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Erstmals in Turn-Geschichte kein Deutscher in Mehrkampf-Finale

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EM-Debakel für Deutsche Turner  

Erstmals in Geschichte kein Deutscher in Mehrkampf-Finale

17.04.2015, 15:08 Uhr | sid

Erstmals in Turn-Geschichte kein Deutscher in Mehrkampf-Finale.  (Quelle: imago/Schreyer)

Sebastian Krimmer verließ nach seinem 26. Platz die Halle kommentarlos. (Quelle: Schreyer/imago)

Als das historische EM-Debakel der deutschen Kunstturner perfekt war, verschlug es sogar dem sonst so redegewandten Bundestrainer Andreas Hirsch fast die Sprache. "Ich weiß kaum, wie ich das erklären soll", sagte er und sein Gesicht drückte dabei etwas aus, was wie eine Mischung aus Ratlosigkeit und Resignation daherkam.

Dass ohne Fabian Hambüchen an Medaillen kaum zu denken war, stand schon vor der Ankunft in Montpellier fest. Der aus Wetzlar stammende Turner hat die Europaspiele im Juni in Baku zu seinem Höhepunkt der ersten Jahreshälfte erklärt. Doch dass keiner der deutschen Gerätartisten auch nur einen Millimeter aus dem Schatten des Olympia-Zweiten heraustreten konnte, mündete in eine so unerwartete wie beispiellose Pleite.

Historisches Ausscheiden

Erstmals in der 60-jährigen EM-Geschichte erreichte kein deutscher Athlet das Mehrkampf-Finale. Unglücksrabe Sebastian Krimmer verschwand nach seinem indiskutablen 26. Platz im Vorkampf kommentarlos in den Katakomben.

Sein Bundestrainer Hirsch schluckte einen dicken Kloß nach dem anderen herunter und beschrieb seinen Seelenzustand: "Da fällt mir nicht so viel ein. Das hat nicht richtig Spaß gemacht und war für alle Beteiligten unlustig."

Fahrig patzt

Nicht einmal Matthias Fahrig, der sich zumindest für das Sprung-Finale qualifizieren konnte, freute sich über seinen kleinen Achtungserfolg. "Ich könnte kotzen", polterte der Routinier, der viel lieber an seiner Schokoladendisziplin Boden den Endkampf erreicht hätte.

Über Wochen hatte der 29 Jahre seine Weltklasseübung im Training fehlerfrei präsentiert, doch als es ernst wurde, saß der Halb-Kubaner nach dem Strecksalto auf dem Hosenboden. Die Medaillenentscheidung am Sprung war da für ihn nur ein kleiner Trostpreis, zumal er als erster Turner antreten muss und nicht weiß, was die Konkurrenten nach ihm den Kampfrichtern anbieten. Fahrig: "Da bleibt nur: Arschbacken zusammenkneifen und Vollgas geben."

Namenhafte Deutsche fehlen

Neben Hambüchen und dem soliden Mehrkämfer Andreas Toba fehlte der deutschen EM-Riege aber auch Marcel Nguyen. Der Olympia-Zweite aus Unterhaching, der an gleicher Stelle vor drei Jahren seinen EM-Titel am Barren erfolgreich verteidigt hatte, kämpft sich nach einem Kreuzbandriss langsam wieder ans Team heran.

Qualifikation für Olympia offen

Toba soll entscheidend dazu beitragen, dass sich die deutschen Turner bei den Weltmeisterschaften Ende Oktober direkt für Olympia 2016 in Rio de Janeiro qualifizieren. "Zumindest an drei Geräten will ich der Mannschaft helfen", kündigte der 27-Jährige an. Wohl noch die beste Nachricht nach einem schwarzen Turnabend.

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