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Fechten: EM-Enttäuschung um deutsche Fecht-Asse

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Fechten  

EM-Enttäuschung um deutsche Fecht-Asse

06.06.2015, 19:44 Uhr | dpa

Fechten: EM-Enttäuschung um deutsche Fecht-Asse. Britta Heidemann musste sich der Weltranglistenersten Emese Szasz geschlagen geben.

Britta Heidemann musste sich der Weltranglistenersten Emese Szasz geschlagen geben. Foto: Jean-Christophe Bott. (Quelle: dpa)

Montreux (dpa) - Deutschlands Top-Fechter Britta Heidemann und Peter Joppich sind am ersten EM-Entscheidungstag in Montreux als Medaillenhoffnungen schon unter den besten 32 ausgeschieden.

"Das ist natürlich enttäuschend", bilanzierte Sportdirektor Sven Ressel. Die ersten beiden der zwölf Titel gingen an den Italiener Andrea Cassara und die Russin Violetta Kolobowa.

2008-Olympiasiegerin Heidemann, die mit Achillessehnenproblemen auf die Planche musste, verlor im Music & Convention Centre der durch das Jazzfestival berühmten Schweizer Stadt ihren Degenauftritt gegen Ungarns Weltranglistenerste Emese Szasz, die später Bronze gewann, mit 8:15. "Es war die stärkste Gegnerin, die ich in diesem Feld erwischen konnte", sagte die Leverkusenerin Heidemann hinterher - und war "ein bisschen enttäuscht". Florett-Könner Joppich aus Koblenz musste sich nach dem EM-Erfolg von 2013 und Bronze von 2014 ebenfalls in Runde zwei dem Briten Richard Kruse mit 5:15 beugen.

Dagegen drangen die Bonner Moritz Kröplin und André Sanita unter die Top 16 vor. Dort unterlag EM-Neuling Sanita dem russischen Weltranglistendritten Dmitri Rigin nach einer 13:11-Führung mit 14:15 und wurde 14. Für Kröplin kam gleichfalls im Achtelfinale das Aus. Er verlor gegen den späteren italienischen Finalisten Daniele Garozzo 12:15 und beendete das Turnier als Zwölfter.

"Summa summarum bin ich zufrieden", kommentierte Florett-Bundestrainer Uli Schreck das Abschneiden seines Quartetts, obwohl Joppich (Platz 23) und der ehemalige WM-Siebte Sebastian Bachmann vom FC Tauberbischofsheim (Platz 27) unter den Erwartungen blieben. Schreck blickte nach vorn und lobte den beherzten Auftritt von Kröplin und Sanita: "Das macht Stimmung, das macht Mut."

Heidemann, 2014 WM-Zweite, waren ihre Probleme an der Achillessehne gegen Szasz anzumerken. Am Ende stand Platz 19 zu Buche. Auch für die Leipzigerin Monika Sozanska, die das Turnier als 28. beendete, kam unter den Top 32 beim 12:15 gegen Italiens Weltmeisterin Rossella Fiamingo, die Silber gewann, das Aus. Davor hatte Sozanska Titelverteidigerin Bianca Del Carretto aus Italien noch 15:10 besiegt.

Alexandra Ndolo (Leverkusen) war in Degen-Runde eins mit 12:15 an Catharina Kock aus Finnland gescheitert und belegte Platz 49. Ricarda Multerer aus Heidenheim wird nach dem 10:15 gegen Frankreichs Vorjahreszweite Marie Florence Candassamy im Schlussklassement als 31. geführt. Sebastian Bachmann hatte auf dem Weg in das Florett-Achtelfinale keine Chance: Er unterlag dem früheren russischen WM-Zweiten Artur Achmatschusin mit 7:15.

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