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Raffael schießt Gladbach in die Champions League

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Spielbericht  

Raffael schießt Gladbach in die Champions League

16.05.2015, 17:34 Uhr | sid

Raffael schießt Gladbach in die Champions League. Gladbachs Patrick Herrmann setzt sich gegen drei Bremer durch. (Quelle: imago/nph)

Gladbachs Patrick Herrmann setzt sich gegen drei Bremer durch. (Quelle: nph/imago)

Borussia Mönchengladbach ist mit einem Sieg bei Werder Bremen erstmals in die Champions League gestürmt. Die Mannschaft von Lucien Favre sicherte sich am 33. Spieltag mit einem 2:0 (0:0) an der Weser Platz drei und damit die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Königsklasse - 37 Jahre nach ihrer letztmaligen Teilnahme am Europapokal der Landesmeister freuen sich die Fohlen auf Duelle mit den größten Klubs des Kontinents.

Raffael erzielte das 1:0 der Gäste nach exaktem Zuspiel von Nationalspieler Max Kruse (53.), in der 86. Minute sorgte der Brasilianer mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung. Für Werder endeten damit die Serien von vier Spielen ohne Niederlage und drei Heimpartien ohne Gegentreffer. Das Team von Trainer Viktor Skripnik hat aber noch immer Chancen auf das europäische Geschäft.

Pfosten rettet für Casteels

Gladbach startete vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mit dem Selbstvertrauen aus zwölf Ligaspielen ohne Niederlage und dem Selbstverständnis, sofort die Kontrolle zu übernehmen. Doch die konternden Bremer besaßen die erste Torchance. Nach Flanke von Levin Öztunali köpfte Davie Selke knapp drüber (7.). Vor dem Spiel war der zu Zweitligist RB Leipzig wechselnde Stürmer wie Koen Casteels (VfL Wolfburg) und Sebastian Prödl (Ziel unbekannt) verabschiedet worden.

Nach dem Warnschuss näherte sich auch die sicher kombinierende Borussia immer mehr dem ersten Treffer an. Erst versuchten es Granit Xhaka und Raffael aus der Distanz, dann klatschte eine abgefälschte Flanke von Oscar Wendt an den Pfosten - Casteels wäre machtlos gewesen (13.).

Di Santo findet seinen Meister in Sommer

Gladbach beeindruckte nun mit schnellen Ballstafetten um den Werder-Strafraum herum, verfügte über fast 70 Prozent Ballbesitz und schnürte Werder mehr und mehr am eigenen Strafraum ein. Doch die ganz großen Gelegenheiten ließ die aufmerksame Werder-Defensive nicht zu. Erst Alvaro Dominguez kam dem 1:0 nach einer Ecke gefährlich nah, doch Casteels war erneut zur Stelle (35.).

Nach dem Wechsel entschärfte Fohlen-Keeper Yann Sommer mit einer Blitzreaktion die Riesengelegenheit zur Werder-Führung nach einem Schuss des umworbenem Torjägers Franco Di Santo (46.), bevor die Borussia traf. Nun ergriffen die Gastgeber die Initiative, allerdings lange ohne erfolgsversprechendes Rezept. Erst Janek Sternberg brachte Sommer wieder in Gefahr und läutete die Schlussoffensive ein (75.). Gladbach gab sich nun mit der knappen Führung zufrieden und setzte auf Nadelstiche in der Offensive.

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