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Fußball - WM 2010: Südafrika weist Bestechungsvorwürfe zurück

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Fußball  

WM 2010: Südafrika weist Bestechungsvorwürfe zurück

28.05.2015, 13:57 Uhr | dpa

Fußball - WM 2010: Südafrika weist Bestechungsvorwürfe zurück. Die Fußball-WM 2010 wurde in Südafrika ausgespielt.

Die Fußball-WM 2010 wurde in Südafrika ausgespielt. Foto: Ronald Wittek. (Quelle: dpa)

Johannesburg (dpa) - Südafrika hat Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2010 entschieden zurückgewiesen. 

Dem US-Justizministerium zufolge soll Südafrika den Weltverband FIFA mit zehn Millionen US-Dollar bestochen haben, um den Zuschlag für die Austragung des Turniers zu bekommen. Der Fußballverband SAFA betonte, alles sei strikt nach den Regeln abgelaufen. 

"Wir weisen die Vorwürfe zurück", sagte Sprecher Dominic Chimhavi der Deutschen Presse-Agentur. "Die Bewerbung wurde von Menschen höchster Integrität gemacht, darunter der verstorbene Nelson Mandela und (der frühere Präsident) Thabo Mbeki", sagte Chimhavi. Es sei eine ehrenhafte Bewerbung gewesen.

Der südafrikanische Sportminister Fikile Mbalula sagte, die Regierung nehme die Vorwürfe sehr ernst, es müsse jedoch für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gelten. Die Finanzen von Regierung und WM-Organisationskomitee aus dieser Zeit seien eingehend geprüft und auch von der Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young zertifiziert worden. "Ein solcher Betrag hat sich in unseren Büchern nicht gefunden", sagte Mbalula in Bezug auf das angebliche Bestechungsgeld.

Die Beschreibung der angeblichen Übergabe der 10 Millionen Dollar in bar in einem Pariser Hotel bezeichnete Mbalula als aus dem "Drehbuch eines Hollywood-Films" kommend. Die Regierung bemühe sich nun darum, mehr Informationen von den US-Behörden zu erhalten. 

US-Justizbehörden zufolge wurde das Bestechungsgeld aus Südafrika dem damaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner übergeben. Der aus Trinidad und Tobago stammende Funktionär ist von den US-Behörden im Rahmen des FIFA-Bestechungsskandals als einer von insgesamt 14 Verdächtigen benannt worden. Warner beteuert seine Unschuld.

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