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FIFA-Präsident Sepp Blatter reist nicht zum U20-WM-Finale

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FIFA-Skandal  

FIFA-Präsident Sepp Blatter reist nicht zum U20-WM-Finale

16.06.2015, 17:15 Uhr | sid

Jetzt also doch: Der Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA, Joseph S. Blatter, reist definitiv nicht zum WM-Finale der U20-Junioren. Das bestätigte eine FIFA-Sprecherin. "Aufgrund seiner gegenwärtigen Verpflichtungen in Zürich wird es dem FIFA-Präsidenten nicht möglich sein, für das Finale nach Neuseeland zu reisen", sagte die Sprecherin am Schweizer Verbandssitz.

Trotz des FIFA-Korruptionsskandals war zuvor durch die FIFA noch keine offizielle Absage von Blatters Besuch beim Endspiel erfolgt. Allerdings hatte sich sein Verzicht auf den Trip nach Neuseeland bereits seit einiger Zeit abgezeichnet. Das Finale findet am Samstag in Auckland statt.

FIFA-Präsident als persona non grata erklärt

Nur einen Tag nach Blatters Rücktrittsankündigung vor rund zwei Wochen hatte Geschäftsführer Andy Martin vom WM-Gastgeberverband den noch amtierenden FIFA-Präsidenten zur Persona non grata erklärt. "Wenn er kommt, besteht die Gefahr, dass er zu einer Nebenattraktion wird und die Veranstaltung in den Schatten stellt", sagte Martin in einem Radiointerview. Blatters Absage "würde man sich wünschen".

Von der FIFA war zunächst nur eine pauschale Aussage zu Blatters ursprünglichen Reiseplänen gekommen. "Sepp Blatter wird vorerst bestimmt nirgendwohin ausreisen", hatte der inzwischen zurückgetretene FIFA-Mediendirektor Walter De Gregorio Anfang Juni auf entsprechende Nachfragen erklärt. Ob die Aussage des früheren Blatter-Vertrauten auch für einen Besuch des FIFA-Chefs bei der laufenden Frauen-WM in Kanada gilt, ist offen. Das Finale findet am 6. Juli in Vancouver statt.

Schweiz liefert eigene Staatsbürger nicht aus

Aufgrund der Ermittlungen der US-Justiz im FIFA-Bestechungsskandal kursieren Spekulationen, dass Blatter seine Schweizer Heimat vorläufig nicht verlassen werde, um Verhören oder gar einer Festnahme im Ausland aus dem Weg zu gehen. Die Schweiz liefert eigene Staatsbürger nicht an ausländische Justizbehörden aus.

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