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Sportpolitik: Streit um Volleyball-Länderspiel im Iran eskaliert

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Sportpolitik  

Streit um Volleyball-Länderspiel im Iran eskaliert

18.06.2015, 07:12 Uhr | dpa

Teheran (dpa) - Ein Streit um ein Volleyball-Länderspiel im Iran artet aus. Zunächst hatten Islamisten mit diversen Drohungen den Einlass von Frauen zu dem Spiel der Herren-Nationalmannschaft verboten.

Am Mittwoch forderten sie auch noch den Rücktritt von Vizepräsidentin Schahindocht Molawerdi, die sich in den vergangenen Wochen dafür eingesetzt hatte, dass auch Frauen zum ersten Mal erlaubt werde, das Länderspiel der Herren gegen die USA zu besuchen.

Auf einer Demonstration am Mittwoch vor dem Sportministerium warnten die Islamisten erneut, dass sie den Einlass der Frauen verhindern würden, auch mit Gewalt. Damit wollen sie "Prostitution in Sportstätten" im Keim ersticken. Außerdem riefen sie Präsident Hassan Ruhani auf, Molawerdi umgehend zu feuern, meldete die Agentur Fars.

Nach den Drohungen gab aber das Sportministerium letztendlich nach. Unter dem Vorwand, dass das Länderspiel am Freitag ausverkauft sei, wurde der Besuch der Frauen ganz abgesagt. Für die Partie in der Asadi-Sporthalle in Teheran waren Frauen zunächst bis zu 500 der insgesamt 12 000 Tickets exklusiv zugeteilt worden

Für die Regierung und das Sportministerium könnte der Streit um Frauen im Stadion ein sportpolitisches Nachspiel haben. Dem Iran könnten damit die Heimspiele in der Volleyball-Weltliga abgesprochen werden. Außerdem würde der Iran auch keine Erlaubnis für internationale Wettkämpfe im Land erhalten. Aus dem selben Grund wurde bereits Irans Antrag auf den Asien-Cup 2019 im Fußball abgelehnt. 

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