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Fernando Alonso ist wütend: "Ich sehe wie ein Amateur aus"

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McLaren-Frust wächst  

Alonso wütend: "Ich sehe wie ein Amateur aus"

09.06.2015, 09:20 Uhr | t-online.de, dpa

Fernando Alonso ist wütend: "Ich sehe wie ein Amateur aus". Zum Haare raufen: Fernando Alonso kommt mit McLaren-Honda nicht in die Gänge. (Quelle: dpa)

Zum Haare raufen: Fernando Alonso kommt mit McLaren-Honda nicht in die Gänge. (Quelle: dpa)

Das größte Wagnis seiner Formel-1-Karriere wird für Fernando Alonso immer mehr zur Peinlichkeit. Nach einem desaströsen ersten Saisondrittel fühlt sich der als Aufbauhelfer zu McLaren zurückgekehrte Spanier in seiner Rennfahrer-Ehre verletzt. "Ich sehe ja aus wie ein Amateur", funkte der wütende Alonso beim Grand Prix in Kanada an die ratlose Teamführung. Seine riskante Entscheidung, den Rentenvertrag bei Ferrari für einen ambitionierten Neuanfang bei McLaren zu kündigen, hat dem 33-Jährigen bislang nur Frust eingebracht.

"Es ist enttäuschend. Wir müssen uns überall verbessern", gestand Rennleiter Eric Boullier. Vor allem der neue Motorenpartner Honda scheint bislang heillos überfordert. Das Triebwerk der Japaner gilt als das bei weitem schwächste der Formel 1, zum Spitzenreiter Mercedes fehlen wohl mehr als 75 PS.

Dazu kommt die hohe Defektrate des Honda-Aggregats. Alonso kam zuletzt dreimal nicht ins Ziel. Bei Teamkollege Jenson Button musste in sieben Rennen schon fünfmal Teile der Motoreneinheit gewechselt werden. Erlaubt ist das aber nur viermal pro Saison. Button drohen damit in den kommenden Monaten weitere Strafen durch die Rennrichter. "Es ist gerecht zu sagen, wir haben bis auf Monaco bisher eine schlimme Saison", sagte Button, der in Monte Carlo die einzigen Punkte für den taumelnden Traditionsrennstall ergattert hatte.

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Alonso legt sich mit Team an: "Das mache ich nicht"

Bei Alonso entlud sich der ganze Ärger während des Rennens in Montreal. Von Platz 13 gestartet, ließ er zunächst seine alte Klasse aufblitzen und konnte mit forscher Fahrweise ein paar Positionen gutmachen. Doch dann kam bereits in der 24. Runde aus der Box die Aufforderung, Sprit zu sparen. "Das mache ich nicht", lautete die unmissverständliche Antwort des Spaniers - getreu dem Motto: Ich will endlich Gas geben und wieder gewinnen.

Als sich Alonsos Gemüt nach dem Rennen wieder beruhigt hatte, nahm er sein Team in die Pflicht. "Wir müssen jetzt ein paar Dinge in Ordnung bringen. Wir müssen härter denn je arbeiten, weil wir diese Situation mehr denn je ändern wollen", erklärte er. Geduld war noch nie eine Stärke des zweimaligen Weltmeisters. Seit 2006 jagt er vergeblich Titel Nummer drei hinterher, allmählich läuft dem Routinier die Zeit davon.

Honda unter Druck

Getrieben von den hohen Erwartungen erhöht McLaren, immerhin achtmal Konstrukteursweltmeister, vor dem nächsten Rennen in Österreich den Druck auf Partner Honda. "Wir reden immer wieder über die Probleme, ich hoffe sie hören noch besser zu", sagte McLaren-Manager Boullier. Der Franzose drängt Honda zu einem erhöhten Ressourceneinsatz, um die Aufholjagd zu beschleunigen. "Es gibt einen Weg, sich schneller zu verbessern, und diesen Weg sollten wir gehen", sagte Boullier.

Für Honda wird es beim Comeback in der Königsklasse immer ungemütlicher. In Montreal musste sich der Motorenchef der Japaner, Yasuhisa Arai, erstmals einem scharfen Verhör der englischen Medien unterziehen. "Wir gehen den Problemen auf den Grund und werden sie lösen", beteuerte Arai.

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"Hoffe, wie haben unsere Lektionen gelernt"

Vom Ziel, noch in diesem Jahr siegfähig zu werden, ist McLaren längst abgerückt. Die nostalgischen Erinnerungen an die große Zeit mit Honda in den späten Achtziger und frühen Neunziger Jahren, als Ayrton Senna und Alain Prost die Formel 1 beherrschten, sind der bitteren Realität gewichen.

In Österreich und zum danach folgenden Heimrennen in Silverstone sollen nun Aerodynamik-Neuheiten am MP4-30 ein wenig Besserung bringen. "Ich hoffe, wir haben unsere Lektionen gelernt", sagte Alonso.

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