihn dadurch auch dem Druck von Verfolger Sebastian Vettel im Ferrari ausgesetzt.

Hamilton reagierte auf die Kritik des China-Zweiten sichtlich unbeeindruckt. "Es ist nicht meine Aufgabe, mich um das Rennen von Nico zu kümmern", sagte er mit einem Grinsen. "Meine Aufgabe besteht darin, meinen Wagen zu beherrschen und den Wagen so schnell wie möglich heimzubringen. Das habe ich auch gemacht." Das brachte Rosberg noch mehr auf die Palme. "Es ist interessant, von dir zu hören, Lewis, dass du nur an dich selbst gedacht hast. Das hat mein Rennen negativ beeinflusst", blaffte er Hamilton an.

Rosberg ist stinksauer

Rosberg fühlte sich um seine Siegchancen gebracht. "Ich musste langsamer fahren als nötig", sagte er. "Da habe ich von der Strategie her einiges verloren." Hamilton fuhr ihm an der Spitze nicht schnell genug, er selbst konnte ihn aber wegen des dann höheren Reifenverschleißes nicht überholen und bekam durch das reduzierte Tempo von hinten selbst Druck von Vettel. "In den letzten Runden ging dann nichts mehr, weil meine Reifen abgebaut haben. Mich ärgert das sehr, denn so habe ich wichtige Rennzeit verloren", sagte Rosberg.

"Fakt ist: Lewis ist wesentlich schneller gefahren, nachdem wir in der Box waren. Das zeigt doch, dass es für das Team besser gewesen wäre, wenn er schon vorher schneller gefahren wäre", sagte Rosberg. Vor dem Rennen habe man besprochen, dass der Zweite sich um Vettel kümmert, sollte dieser nahe kommen. Dieses Szenario habe Hamilton durch sein Verlangsamen provoziert. "Ob Lewis das mit Absicht gemacht hat oder nicht, kann ich nicht sagen." Rosberg fühlt sich als der Leidtragende: "Darüber müssen wir reden und das werden wir auch tun."

Lauda stärkt Hamilton den Rücken

Hamilton reagierte gelassen: "Nico hätte versuchen können, vorbeizufahren. Das hat er nicht gemacht." Ähnlich sah es auch Sky-Experte Marc Surer. "Rosberg hätte angreifen können und sich nicht hinterher beschweren müssen, dass der andere zu langsam fährt."

"Lewis fuhr im zweiten Stint nur so schnell, dass sie gerade so vor den Ferraris waren. Er hat seine Reifen so geschont. Somit wusste er: Wenn Rosberg an die Box geht, kann er noch schnelle Runden hinlegen und das Rennen ist gelaufen", erklärte Surer. "Aber das ist der Vorteil, wenn man von vorn startet." Niki Lauda erklärte ebenfalls, es sei das Recht des Führenden, die Taktik vorzugeben. "Lewis ist eben immer einen Tick schneller", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes-Teams. Motorsportboss Toto Wolff erklärte jedoch, dass man die Sache analysieren werde.

Hamilton: "Ich bin mit zwei Fingern am Lenkrad gefahren"

Schon während des Rennens eskalierte der Streit über den Boxenfunk. "Wenn Lewis weiter so langsam fährt, stecke ich in seinem Windschatten fest und ruiniere meine Reifen", funkte Rosberg an die Box. Anschließend wurde Hamilton mit einem ungewöhnlichen Funkspruch aufgefordert, das Tempo zu erhöhen. "Lewis, gib ein bisschen mehr Gas", lautete die Anweisung.

Schlitzohr Hamilton war sich im Ziel keiner Schuld bewusst, allerdings ist es dem zweimaligen Weltmeister durchaus zuzutrauen, dass er mit einem ähnlichen Szenario spekuliert und es erzwungen hat. Sein Sieg war aber auch so ungefährdet, schließlich dominierte der Polesetter das gesamte Wochenende nach Belieben und bleibt der große Favorit auf die Weltmeisterschaft."Ich bin mit zwei Fingern am Lenkrad gefahren", sagte er provokant.

Bringt der Frust Rosberg zum Überkochen?

Bei der Pressekonferenz saß Vettel direkt daneben, als Rosberg Hamilton öffentlich Egoismus vorwarf. Der Ferrari-Star schien ebenso überrascht über die verbale Attacke wie viele Experten. Eigentlich ist Rosberg ein Medienprofi und hat sich immer im Griff, doch in dieser Saison kriegt er gegen den bärenstarken Hamilton auch sportlich keinen Stich. In drei Rennen holte Hamilton dreimal die Pole und hängte Rosberg auch jedes Mal im Rennen ab. In der WM-Wertung führt der Engländer nach drei Rennen nun mit 68 Punkten vor Vettel (55) und Rosberg (51).

Den nächsten Showdown gibt es schon am kommenden Wochenende in Bahrain. Und vielleicht stellt sich Hamilton ja dann auch wieder gerade auf seinen Startplatz und schneidet seinem Nebenmann nicht schon mit dem ersten Tritt aufs Gas die Ideallinie ab. So wie in Shanghai.

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