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Sebastian Vettel hätte nichts gegen eine Hitzeschlacht in Bahrain

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Großer Preis von Bahrain  

Vettel hätte nichts gegen eine Hitzeschlacht

15.04.2015, 17:38 Uhr | sid

Sebastian Vettel hätte nichts gegen eine Hitzeschlacht in Bahrain. Sebastian Vettel könnte die Hitze in Bahrain zu Gute kommen. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel könnte die Hitze in Bahrain zu Gute kommen. (Quelle: dpa)

Dass die Sonne am Persischen Golf seit Tagen erbarmungslos auf den Asphalt der Rennstrecke in Sakhir brennt, ist genau nach dem Geschmack von Sebastian Vettel. "Die heißen Temperaturen liegen uns sicher etwas mehr", sagte der Ferrari-Star vor dem Formel-1-Showdown (am Sonntag ab 16.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) in der Wüste von Bahrain: "Wenn uns die Hitze hilft, ist das umso besser."

Im Kampf gegen Mercedes hofft der viermalige Weltmeister auf ähnliche Vorteile wie bei seinem überraschenden Sieg Ende März in Malaysia. Dort hatte die Sonne den Streckenbelag auf bis zu 60 Grad aufgeheizt. Und weil Ferrari bei diesen schweren Bedingungen mit einer cleveren Taktik unterwegs war und außerdem durch auffallend wenig Reifenverschleiß glänzte, hängte Vettel Weltmeister Lewis Hamilton und dessen Stallrivalen Nico Rosberg ab.

Mercedes ist gewarnt

Obwohl das Rennen in Bahrain in den Abendstunden stattfindet, sind hohe Asphalttemperaturen sicher. Tagsüber liegt die Lufttemperatur aktuell bei über 30 Grad. Das könnte Mercedes erneut zusetzen. "Unser kritischstes Problem war es, die Reifen haltbar zu machen. Das haben wir gelöst, wir sind gut vorbereitet für Bahrain", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Doppelsieg am Sonntag in China: "Aber es hat keine 60 Grad Asphalttemperatur gehabt."

Dass der Reifenverschleiß in der Hitze wieder ansteigt, sei deswegen nicht auszuschließen. Den Silberpfeilen ist anzumerken, dass sie Respekt vor dem heißen Klima haben und Ferrari erneut fürchten.

Vettel: "Wir müssen die Füße auf dem Boden halten"

Auf der anderen Seite versucht Vettel, jegliches Aufkommen eines Gedankens an eine Favoritenrolle im Keim zu ersticken. Es sei jedenfalls "zu einfach", sich ausschließlich auf die Hitze zu verlassen. "Wir machen gute Fortschritte. Wir haben bewiesen, dass wir ein starkes Auto haben, egal, bei welchen Bedingungen", lobt Vettel sein Team. Aber der viermalige Weltmeister wird nicht müde zu betonen: "Wir müssen die Füße auf dem Boden halten. Man darf es nicht als selbstverständlich sehen, dass wir in dieser Position sind."

Mit einem Sieg und zwei dritten Plätzen liegt der Heppenheimer in der WM-Gesamtwertung mit 55 Punkten hinter Hamilton (68), aber noch vor Rosberg (51). Ferrari ist aktuell ganz klar die zweite Kraft der Formel 1 und kann sich ungeachtet des teaminternen Zoffs bei den Silberpfeilen auf das Wesentliche konzentrieren. Bis zur Nummer eins fehlt aber noch einiges. "Mercedes war im letzten Jahr weit voraus, das löst sich nicht einfach in Luft auf", sagte Vettel, der Mercedes trotzdem weiterhin "richtig ärgern" will.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene denkt ähnlich wie sein Fahrer und sieht Mercedes vor dem vierten von 19 Rennen erneut in der Favoritenrolle. "Sie sind das stärkste Team", sagt der Italiener: "Aber wir werden mit unserer Entwicklung nicht aufhören. Wir gehen aber Schritt für Schritt kontrolliert nach unserem Plan vor." Kampfansagen bleiben dabei aus. "Wenn ich sage, dass Mercedes aufpassen muss, weil wir gewinnen werden, dann fangen hier alle an zu lachen", sagte Arrivabene.

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