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FC Bayern München in der Krise? 4 Niederlagen in Folge

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Kaiser-Kritik und historische Torflaute  

FC Bayern: Zittern vor der großen Krise

10.05.2015, 11:15 Uhr | t-online.de

FC Bayern München in der Krise? 4 Niederlagen in Folge. Seit sechs Stunden wartet Bayern-Trainer Pep Guardiola auf einen Treffer seiner Mannschaft. (Quelle: dpa)

Seit sechs Stunden wartet Bayern-Trainer Pep Guardiola auf einen Treffer seiner Mannschaft. (Quelle: dpa)

Eigentlich würde in München kaum jemand über die 0:1-Heimpleite des FC Bayern an diesem 32. Bundesliga-Spieltag gegen den FC Augsburg sprechen. Zwischen zwei Halbfinal-Spielen der Champions League dienen solche Partien für die Münchner in der Regel dazu, den Muskelkater aus den Beinen zu laufen. Vor allem wenn die Meisterschaft bereits unter Dach und Fach ist. Doch in dieser Saison ist alles anders.  

Kaiser konkret 
Franz Beckenbauer kritisiert Mario Götze

Er sei ein "großeratiges Talent", er müsse aber "erwachsen werden". Video

Die zweite Heimpleite der Saison verdeutlichte einmal mehr, dass der FC Bayern seine Krise zum denkbar ungünstigsten Moment genommen hat. Seit nunmehr sechs Stunden (um genau zu sein seit 361 Minuten) wartet der Rekordmeister bereits auf ein Tor. Der zwischenzeitliche Führungstreffer von Robert Lewandowski gegen Borussia Dortmund im Halbfinale des DFB-Pokals in der 29. Minute ist der bis dato letzte Torerfolg der Münchner.

Eine solche Negativserie gab es lange nicht mehr

Vier Spiele in Folge haben die Bayern nun verloren. Zuletzt gab es das im Oktober 1991. Allerdings erzielten sie dabei immerhin fünf Tore.

Mit der Torkrise einhergehend verspielte der FC Bayern in der Folge - mit Ausnahme der Meisterschaft - nach und nach alle weiteren Saisonziele. Erst ging die Partie gegen den BVB noch verloren. Das Pokal-Aus war besiegelt. Dem 0:2 in der Liga bei Bayer Leverkusen folgte die bittere Pleite im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse mit 0:3 in Barcelona, die ein Weiterkommen fast unmöglich macht.

Guardiola beklagt Verletzungspech

Und nun eben Augsburg. Es passt ins Bild, dass die Bayern drei Tage vor dem Rückspiel gegen Barcelona (Dienstag, ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) 77 Minuten mit einem Mann weniger auskommen und noch mehr Laufarbeit verrichten mussten. Neuer-Ersatz Pepe Reina hatte in der 13. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

Somit wurde der ohnehin schon dünne Kader über das geplante Maß zusätzlich belastet. "Ich habe immer nur mit 13, 14 Spielern auskommen müssen", sagte Guardiola nach dem Spiel mit Blick auf die vergangenen Partien. Die derzeitige Krise ist also zum Teil erklärbar angesichts der langen Verletztenliste. Aber eben nur zum Teil.

Der Kaiser grantelt

Franz Beckenbauer macht längst keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit und grantelte unmittelbar vor dem Augsburg-Spiel bereits in Richtung Klub-Bosse."Man hat Fehler gemacht. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum man in der Winterpause einen Xherdan Shaqiri und einen Pierre-Emile Hojbjerg hergibt. Das waren hervorragende Ergänzungsspieler. Die haben hinterher gefehlt. Die Quittung haben wir bekommen", sagte Beckenbauer im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im klubeigenen Museum.

Mit dem Zoff um Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und den teilweise nicht nachvollziehbaren Auswechslungen hat sich auch Trainer Guardiola angreifbar gemacht und Unruhe geschürt. So konnte Thomas Müller nur mit Mühe seinen Frust in Barcelona zurückhalten, als er vorzeitig das Feld verlassen musste.

Real-Trauma wirkt nach

Ein wenig scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Bereits in der Vorsaison hatte Guardiolas Mannschaft in der Endphase der Saison plötzlich einen eklatanten Leistungsabfall zu beklagen. Nachdem der Meistertitel unter Dach und Fach war und Guardiola die Bundesliga-Saison vorzeitig für beendet erklärt hatte, fand die Mannschaft nicht mehr in die Spur. Immerhin konnte das Double gewonnen werden. Doch die 0:4-Heimpleite im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid hat man in München bis heute nicht vergessen.

Umso größer war der Wunsch, in dieser Saison auf europäischem Parkett zurückzuschlagen. Doch dieses Mal ist es Barcelona, das dem FC Bayern den Finaleinzug wohl vermasselt. Angesichts der aktuellen Torflaute müssten Schweinsteiger und Co. im Rückspiel schon ein riesiges Wunder vollbringen, um doch noch die Finalreise nach Berlin antreten zu können.

Noch herrscht Ruhe

Doch an dieses Wunder glaubt so recht keiner, auch Ehrenpräsident Beckenbauer sagte: "Ich habe da meine Zweifel." Sein Ratschlag: Die Spanier unter Druck setzen, ein frühes Tor erzielen, "und vielleicht geht dann noch was". Nur: Auf Teufel komm raus ein Tor erzielen zu wollen, das komme gegen die Katalanen nicht infrage, betonte Guardiola. "Wenn wir uns nur darauf fokussieren, Tore zu schießen, dann werden wir wie im letzten Jahr gegen Madrid verlieren."

Bis zum Spiel gegen Barcelona hält man sich in München mit allzu kritischen Tönen noch zurück. Doch wenn das Aus besiegelt ist, dürfte es einen ziemlich unruhigen Sommer geben.

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