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Sportpolitik: 267 deutsche Sportler bei Europaspielen - Boll dabei

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Sportpolitik  

267 deutsche Sportler bei Europaspielen - Boll dabei

23.04.2015, 12:18 Uhr | dpa

Sportpolitik: 267 deutsche Sportler bei Europaspielen - Boll dabei. Tischtennisspieler Timo Boll nimmt an den Europaspielen teil.

Tischtennisspieler Timo Boll nimmt an den Europaspielen teil. Foto: Carmen Jaspersen. (Quelle: dpa)

Baku (dpa) - Angeführt von Turn-Star Fabian Hambüchen, Tischtennis-Profi Timo Boll und Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann startet das deutsche Team bei den ersten Europaspielen in Baku.

An der Premiere des Kontinentalwettbewerbs vom 12. bis 28. Juni werden voraussichtlich 267 deutsche Sportler und Sportlerinnen teilnehmen, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte Athleten aus 16 Sportarten.

"Im Fokus der 1. Europaspiele stehen die Sportarten, bei denen es möglich ist, sich direkt für die Olympischen Spiele in Rio zu qualifizieren", sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig am Donnerstag. Im Tischtennis, Schießen und Triathlon erhalten die Sieger jeweils ein Ticket für die Sommerspiele im kommenden Jahr.

Keine deutschen Vertreter wird es im Basketball, Beach Soccer, Leichtathletik und Sambo geben. In vier Sportarten steht der endgültige Kader noch nicht fest. Bei den Europaspielen werden Medaillen in 253 Wettbewerben vergeben, in sieben Sportarten geht es zudem um Ranglistenpunkte oder Qualifikationsplätze für Rio.

Die Nationalen Olympischen Komitees Europas hatten 2012 den Start der Spiele beschlossen. "Wir sind gespannt, wie sich das Format bewährt und wie es weiterentwickelt wird", sagte DOSB-Vorstandsvorsitzender Michael Vesper. "Ich freue mich auf diese Premiere."

Der sportliche Wert unterscheidet sich in den einzelnen Sportarten stark. In der Leichtathletik wird es nur einen drittklassigen Team-Wettbewerb geben, beim Schwimmen starten nur Junioren.

Die Auswahl des Gastgebers wird von Menschenrechtlern kritisiert, Amnesty International prangerte die Maßnahmen gegen Aktivisten und Journalisten in Aserbaidschan an. Der DOSB führte zuletzt Gespräche unter anderem mit Organisationen, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung und dem aserbaidschanischen Sportminister. "Mit Blick auf die Europaspiele sind wir gerade über die Einschränkung der Pressefreiheit und die Repressalien gegen Journalisten und Medien beunruhigt", sagte Vesper.

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