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Köln-Schalke: Köln lässt Schalke um Europa bangen

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Spielbericht  

Köln lässt Schalke um Europa bangen

10.05.2015, 19:28 Uhr | sid

Köln-Schalke: Köln lässt Schalke um Europa bangen. Kölns Spieler bejubeln den Führungstreffer von Marcel Risse (2.v.li.). (Quelle: imago/mika)

Kölns Spieler bejubeln den Führungstreffer von Marcel Risse (2.v.li.). (Quelle: mika/imago)

Nun drohen Europacup-Abende auf der Couch: Schalke 04 steuert im Saisonfinale der Bundesliga weiter auf ein sportliches Desaster zu. Nach dem verdienten 0:2 (0:1) beim dadurch endgültig geretteten 1. FC Köln wird selbst das Minimalziel Europa League für die Gelsenkirchener zur Zitterpartie. In den vergangenen 15 Jahren haben die Königsblauen nur einmal die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb verpasst (2009).

Auf den Erzrivalen Borussia Dortmund auf dem gefürchteten siebten Platz haben die Schalker zwei Spieltage vor dem Saisonende nur noch zwei Punkte Vorsprung. Zudem belegen zahlreiche Zahlen die rasant abfallende Formkurve des achtmaligen Champions-League-Teilnehmers: Die Schalker haben nur zwei der letzten zwölf Spiele gewonnen, sind 2015 noch ohne Auswärtssieg in der Bundesliga und blieben dabei in acht Spielen fünfmal ohne Tor.

Im Saisonfinale trifft die in Köln erschreckend schwache Mannschaft von Trainer Roberto Di Matteo auf die Abstiegskandidaten SC Paderborn und Hamburger SV. Aufsteiger Köln, für den Marcel Risse (34.) und Yannick Gerhardt (89.) trafen, beseitigte durch das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage die letzten Zweifel am Klassenerhalt.

"Mach, dass du wegkommst"

Kölns Trainer Peter Stöger hatte Stürmer Anthony Ujah trotz des Wirbels nach den unglücklichen Umständen seiner Wechsel-Ankündigung auch im 23. Pflichtspiel in Folge in die Startelf berufen. Das Gros der FC-Fans hatte sein Urteil über den Nigerianer aber gefällt, der sich unter der Woche mit Offiziellen von Werder Bremen und unter einem Banner mit der Aufschrift "100 Prozent Werder" hatte fotografieren lassen. "100 Prozent Werder, 0 Prozent FC: Mach, dass Du wegkommst", stand auf einem Plakat, bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellung wie bei Ujahs Auswechslung nach 57 glücklosen Minuten gab es ein gellendes Pfeifkonzert.

Bei Schalke begannen durch Ausfälle wie den von Klaas-Jan Huntelaar (Gelbsperre) und taktische Änderungen nur vier Feldspieler auf derselben Position wie beim 3:2 gegen den VfB Stuttgart, darunter kein offensiver. Kevin-Prince Boateng durfte 57 Minuten ran, enttäuschte aber wie der seit 1143 Minuten auf ein Tor wartende Eric Maxim Choupo-Moting erneut maßlos. Jungstar Max Meyer saß wieder 63 Minuten auf der Bank.

Schalke weitestgehend uninspiriert

Die 46.500 Zuschauer - Köln musste zum dritten und letzten Mal die Sperrung von zwei Fanblöcken hinnehmen - sahen zunächst ein mäßiges Spiel. Beide Teams waren durchaus offensiv ausgerichtet, kamen aber kaum in die gefährliche Zone. Der beste Angriff der ersten Halbzeit wurde gleich belohnt: Schalkes Torhüter Ralf Fährmann parierte noch gegen Kazuki Nagasawa, gegen den Nachschuss des gebürtigen Kölners Risse war er aber machtlos. Nach der Pause spielte Schalke ähnlich uninspiriert weiter, Dusan Svento vergab zwei Minuten nach seiner Einwechslung aber die 100-prozentige Chance zum 2:0 (60.).

Bei Köln überzeugten vor allem Nationalspieler Jonas Hector, Nagasawa und Risse, bei Schalke hinterließen Fährmann und Weltmeister Benedikt Höwedes noch den besten Eindruck.

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