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Hockey  

Hockey-Herren begießen Turniersieg mit Dosenbier

15.06.2015, 17:41 Uhr | dpa

Hockey: Hockey-Herren begießen Turniersieg mit Dosenbier. Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren feiert ihren Sieg in Buenos Aires.

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren feiert ihren Sieg in Buenos Aires. Foto: Juan Ignacio Roncoroni. (Quelle: dpa)

Buenos Aires (dpa) - Auf den Sieg bei der World League in Buenos Aires stießen die deutschen Hockey-Herren in ihrer provisorischen Umkleide mit Dosenbier an.

"Die Jungs haben offene Schürfwunden, einer hat sich vielleicht sogar die Hand gebrochen. Wir haben hier nichts abgeschenkt", sagte Niklas Wellen nach dem 4:1 (1:0) im Finale über Gastgeber Argentinien. Bundestrainer Markus Weise zollte seinen Schützlingen genau für diese Siegermentalität Respekt. Schließlich hatte der Olympiasieger seine Hausaufgaben bereits mit dem 2:1-Halbfinalsieg über den Erzrivalen Niederlande erledigt.

Denn schon durch den Finaleinzug war Deutschland vorzeitig für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro und das Endturnier der World League im November in Indien qualifiziert. "Die Jungs haben trotzdem die Herausforderung angenommen, Argentinien im eigenen Stadion zu schlagen", stellte Weise zufrieden fest. "Wenn man dann im Finale steht und die ganze Menschenmasse gegen einen ist, dann will man auch gewinnen", erklärte Wellen. Der 20 Jahre alte Krefelder war zudem als bester Nachwuchsspieler des Turniers ausgezeichnet worden. 

Deutschland hatte die erste Halbzeit im mit 3000 Zuschauern ausverkauften Stadion kontrolliert und keinen Torschuss der "Leones" zugelassen. Christopher Rühr brachte den Europameister nach starkem Solo früh in Führung, ehe Wellen im dritten Viertel auf 2:0 erhöhte. "Rührs Treffer war Wahnsinn", lobte Weise. "Der ist abgegangen wie eine Rakete, das war symbolisch für den Mannschaftswillen."   

Als die Partie nach dem Siebenmeter-Gegentor von Juan Gilardi zu kippen drohte, stellte Rühr erneut seine Torjägerqualitäten unter Beweis. Der Stürmer klaute dem argentinischen Abwehrspieler Carlos Ibarra frech den Ball und staubte zum 3:1 ab. "Damit war der Deckel drauf. Ich wusste, dass der Kollege ein bisschen unsicher war. Das war Stürmerinstinkt", sagte Rühr. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Florian Fuchs. "Es war wichtig, dass wir Argentinien jetzt besiegt haben, denn das waren die einzigen, die hier gegen uns gewonnen haben", sagte Weise mit Blick auf das 3:4 in der Vorrunde.

Eine Pause bekommen seine Akteure nun allerdings nicht, denn bereits am Wochenende geht es in der Bundesliga weiter. Nächstes Highlight mit dem Nationalteam ist im August die Europameisterschaft in London.

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