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Formel 1: Mark Webber rechnet mit Sebastian Vettel ab

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Neue Anschuldigungen gegen Vettel  

Webber rechnet ab: "Da steckte ein Plan dahinter"

30.06.2015, 09:21 Uhr | t-online.de

Formel 1: Mark Webber rechnet mit Sebastian Vettel ab. Sebastian Vettel (links) und Mark Webber (rechts) konnten sich während ihrer Zeit bei Red Bull nicht gut leiden. (Quelle: imago/HochZwei)

Sebastian Vettel (links) und Mark Webber (rechts) konnten sich während ihrer Zeit bei Red Bull nicht gut leiden. (Quelle: HochZwei/imago)

Sticheleien, Anschuldigungen und gepflegte Missachtung: Mark Webber und Sebastian Vettel waren zu gemeinsamen Zeiten beim Formel-1-Rennstall Red Bull alles andere als gute Freunde. In seiner in Kürze erscheinenden Biografie "A Different Journey" legt der Australier nun nach. Ein Vorgeschmack dessen, was den Leser erwartet, gab der 38-Jährige im australischen TV-Kanal "ABC".

Auslöser allen Übels sei der Crash beim Grand Prix 2010 in der Türkei gewesen. Er habe danach, beispielsweise bei technischen Neuerungen, immer das Gefühl gehabt, benachteiligt zu werden, betonte Webber.

"Ich hatte die zwei Rennen zuvor vom Start bis ins Ziel angeführt und entsprechend gewonnen. Dann kommt ein neuer Heckflügel. Und was passiert? Er geht auf die andere Seite der Garage. Ich weiß noch genau, wie sauer meine Mechaniker waren", erklärte der Mann aus Down Under und fügte an: "Man bekam das Gefühl, als würde der Plan dahinter stecken, es Sebastian möglichst angenehm zu gestalten."

"Vettel hat kein Respekt vor mir als Mensch"

Die gegenseitige Abneigung erreichte beim Rennen in Malaysia 2013 den Höhepunkt. Dort schnappte Vettel seinem Stallgefährten mit einem gewagten Überholmanöver den Sieg weg, obwohl der Deutsche damals die klare Team-Anweisung hatte, seine Position auf Rang zwei zu halten. Mit versteinertem Gesichtsausdruck und mächtig Wut im Bauch stand Webber anschließend auf dem Podest.

Vettel habe sich zwar für sein Verhalten entschuldigt, Webber wollte jedoch mehr. "Ich habe gesagt, wir sollten in der Woche danach mal sprechen. In China hatten wir dann eine Diskussion, die nicht gerade toll verlief. Er sagte, er hätte großen Respekt vor mir als Fahrer aber nicht vor mir als Mensch. Wir konnten uns danach kaum in die Augen schauen", sagte Webber.

"Die Zeit heilt alle Wunden"

Mittlerweile sei aber Gras über die Geschichte gewachsen, so der Australier, der seit 2014 als Porsche-Werksfahrer in der Langstrecken-WM fährt. "Die Zeit heilt alle Wunden. Hier und dort ein paar Gläser Rotwein - und schon verfliegt der Ärger. Sebastian und ich kommen heutzutage gut miteinander zurecht", sagte der Australier.

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