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Gerüchte um Lewis Hamilton: Wechselt der Weltmeister zu Ferrari?

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Hamilton zu Ferrari?  

Heiße Spekulationen um Dreamteam in Rot

20.04.2015, 10:13 Uhr | t-online.de, dpa

Gerüchte um Lewis Hamilton: Wechselt der Weltmeister zu Ferrari?. Sebastian Vettel und Lewis Hamilton: Traumduo bei Ferrari 2016? (Quelle: imago/Crash Media Group)

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton: Traumduo bei Ferrari 2016? (Quelle: Crash Media Group/imago)

Ein bisschen träumen darf erlaubt sein. Dass Lewis Hamilton seinen neuen Formel-1-Vertrag bei Mercedes noch immer nicht unterzeichnet hat, sorgte am Rande des Großen Preises von Bahrain für Spekulationen. Denn: Bei Ferrari endet zur selben Zeit - sprich nach dieser Saison - der Kontrakt mit Kimi Räikkönen. 2016 sind damit nach aktuellem Stand die beiden wohl begehrtesten Cockpits in der Motorsport-Königsklasse noch frei.

Hamiltons Zögern lässt manche vermuten, dass er mit einem Wechsel zu Ferrari liebäugeln könnte. Ein Dream-Team in Rot, wie es selbst der traditionsreichste Rennstall der Formel 1 noch nicht hatte: Vettel und Hamilton - zusammen kommen beide schon jetzt auf sechs WM-Titel. "Es wäre großartig, Lewis bei Ferrari zu sehen", sagte Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. "Ob Sebastian das wollen würde: Ich weiß es wirklich nicht."

Hamilton bei der Scuderia würde dem Sport guttun - "100 Prozent", findet Ecclestone. Hamilton und Vettel - zwei absolute Gewinner-Typen, die auf der Strecke gleichermaßen kompromisslos auf Sieg getrimmt sind, daneben aber kaum unterschiedlicher sein könnten.

Arrivabene: "Kimi is back"

Damit es aber überhaupt dazu kommen könnte, müsste Räikkönens Vertrag nicht verlängert werden - beziehungsweise Ferrari auf eine Option verzichten, die die Scuderia nach Aussagen des Finnen auf seine Dienste auch über 2015 hinaus hat. Mit der bisherigen Leistung von Räikkönen sei er glücklich, "aber er muss pushen. Und das weiß er", sagte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene in Bahrain - vor dem Rennen.

Nach Räikkönens zweitem Platz betonte er: "Kimi is back." Der Finne feierte seinen ersten Podiumsplatz seit Oktober 2013. "Wenn sie mich jetzt fragen, ob er es nun, jetzt, heute, verdient hat, dass wir die Option ziehen, sage ich ihnen: Ja", meinte der Ferrari-Teamchef. Räikkönen gebe immer das Beste, wenn er ein bisschen in Schwierigkeiten stecke, sagte Arrivabene mit einem Schmunzeln. Im Moment sei das Papier weiß. "Und dann nimmt man den Stift und nimmt ihn wieder weg - und Kimi fährt aufs Podium", erklärte Arrivabene.

Arrivabene: "Lewis hat mich nicht angerufen"

Der mittlerweile 35 Jahre alte Räikkönen, bis dato letzter Ferrari-Weltmeister (2007), musste Ende 2009 schon einmal für einen höher dekorierten Rivalen weichen. Damals wechselte der zweimalige Champion Fernando Alonso zur Marke aus Maranello. Liefert der Finne nun aber weiterhin ab, dürfte er den Zuschlag für 2016 bekommen.

Die Frage wäre nur: Wann wird die Scuderia die Entscheidung fällen? Und wird Hamilton tatsächlich, so er den Abschluss seines neuen Kontraktes wirklich davon abhängig macht, Mercedes so lange warten lassen? "Mich hat er nicht angerufen. Aber jeder Champion träumt davon, bei Ferrari zu fahren. Die Frage ist nur, ob die Tür offen steht", betonte Arrivabene.

Denn derzeit dürfte der Italiener froh darüber sein, ein so gut funktionierendes Fahrerduo zu haben. Vettel und Räikkönen sind dicke Kumpels und betonen immer wieder die gute Zusammenarbeit. Mit Hamilton im Team wäre das sicher anders. Wie gut sie sich kennen würden, wurde Vettel in einem Interview der "Bild am Sonntag" im Zusammenhang mit den Spekulationen um den Weltmeister gefragt. "Puh, geht so", sagte der 27-Jährige ausweichend.

Lauda: "Hamilton bei Ferrari - Unsinn"

Die Mercedes-Bosse sind derweil bemüht, die Wechselgerüchte ins Reich der Fabeln zu verbannen. Aufsichtsratsboss Niki Lauda geht fest von einem Verbleib Hamiltons aus und sagte zuletzt: "Lewis Hamilton bei Ferrari - Unsinn." Motorsportchef Toto Wolff ergänzte: "Dass so viel in der Öffentlichkeit darüber gesprochen wird, liegt daran, dass er eine solch besondere Persönlichkeit und außerdem Weltmeister ist." Hamilton wolle den Vertrag unterschreiben, bekräftigte er wie schon mehrfach in den vorangegangenen Wochen. Er sagte aber auch: "Solange keine Unterschrift drunter ist, ist es nicht eingetütet."

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