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Red Bull Racing frustriert: Audi-Einstieg oder Formel-1-Ausstieg

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Im F1-Mittelmaß versunken  

Red Bull frustriert: entweder Audi oder Ausstieg

12.05.2015, 15:08 Uhr | sid, dpa

Red Bull Racing frustriert: Audi-Einstieg oder Formel-1-Ausstieg. Gefrustet: Helmut Marko wünscht sich neue Motoren für die Red-Bull-Boliden. (Quelle: dpa)

Gefrustet: Helmut Marko wünscht sich neue Motoren für die Red-Bull-Boliden. (Quelle: dpa)

Audi oder Ausstieg? Nach einer bisher völlig verkorksten Saison ohne Star-Pilot Sebastian Vettel schmollt Red Bull vor sich hin und droht mal wieder mit dem Ausstieg aus der Formel 1. Laut Motorsport-Berater Helmut Marko könne offenbar sogar nur noch ein Mega-Deal mit Audi das Brauseteam zum Bleiben in der Königsklasse bewegen.

"Wenn wir nicht bald einen konkurrenzfähigen Motor haben, dann steigt entweder Audi ein oder wir sind raus", sagte Marko nun der "BBC".

Konzern muss sich sortieren

Allerdings gebe es zwischen dem ehemaligen Weltmeisterteam und Audi noch keine Verhandlungen. "Es gibt viele Gerüchte", sagte Marko: "Offiziell gab es keine Anfragen oder Gespräche." Zudem weiß derzeit niemand, ob es Volkswagen tatsächlich in den Grand-Prix-Sport zieht.

Nach dem Rückzug von Konzernpatriarch Ferdinand Piëch, der als vehementer Gegner eines Formel-1-Einstiegs galt, muss sich die Spitze des Autokonzerns wohl erst neu sortieren. Schnelle Entscheidungen über ein kostspieliges Abenteuer in der Königsklasse sind da kaum zu erwarten, auch wenn es bei VW-Tochter Audi bereits eine Machbarkeitsstudie geben soll.

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"Abwarten und mal schauen"

Rund um die VW-Tochter Audi gibt es seit längerer Zeit Gerüchte um einen Einstieg in die Formel 1. Nicht zuletzt weil die Bayern zum 1. November 2014 den ehemaligen Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali verpflichtet hatten - offiziell für die Entwicklung "neuer Geschäftsfelder in den Bereichen Dienstleistung und Mobilität".

Audi-Chef Rupert Stadler kann sich einen Einstieg offenbar vorstellen. "Im Leben muss man offen bleiben", sagte er der Fachzeitschrift "Auto Express": "Wir sind derzeit mit erfolgreichen Motorsport-Projekten ausgelastet, für die Formel 1 gilt - abwarten und mal schauen. Die Formel 1 ist eine Option für Audi. Nicht im Moment vielleicht, aber dennoch eine Option."

Im Mittelmaß versunken

"Es wäre großartig, wenn sie kommen würden", sagte zumindest Chefvermarkter Bernie Ecclestone. Red Bull wäre für Audi wohl durchaus ein interessanter Partner, da mit dem titelerprobten Team in kurzer Zeit ein Vorstoß in die Spitze der Rennserie möglich erscheint.

Vorerst allerdings ist der Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013 im Mittelmaß versunken. "Das ist nicht zum Genießen, wenn du nur da rumfährst", maulte Teamchef Horner.

Ganze 30 Punkte haben Daniel Ricciardo und Daniil Kwyat in dieser Saison bislang eingefahren. Das sind 172 Zähler weniger als WM-Spitzenreiter Mercedes. Zuletzt in Spanien kam Ricciardo als überrundeter Achter ins Ziel, Kwyat wurde Zehnter.

Und weil beide Piloten wegen Defekten schon mehrfach einen neuen Motor einbauen mussten, drohen bald erste Strafen. Maximal vier Triebwerke dürfen derzeit pro Saison eingesetzt werden, auf Druck mehrerer Rennställe dürfte diese Zahl immerhin bald auf fünf steigen. "Ein fünfter Motor würde uns nicht helfen, wir würden sieben oder acht brauchen", sagte Marko in Richtung Renault. "Dieses Jahr ist eigentlich schon abgeschrieben", brachte Teamchef Christian Horner den Frust des einstigen Branchenführers zum Ausdruck.

Ecclestone will Ausstieg vermeiden

Noch bis 2016 ist Red Bull aber an den französischen Hersteller gebunden. Alternativen gibt es nicht, weil weder Mercedes, Ferrari noch der neue McLaren-Partner Honda Motoren an einen potenziellen Titelrivalen liefern wollen.

Sogar bis 2020 laufen die Red-Bull-Verträge mit Ecclestone. "Sie werden nicht aussteigen, das will ich vermeiden", versicherte der Brite. Doch wenn Milliardär Mateschitz keinen Spaß mehr an seinem Spielzeug hat, dürften ihn auch mögliche Vertragsstrafen in Millionenhöhe nicht von einer Vollbremsung abhalten.

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