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Hockey  

"Warnschuss": Hockey-Herren verlieren gegen Argentinien

08.06.2015, 15:24 Uhr | dpa

Hockey - "Warnschuss": Hockey-Herren verlieren gegen Argentinien. Die DHB-Herren unterlagen knapp gegen das Team aus Argentinien.

Die DHB-Herren unterlagen knapp gegen das Team aus Argentinien. Foto: Juan Ignacio Roncoroni. (Quelle: dpa)

Buenos Aires (dpa) - Nach der Niederlage der deutschen Hockey-Herren gegen Argentinien stellte sich Markus Weise vor sein Team. Der Bundestrainer sah sich selbst als Hauptschuldigen für das 3:4 beim Halbfinale der World League in Buenos Aires.

"An der Niederlage trage ich einen großen Teil mit", gestand er nach der ersten Turnier-Pleite. "Ich ärgere mich sehr über mich selbst. Ich habe zu viel mit den Schiedsrichtern zu tun gehabt und zu wenig mit der Mannschaft. Das hat sicherlich dazu beigetragen, dass wir heute verloren haben."

Der Olympiasieger war im ersten Viertel mit 0:2 ins Hintertreffen geraten, erkämpfte sich aber noch vor der Pause den Ausgleich durch Tore von Florian Fuchs und Christopher Zeller. "Leider haben wir es dann nicht geschafft, die Kontrolle zu übernehmen", monierte Weise. Zudem hatte die DHB-Auswahl noch eine Schrecksekunde zu verkraften, als Leitwolf Moritz Fürste bei der Strafeckenabwehr vom Ball am Kopf getroffen wurde und zu Boden ging. "Alles gut, dafür trage ich ja die Maske", sagte Fürste, der nach kurzer Behandlung weitermachen konnte.

In einer hitzigen zweiten Halbzeit im mit 3000 Zuschauern ausverkauften CeNARD-Stadion übernahm Gastgeber Argentinien zunehmend die Kontrolle. Nach dem 3:2-Führungstreffer der Leones durch Strafeckenspezialist Gonzalo Peillat tobte der Bundestrainer und schimpfte auf die Unparteiischen. Nach Abpfiff räumte er ein: "Das ist sicherlich kein gutes Vorbild gewesen." Sein Team glich zwar dank Tobias Hauke zum 3:3 aus, kassierte aber noch das 3:4 durch Peillat.

Vierter und letzter Gruppengegner der bereits für das Viertelfinale qualifizierten Deutschen ist am 9. Juni Kanada. Fürste forderte: "Wir müssen Richtung 90 bis 100 Prozent kommen, um hier die Teams zu schlagen. Die Niederlage war ein guter Warnschuss." Dem stimmte auch Weise zu: "Es lässt sich hier viel rausziehen, was uns im weiteren Turnierverlauf noch helfen könnte."

Nur die besten Drei des Zehn-Länder-Turniers qualifizieren sich direkt für das Finalturnier der World League in Indien sowie zugleich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. 

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