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Formel 1 in Monaco: Brisante Rückkehr für Hamilton und Rosberg

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Ein Jahr Eiszeit  

Brisante Rückkehr nach Monaco für Rosberg und Hamilton

19.05.2015, 14:45 Uhr | dpa

Formel 1 in Monaco: Brisante Rückkehr für Hamilton und Rosberg. Gegensätze: Nico Rosberg und Teamkamerad Lewis Hamilton (rechts) haben nicht das beste Verhältnis. (Quelle: dpa)

Gegensätze: Nico Rosberg und Teamkamerad Lewis Hamilton (rechts) haben nicht das beste Verhältnis. (Quelle: dpa)

Diese Vorlage konnte sich Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton nicht entgehen lassen. Auf die Frage, worauf er sich beim kommenden Grand Prix in Monaco am meisten freue, antwortete der Brite grinsend: "Die Mädels!" Die Lacher waren ihm damit sicher.

Die Führungsetage der Silberpfeile wird vor der brisanten Rückkehr ins Fürstentum (das Rennen am Sonntag ab 13.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) hingegen mit zwiespältigen Gefühlen entgegensehen. Denn in Monaco brach im vergangenen Jahr die Eiszeit zwischen Hamilton und seinem teaminternen WM-Kontrahenten Nico Rosberg so richtig aus.

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Hochspannung garantiert

"Zwei Fahrer, die einander mit ihrer Leistung ausstechen wollen - das ist eine traumhafte Situation für ein Team, wenn man mit der Rivalität auf die rechte Art umgeht", versicherte Motorsportchef Toto Wolff nach Rosbergs erstem Saisonsieg zuletzt in Barcelona. "Es hebt die Performance des gesamten Teams. Eigentlich handelt es sich dabei um das Best-case-Szenario."

Nach Rosbergs erstem Schritt zur Aufholjagd auf den WM-Führenden Hamilton ist Hochspannung garantiert. Fast schon traumwandlerisch sicher hatte der Brite seine Rennen bis dahin gestaltet. Drei der ersten vier Grand Prix sicherte sich Hamilton. Mit 111 Punkten liegt er 20 Zähler vor Rosberg und 31 vor Ferrari-Mann Sebastian Vettel.

Rosberg jubelt, Hamilton ist beleidigt

Monaco wird nun ein neuer Gradmesser - auch was den Betriebsfrieden betrifft. In der Qualifikation zum Klassiker im vergangenen Jahr hatte Rosberg seinem Stallrivalen mit einem seltsamen Fehler in seiner Schlussrunde die Chance auf einen Konter geraubt.

Der gebürtige Wiesbadener bremste in der Mirabeau-Kurve zu spät und fuhr dann notgedrungen geradeaus. Die Streckenposten schwenkten an der Gefahrenstelle gelbe Flaggen, Hamilton musste vom Gas. Umgehend wurden Vermutungen laut, Rosberg habe das absichtlich gemacht.

Den Jubel Rosbergs nach dem siegreichen Rennen in seiner Wahlheimat konnte Hamilton beleidigt dann nur schwer ertragen. Der Psychokrieg erreichte seine nächste Stufe. "Wir sind keine Freunde. Wir sind Kollegen", insistierte Hamilton damals. Der Zoff entlud sich später in Spa sogar in einer Kollision auf der Rennstrecke.

In einer Sache einig

All das liegt mittlerweile ein Jahr zurück. Hamilton ist einen WM-Titel reicher, Rosberg einen zweiten Platz im Endklassement. Hamilton hat an psychischer Stärke anscheinend noch gewonnen, Rosberg offenbarte spätestens mit seinem emotionalen Auftritt in Shanghai im April, dass ihn sein Teamkollege auch öffentlich reizen kann.

Ein ähnliches Manöver von Rosberg will der Brite dieses Mal gar nicht erst zulassen. "Ich werde dieses Jahr die Chance haben, vor ihm rauszugehen", behauptete der WM-Titelverteidiger.

Immerhin sind sich Hamilton und Rosberg in einem Punkt absolut einig: Nach ihrem 14. Formel-1-Doppelerfolg wollen sie die Verfolger um Vettel nicht wieder nah an sich herankommen lassen.

Die Silberpfeile möchten die WM wieder zur Privatsache machen. "Es ist mit das Beste, dass wir das Entwicklungsrennen entschieden haben, mit Abstand", sagte ein stolzer Rosberg nach dem Spanien-Rennen.

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