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Spielbericht  

HSV beendet Torflaute und gibt die Rote Laterne ab

25.04.2015, 17:30 Uhr | sid

HSV beendet Torflaute und gibt die Rote Laterne ab. Augsburgs Bobadilla (Mitte) setzt sich gegen Hamburgs Ostrzolek (re.) und Rajkovic durch. (Quelle: dpa)

Augsburgs Bobadilla (Mitte) setzt sich gegen Hamburgs Ostrzolek (re.) und Rajkovic durch. (Quelle: dpa)

Horror-Show beendet: Der Hamburger SV schöpft dank Torjäger Pierre-Michel Lasogga wieder neuen Mut im Abstiegskampf. Nach neun Spielen ohne Sieg gewannen die Hamburger beim Heim-Debüt von Trainer Bruno Labbadia am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg in einer hektischen Partie am Ende verdient mit 3:2 (2:1).

Ivica Olic (11. Minute) und Lasogga (19. und 71.) sorgten vor 51.321 Zuschauern mit ihren Treffern für den umjubelten Sieg. Für die Schwaben trafen Raúl Bobadilla (25.) und Tobias Werner (69.).

Durch den ersten Hamburger Sieg seit 77 Tagen verlässt der Bundesliga-Dino zumindest vorübergehend den letzten Tabellenplatz. Augsburg hat trotz der Niederlage als Sechster weiter gute Chancen, sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die Europa League zu qualifizieren.

Olic mit seinem Premierentor, Lasogga eiskalt

Nach 596 langen Minuten beendete Fan-Liebling Olic die historische Torflaute der Hamburger. Der Kroate lenkte eine Schuss von Zoltan Stieber mit dem Knie unhaltbar für Marwin Hitz ins Augsburger Tor - es war der erste Olic-Treffer nach dessen Rückkehr aus Wolfsburg im Winter. Lasogga köpfte nach einer mustergültigen Flanke des ehemaligen Augsburgers Matthias Ostrzolek ein und traf unmittelbar nach dem Werner-Ausgleich mit einem Gewaltschuss unter die Latte. Ivo Ilicevic hatte zuvor die Vorentscheidung vergeben, als er mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am überragend reagierenden Hitz scheiterte (65.).

Insgesamt präsentierten sich die Hamburger deutlich verbessert und spielten erstmals seit Langem wieder nicht wie ein sicherer Absteiger - nach dem Anschlusstreffer durch Bobadilla zeigte der sechsmalige deutsche Meister aber auch wieder die bekannten Schwächen.

Coach Labbadia stellt dreimal um

Labbadia veränderte sein Team eine Woche nach der bitteren Pleite im Nordderby bei Werder Bremen (0:1) auf drei Positionen: Innenverteidiger Johan Djourou ersetzte den verletzten Cléber (Kapselriss), Gojko Kacar und Ilicevic rückten für die gesperrten Valon Behrami (Rot) und Lewis Holtby (5. Gelbe Karte).

Die Veränderungen brachten auch neuen Schwung ins Hamburger Spiel - plötzlich spielten die Hamburger lange Zeit zügig nach vorne und die entscheidenden Pässe kamen auch an. Entschlossen nutzten Olic und Lasogga die Unachtsamkeiten in der Augsburger Defensive.

Offener Schlagabtausch in zweiter Halbzeit

Mit dem Anschlusstreffer kam aber auch die Unsicherheit zurück. Augsburg stellte sich zunehmend besser auf das aggressive Hamburger Pressing ein und konnte die Partie ab Mitte der ersten Hälfte wieder ausgeglichen gestalten.

In der zweiten Hälfte legten beide Teams ihre taktischen Vorgaben immer mehr beiseite und spielten munter nach vorne - es entwickelte sich eine packende Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten. Der HSV hatte in Lasogga und Djourou seine besten Akteure, bei Augsburg überzeugten Hitz und Bobadilla.

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