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Fußball - Neues FIFA-Exko: Kritiker und ein Scheich mit Ambitionen

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Fußball  

Neues FIFA-Exko: Kritiker und ein Scheich mit Ambitionen

27.05.2015, 08:14 Uhr | dpa

Fußball - Neues FIFA-Exko: Kritiker und ein Scheich mit Ambitionen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) wird in die FIFA-Exekutive um Präsident Joseph Blatter berufen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (l) wird in die FIFA-Exekutive um Präsident Joseph Blatter berufen. Foto: Jörg Carstensen. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa) - Wenn der neue FIFA-Präsident - vermutlich Joseph Blatter - am Samstag das neue Exekutivkomitee des Weltverbandes zu seiner ersten Sitzung zusammentrommelt, sitzen viele neue Funktionäre am Tisch in der FIFA-Zentrale in Zürich.

Einer von ihnen ist DFB-Chef Wolfgang Niersbach, der auf Theo Zwanziger folgt. Von dem skandalumwitterten Gremium, dass 2010 die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unter dubiosen Bedingungen an Russland und Katar vergab, sind dann nur noch 8 von 22 Mitgliedern übrig. Selten war das Exko so heterogen besetzt - längst nicht mehr alle Funktionäre sind blinde Gefolgsleute Blatters. Es kündigen sich spannende Zeiten an.

DIE KRITIKER AUS EUROPA: Wolfgang Niersbach versucht die Erwartungen zu bremsen. Der DFB-Chef will in der FIFA-Exekutive nicht nur Nein-Sager sein. Gemeinsam mit David Gill, dem früheren Direktor von Manchester United, gilt der deutsche Spitzenfunktionär jedoch als Europas Hoffnungsträger für mehr professionelle Kontrolle. "Wir werden nicht immer einer Meinung sein", kündigte Niersbach einen harten, aber fairen Umgang mit den Kollegen, inklusive Blatter, an.

DER SCHEICH MIT AMBITIONEN: Die Wahl von Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah aus Kuwait durch die asiatische Fußball-Konföderation löste Aufsehen aus. Der Supermann der asiatischen Sportpolitik ist DER Spin-Doktor der Funktionärskaste und half auch Thomas Bach ins Amt als IOC-Präsident. Wie sich Scheich Ahmad als reguläres Exko-Mitglied in die FIFA-Hierarchie einordnen wird, bleibt abzuwarten. Er ist ein Freund Blatters und will ihn offenbar eines Tages beerben.

AFRIKANISCHE VASALLEN: Das Ausscheiden von Mohamed Raouraoua aus Algerien und Jacques Anouma aus der Elfenbeinküste wird von ehrlichen Demokraten nicht bedauert. Deren Nachfolger Tarek Bouchamaoui aus Tunesien und Constant Omari aus dem Kongo sind aber auch keine Lichtgestalten einer integren Sportpolitik. Bouchamaouis Name fiel im Zusammenhang mit einem Schweizer Bankenskandal. Omari war treibende Kraft, die FIFA-Demokratiereformen zu blockieren und zu verhindern.

ASIATISCHER ADEL: Auch in Asien scheiden zwei FIFA-Männer mit zwielichtiger Vergangenheit aus. Worawi Makudi aus Thailand und Vernon Manilal Fernando aus Sri Lanka gerieten mehrfach mit den Ehtikregeln in Konflikt. Für Makudi rückt Malaysias Fußball-Präsident Tengku Abdullah nach - als Prinz von Pahang ein weiterer Blaublüter. Zudem rückt Japans Fußball-Chef Kohzo Tashima auf - ein Technokrat ohne jeden Verdacht der unlauteren Machenschaften.

AMERIKANISCHE PRAGMATIKER: Südamerika, viele Jahre mit Präsident Joao Havelange die Keimzelle der Korruption, schickt einen unbelasteten Namen in die Fußball-Weltregierung. Juan Angel Napout aus Paraguay gilt als Rechtsexperte, der die FIFA-Statuten mitreformierte. CONCACAF-Mann Eduardo Li, Chef aus Costa Rica, steigt nach der geglückten U-17-Frauen-WM in seinem Land und dem guten Abschneiden des A-Teams in Brasilien 2014 mit guter Laune ins Exko ein.

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