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Lustloses Schalke lässt HSV weiter hoffen: Uhr tickt weiter

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Die Uhr tickt weiter  

Lustlose Schalker lassen HSV weiter hoffen

24.05.2015, 14:30 Uhr | t-online.de

Lustloses Schalke lässt HSV weiter hoffen: Uhr tickt weiter. Auch dank des Treffers von Ivica Olic (vorne) darf der HSV weiter auf den Klassenerhalt hoffen. (Quelle: imago/MIS)

Auch dank des Treffers von Ivica Olic (vorne) darf der HSV weiter auf den Klassenerhalt hoffen. (Quelle: MIS/imago)

von Mark Weidenfeller

Die Bundesliga-Uhr im Hamburger Volkspark tickt weiter. Der HSV hat sich dank des 2:0-Erfolgs am letzten Spieltag der regulären Saison gegen Schalke 04 in die Relegation gerettet und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

Zu verdanken hat das Team von Bruno Labbadia diese fast schon unverhoffte Chance allerdings vor allem dem Schalker Team, das mit einer wieder einmal unterirdischen Leistung letztlich dafür sorgte, dass die Bundesliga-Zeit des Dinos auch nach 51 Jahren und 172 Tagen noch nicht abgelaufen ist. "Wir müssen glücklich sein", sagte Labbadia. "Jetzt haben wir noch zwei Nervenspiele."

Zehn Punkte in fünf Spielen

Während die Schalker Anhänger ihrem Unmut erneut lautstark Luft machten, machte sich auf der anderen Seite des Stadions Erleichterung breit. Die Hamburger nahmen die Gastgeschenke gerne an und nutzten die vornehme Schalker Zurückhaltungen bei Zweikämpfen dankbar aus. Olic und Rajkovic genossen sichtlich die ungewohnten Freiheiten bei Standardsituationen und ließen die HSV-Fans mit ihren Toren wieder vom Klassenerhalt träumen. "Das ist sensationell", sagte Labbadia. "Uns hatte niemand mehr auf der Rechnung."

Der HSV-Coach, der Lewis Holtby und Marcelo Diaz für den gesperrten Rafael van der Vaart und den verletzten Marcell Jansen in die Startelf berufen hatte, hat dem HSV neues Leben eingehaucht. Der 49-Jährige führte die Mannschaft unter seiner Regie zu zehn Punkten in fünf Spielen - und damit raus aus der direkten Abstiegszone.

Nun gegen einen Ex-Verein von Labbadia

Dementsprechend groß war nach Abpfiff seine Erleichterung. "Die Anspannung war schon enorm", sagte Labbadia. "Dieser Verein ist so tief in mir drin, ich hatte ständig Gänsehaut. Der Klassenerhalt wäre etwas ganz Besonderes für mich."

Etwas Besonderes werden für Labbadia auf jeden Fall auch die beiden Relegationsspiele, die am kommenden Donnerstag zunächst vor heimischer Kulisse und am darauffolgenden Montag beim Drittplatzierten der 2. Liga ausgetragen werden. Denn bei allen drei möglichen Gegnern war der ehemalige Nationalspieler während seiner aktiven Laufbahn als Spieler am Ball. Bei Darmstadt 98 machte er die ersten Schritte im Profigeschäft, mit dem 1. FC Kaiserslautern wurde er 1991 Deutscher Meister, beim Karlsruher SC beendete er seine Karriere. "Für mich persönlich wäre es schöner gewesen, gegen einen anderen Gegner zu spielen", sagte er. "Aber ich habe mein Herz beim HSV. Wir müssen versuchen, das jetzt irgendwie hinzubekommen."

Europa-League-Quali droht

Während die Hamburger vor heimischem Publikum aufopferungsvoll um den letzten Strohhalm kämpften, präsentierten sich die Gäste aus Gelsenkirchen erneut lust- und ideenlos. Die Mannschaft des stark in der Kritik stehenden Roberto Di Matteo beendete die Rückrunde ohne einen einzigen Sieg in der Fremde und verlor durch die Niederlage sogar noch den sicher geglaubten Rang fünf an den FC Augsburg.

Und das könnte noch Folgen haben. Sollte Erzrivale Borussia Dortmund das Pokal-Finale gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, müsste Schalke in die Europa-League-Qualifikation und hätte damit schon eineinhalb Wochen vor der ersten Runde im DFB-Pokal das erste Pflichtspiel - eine stressfreie Saisonvorbereitung sieht anders aus. Zwei Runden müssten die Königsblauen dann überstehen, um in die Gruppenphase einzuziehen.

"Das war wieder ganz großer Mist von uns", sagte dann auch Schalke-Keeper Ralf Fährmann nach Schlusspfiff. "Es tut weh, solche Spiele bestreiten zu müssen. Das ist nicht schalke-würdig."

Fährmann: "Für diese Leistung gibt es keine Erklärung"

108 Fehlpässe, nur 45 Prozent gewonnene Zweikämpfe und die damit verbundene sechste Niederlage in den vergangenen neun Spielen sprechen eine eindeutige Sprache und geben Fährmann Recht. Schalke hatte die drei Punkte in königsblaues Geschenkpapier verpackt mit nach Hamburg gebracht und einen totgeglaubten HSV am Leben gelassen. "Das Resultat ist eine Katastrophe für uns", gab Klaas-Jan Huntelaar zu. "Bei uns war nach den Treffern der Hamburger die Luft komplett raus."

Der holländische Stürmer sprach damit allerdings nur die halbe Wahrheit aus. Denn auch vor dem Hamburger Doppelschlag durch Ivica Olic (49.) und Slobodan Rajkovic (58.) waren die Schalker nie richtig im Spiel. Je eine halbe – kläglich vergebene – Chance von Huntelaar kurz vor und nach der Pause. Dazu eine arrogant hergeschenkte Möglichkeit von Eric-Maxim Choupo-Moting, der nach einem verunglückten Rückpass des Torschützen Rajkovic völlig freistehend an René Adler scheiterte (84.). Mehr war von dem selbst ernannten Champions-League-Kandidaten in den gesamten 90 Minuten nicht zu sehen. "Für diese Leistung gibt es keine Erklärung", sagte Fährmann. "Ich kann mich nur bei unseren Fans entschuldigen."

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