Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Turnen - Bittere Tränen: Turnerin Schäfer verpasst Balkenmedaille

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Turnen  

Bittere Tränen: Turnerin Schäfer verpasst Balkenmedaille

19.04.2015, 16:40 Uhr | dpa

Turnen - Bittere Tränen: Turnerin Schäfer verpasst Balkenmedaille. Pauline Schäfer stürzte bei dem nach ihr benannten Salto.

Pauline Schäfer stürzte bei dem nach ihr benannten Salto. Foto: Rungroj Yongrit. (Quelle: dpa)

Montpellier (dpa) - Pauline Schäfer weinte Tränen der Enttäuschung, Matthias Fahrig fluchte über Fehler bei der Zeitnahme. Auch die beiden Finalisten konnten die Pleite der deutschen Turner bei den Europameisterschaften in Montpellier nicht mehr verhindern.

Ohne Fabian Hambüchen gab es keine EM-Medaille und einen kräftigen Dämpfer für die entscheidende Olympia-Qualifikation im Oktober.

Pauline Schäfer rang in der Mixed-Zone verbittert nach Worten. "Ich will immer das Beste. Das erste Finale meiner Karriere hat mir nicht gereicht, ich wollte mehr", sagte die 18-jährige Schülerin aus dem Saarland. Ausgerechnet durch einen Sturz bei dem nach ihr benannten "Schäfer-Salto" verpasste sie die erste EM-Medaille am Schwebebalken für deutsche Turnerinnen seit 28 Jahren.

Damit reichte es mit 13,100 Punkten nur zu Rang sieben am einstigen deutschen Zittergerät. "Es ist ärgerlich, aber es ist passiert", meinte Schäfer später gefasster und gab zu, dass ihre Erfindung ihr schon beim Einturnen Probleme gemacht hatte. Der Titel ging an die Rumänin Andreea Munteanu.

Vor 9000 Zuschauern in der Park&Suite Arena hatten vor ihr schon drei Turnerinnen das Gerät vorzeitig verlassen müssen, die Chance auf Edelmetall schien greifbar nah. "Schade, es wollte keine die Medaille. Heute war es so einfach wie noch nie", meinte Cheftrainerin Ulla Koch sarkastisch. Die letzte Medaille der Deutschen am Schwebebalken hatte die Wolfsburgerin Anja Wilhelm 1987 in Moskau mit Bronze erkämpft. "Ich wollte heute wohl ein bisschen zuviel", gab Pauline Schäfer eine gewisse Übermotivation zu.

Unterdessen ereilte die ohne ihren Leitwolf Hambüchen antretenden deutschen Turner ein kräftiger Rückschlag. Zum dritten Mal nacheinander mussten sie ohne Podestplatz von einer EM abreisen. Im Mehrkampf gelang erstmals in der 60-jährigen EM-Historie nicht der Sprung in die Top 24. "Das war kein geiles Gefühl", meinte Cheftrainer Andreas Hirsch in seiner Bilanz.

Der einzige Finalist Matthias Fahrig war nach seinem achten Platz beim Sprung total angefressen. "Als ich zur Startlinie zurücklief haben die Kampfrichter die Uhr schon laufen lassen, ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren und musste gleich loslaufen", schimpfte er. "Das ist unfair, wenn man als einziger nicht die selben Bedingungen wie die anderen hat", sprudelte es aus ihm heraus.

Er wollte volles Risiko gehen und seinen Überschlag-Doppelsalto mit halber Schraube (Ausgangswert 6,0) turnen, doch ohne Konzentrationsphase landete er auf dem Hinterteil. "Das war totaler Mist, aber ein Protest hätte wohl auch nichts gebracht", beklagte Fahrig, der im Schnitt beider Sprünge bei 13,666 Punkten blieb. "Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen", sagte Coach Hirsch. "Warum machen die so einen Stress. Mir geht es um Gerechtigkeit für alle", fügte der Berliner angesäuert hinzu. Europameister wurde der Russe Nikita Nagorny mit 15,099 Zählern.

Die letzte deutsche EM-Medaille hatte der derzeit verletzte Marcel Nguyen vor drei Jahren an gleicher Stelle mit Gold am Barren gewonnen. Fabian Hambüchen wird kommende Woche in der Turner-Bundesliga im Dress von Meister MTV Stuttgart in die Saison einsteigen. Erster Höhepunkt des Jahres werden für ihn die Europaspiele in Baku sein.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal