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Olympia: Wechsel an Führungsspitze der Bostoner Olympia-Bewerbung

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Olympia  

Wechsel an Führungsspitze der Bostoner Olympia-Bewerbung

22.05.2015, 12:16 Uhr | dpa

Olympia: Wechsel an Führungsspitze der Bostoner Olympia-Bewerbung. Der bisherige Vorsitzende John Fish zieht sich in die zweite Reihe zurück.

Der bisherige Vorsitzende John Fish zieht sich in die zweite Reihe zurück. Foto: Katherine Taylor. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - An der Spitze der Bostoner Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 hat es einen Wechsel gegeben. Wie "Boston 2024" mitteilte, wird Steve Pagliuca neuer Vorsitzender der privaten Bewerbungsinitiative.

Der Investment-Spezialist und Miteigentümer der Boston Celtics aus der Basketball-Profiliga NBA war zuvor als Stellvertreter bei Hamburgs Mitbewerber tätig. Pagliuca löst Bau-Magnat John Fish ab, der sich in die zweite Reihe zurückzieht und in beratender Funktion tätig bleibt.

"Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Boston und Massachusetts, ein aufregendes Vorhaben. Ich habe nicht viele Projekte gesehen, die so einflussreich auf Städte sind", sagte Pagliuca. Seit das Nationale Olympische Komitee (USOC) Boston am 8. Januar als US-Bewerber ernannt hat, ist der Zuspruch in der Hauptstadt von Massachusetts drastisch gesunken. Im April waren nur 40 Prozent für eine Austragung des Großereignisses in Boston.

Die Hansestadt Hamburg wollte den Führungswechsel in Boston nicht weiter kommentieren. "Es ist nicht Stil der Stadt Hamburg, sich zu unseren Mitbewerbern zu äußern. Wir vertrauen auf unser eigenes Konzept", hieß es aus Behördenkreisen.

Die Opposition "No Boston Olympics" bleibt trotz des Wechsels von Fish zu Pagliuca kritisch. "Boston 2024 hat unserer Meinung nach kein Führungsproblem, sondern ein Produktproblem. Die Bewerbung ist grundsätzlich eine Herausforderung und wir glauben, dass es sehr schwer sein wird, dies zu ändern - egal, wer da der Verantwortliche für sein wird", sagte Mitbegründer Chris Dempsey der Deutschen Presse-Agentur. "No Boston Olympics" bezweifelt vor allem, dass die Spiele, wie angekündigt, ohne Steuergelder finanzierbar sind. 

Dem Organisationskomitee in Boston schloss sich als "Senior Adviser" auch der Präsident der Red Sox, Larry Luccino, an, der drei Teams aus der Major League Baseball zum Bau neuer Stadien verhalf. "Ich freue mich darauf, eng mit Bürgermeister (Marty) Walsh, Steve Pagliuca und jedem zusammenzuarbeiten, der sich der Bewerbung verschrieben hat, damit wir das erfolgreich zu Ende bringen und die Spiele in die USA holen", sagte der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC), Scott Blackmun.

Die offizielle Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) will das USOC im September einreichen. Sollte Boston dann aber keinen ausreichenden Zuspruch aus der Bevölkerung haben, könnten die USA auf Los Angeles als Backup setzen, das Olympia bereits 1932 und 1984 ausrichtete.

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