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Red-Bull-Boss Horner tritt gegen Sebastian Vettel nach

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Red Bull tritt nach  

"Hätten denselben Schlamassel auch mit Vettel"

21.06.2015, 10:03 Uhr | dpa, t-online.de

Red-Bull-Boss Horner tritt gegen Sebastian Vettel nach. Bild aus (besseren) gemeinsamen Zeiten: Red-Bull-Teamchef Christian Horner (li.) und Sebastian Vettel.

Bild aus (besseren) gemeinsamen Zeiten: Red-Bull-Teamchef Christian Horner (li.) und Sebastian Vettel.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner trauert trotz der tiefen sportlichen Krise des Rennstalls dem zu Ferrari gewechselten Sebastian Vettel nicht nach. "Mit Vettel hätten wir denselben Schlamassel - es wäre nur alles viel, viel teurer mit ihm", sagte der Brite im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Vettel, mit dem Red Bull einst vier WM-Titel in Folge feierte und zudem Konstrukteurs-Weltmeister wurde, hätte beim Absturz ins Mittelfeld keinen Unterschied machen können, erklärte Horner.

Red-Bull-Zögling Vettel war vor dieser Saison zu Ferrari gewechselt und hatte dort mit für einen Aufschwung der Scuderia gesorgt. Schon in seinem zweiten Rennen für das italienische Traditionsteam gelang ihm sein erster Sieg. "Er verdient diesen Erfolg bei Ferrari. Aber hoffentlich sind wir bald zurück und treten ihm kräftig in den Hintern", sagte Horner.

Ausstieg "quatsch"

Bis dahin ist es für das frühere Erfolgsteam noch ein weiter Weg. Spekulationen, dass Red Bull angeblich vor dem Ausstieg aus der Formel 1 stehe, dementierte Horner vehement. "Quatsch! Unsere Crew heute ist zu 98 Prozent die Truppe, die bis vor anderthalb Jahren noch vier WM-Titel gewonnen hat. Bei uns Bullen brennt immer noch dieses Siegfeuer. Aber wir können uns nur auf den Gebieten verbessern, die auch in unserem Arbeitsbereich liegen. Mit einem Shetlandpony kannst du halt kein Pferderennen gewinnen", sagte er.

Das Hauptproblem sei nach wie vor der schwache Renault-Motor, betonte Horner weiter. Ein Ferrari-Antrieb, wie es zuletzt hieß, sei aber keine Option für die Zukunft. "Red Bull wird sicher nicht mit einem Kundenmotor von Ferrari fahren. Das hatten wir vor langer Zeit (2006, Anm. d. Red.) schon einmal. Es ist außerdem unwahrscheinlich, dass du es als Kundenteam ganz nach oben schaffst, weil du immer den schlechteren Motor bekommst", sagte er.

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